Sonntag, 28. Januar 2018

Richard Gutjahr: Ein Vorzeige-Journalist bekämpft die Presse- und Meinungsfreiheit



Unbequeme Fragen zu stellen, das ist die Aufgabe eines guten Journalisten. Wer nicht fragt, bleibt bekanntlich dumm. Ein Journalist, der keine unbequemen Fragen stellt, kann auch nicht wirklich aufklären und hätte seinen Beruf wohl verfehlt. Was aber, wenn das Fragenstellen amtlich untersagt wird? Wenn sogar die bloße Veröffentlichung solcher Fragen gerichtlich verboten wird, obwohl die Fragen selbst keinerlei strafbare Inhalte haben?

So erging es dem Journalisten Gerhard Wisnewski, der sich wie andere interessierte Menschen schon sehr darüber wunderte, dass der Mainstream-Journalist Richard Gutjahr innerhalb von acht Tagen gleich bei zwei so genannten „Terroranschlägen“ rein zufällig vor Ort war. Nämlich in Nizza beim „LKW-Anschlag“ am 14. Juli 2016 und am 22. Juli 2016 vor dem Münchener Olympia-Einkaufszentrum beim dubiosen „Amoklauf“ eines jugendlichen Migranten. In beiden Fällen gibt es viele Indizien, die für geheimdienstliche Verwicklungen sprechen. Ähnlich wie beim Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt, wo das geheimdienstliche Anstiften durch V-Leute mittlerweile kaum mehr von der Hand zu weisen ist.

Die Nadel im Heuhaufen

In Nizza stand Gutjahr ausgerechnet am Tage des Anschlags just zum richtigen Zeitpunkt auf dem Balkon jenes Hotels, an dem der weiße LKW gerade vorbeiraste. In München will Gutjahr nach eigenem Bekunden rein zufällig just auf Höhe des Einkaufszentrums vorbeigefahren sein, als die ersten Schüsse fielen. Es gelang ihm scheinbar „geistesgegenwärtig“, sogleich zusammen mit der Polizei hinter die Absperrungen zu fahren, so dass er dann exklusiv für verschiedene Sender den allwissenden Top-Reporter markieren konnte. Ein perfektes Timing. Der fragenden Öffentlichkeit soll es als unglaubliches Glück des Herrn G. erklärt werden. Aber die Wahrscheinlichkeit zu diesem Glücksfall ist kleiner als das Auffinden der berühmten Nadel im Heuhaufen. Und auch nur dann, wenn jemand die Heuhaufen aller landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland zu einem riesigen Haufen aufhäufen würde.  

So eine Nadel im Heuhaufen kann Fragen aufwerfen...


Wenn wir uns vor Augen halten, dass nahezu alle „Terroranschläge“ der letzten Jahre stark nach geheimdienstlichen Operationen rochen und sogar gewisse Muster in den Abläufen erkennbar wurden, dann ist klar, dass es auch ein Vorwissen geben muss. Und zwar nicht nur bei den Planern, denn die Berichterstattung der etablierten Medien läuft bei solchen Ereignissen auch nach bestimmten Mustern in einer gleichgeschalteten Weise ab. Wo wir es mit Inszenierungen zu tun haben, müssen diese eben auch medial gesteuert werden, um politisch in die richtige Zielrichtung vermarktet werden zu können. Dazu wäre es dann unerlässlich, gewisse Kreise von Medienvertretern einzubinden, wenn auch unter Vorwänden und so, dass der eine oder andere nicht einmal gleich bemerkt, dass er nicht zufällig am Orte des Geschehens erschien.

Insofern liegt zumindest die Vermutung nahe, dass die zufällige Anwesenheit von Richard Gutjahr vielleicht doch nicht so zufällig gewesen war, wie es scheint. Dass es „eingebettete Journalisten“ gibt, ist nicht erst seit den US-Angriffskriegen gegen den Irak 2003 bekannt. Dass Journalisten von Geheimdiensten Informationen gesteckt bekommen, um in der gewünschten Richtung Propaganda betreiben zu können, ist ebenfalls ein offenes Geheimnis. Dass etablierte Medien wie in diesem Fall z.B. „meedia“ vom 25.07.2016 solche Zusammenhänge immer noch bestreiten, ist eher peinlich als glaubwürdig.

Peinliche Schützenhilfe für Gutjahr, das ging in die Hose...


Zwingend logische Fragen

Der Nachweis, wer was im Voraus gesteckt bekommen haben könnte, ist natürlich praktisch kaum möglich. Es muss ja auch gar nicht so sein. Trotzdem kommen im konkreten Fall zwei interessante Aspekte zusammen, die ein sorgfältig recherchierender Journalist nicht außer Acht lassen kann:

1) Richard Gutjahr ist ein Vorzeige-Journalist und hat eine steile Karriere in westlichen Massenmedien von CNN bis in die Chefetage des bayerischen Rundfunks (BR) hingelegt. Eine solche Karriere ist de facto kaum möglich, ohne westlich, sprich pro-amerikanisch orientiert zu sein, was auch Gutjahrs Auslandssemester an der American University in Washington belegt. Ein Klassiker für bundesdeutsche Journalisten, bei dem die Frischlinge von alten Hasen in den USA nach allen Regeln der Kunst „eingenordet“ werden.

2) Richard Gutjahr ist seit mittlerweile rund zehn Jahren mit der - ehemaligen -  israelischen Geheimdienstoffizierin Einat Wilf liiert, die für Israel den „Krieg der Worte“ gewinnen will. Sie gehörte zuletzt im Range eines Leutnants dem Geheimdienst an. Das ist nicht irgendwas, das ist auch nicht mit dem bundesrepublikanischen Verfassungsschutz zu vergleichen. Der israelische Geheimdienst begeht nachweislich schwerste kriminelle Verbrechen, um die politischen Ziele Israels durchzusetzen. Immerhin rühmt sich der israelische Geheimdienst auch damit, vorhersagen zu können, wer Terrorist wird.. Warum also soll es dann so abwegig sein, dass dessen Offiziere über solche Informationen verfügen könnten und diese propagandistisch zweckmäßig „verwerten“?

Aus diesem Kontext ergeben sich im Zusammenhang mit Gutjahrs erstaunlicher Anwesenheit an gleich zwei Terror-Tatorten zur fraglichen Zeit innerhalb von wenigen Tagen zwangsläufig Fragen. Das ist weder anrüchig noch abstrus oder gar beleidigend, sondern einfach nur logisch. Demgemäß formulierte der Journalist Wisnewski seine Fragen auch ganz logisch und sachlich. Für Richard Gutjahr offenbar ein Problem, denn er konnte oder wollte auf diese Fragen keine plausible Antwort geben. Dabei hätte er mit einer ausgefeilten Antwort alle Missverständnisse locker aus dem Weg räumen können und das Thema wäre vom Tisch gewesen.

Allerdings war Wisnewski nicht der einzige, der sich und ihm solche Fragen stellte. Und er war auch nicht der erste, der seine Fragen in dem von ihm verfassten Jahrbuch „Verheimlicht Vertuscht Vergessen 2017“ öffentlich machte. Ähnliche Fragen stellten andere Blogger und alternative Medien ebenfalls, wie z.B. das Contra-Magazin im August 2016.

Letzter Ausweg Opferrolle?

„Schweigen ist Zustimmung“, sagt der Volksmund. Damit hatte der Mainstream-Journalist ein echtes Problem an der Backe. Er war entgegen seinem Twitter-Motto „seiner Zeit“ in Nizza und München ein wenig zu sehr voraus und auch keineswegs „zu spät“, sondern geradezu auffällig pünktlich. Nur erklären mochte er sich dafür nicht. Stattdessen griff er professionell zu einem probaten Mittel des heutigen Medientheaters: Er spielte die beleidigte Leberwurst und verdrehte sachlich gestellte Fragen zu einer vermeintlichen „Hetze“ gegen ihn. Dabei kam es ihm natürlich gut zu Pass, dass Wisnewskis unangenehme Fragen beim ohnehin gerne geschmähten Kopp-Verlag verlegt worden sind. Das machte es Gutjahr leicht, in die Opferrolle eines von bösen Rechten unschuldig Verfolgten zu schlüpfen.

Unjournalistische Boykottaufrufe

Tatsächlich war er es jedoch, der zum plumpen Mittel der öffentlichen Hetze griff und zum Facebook-Troll mutierte. Auf Facebook rief Gutjahr dazu auf, das Jahrbuch VVV 2017 "nicht zu lesen, vielleicht besser gar erst zu kaufen". Ein klarer Boykottaufruf. Nun könnte man solche Boykottaufrufe ignorieren, wenn sie von politisch interessierter Seite kämen. Wenn aber ein angeblich seriöser Vorzeige-Journalist und Grimme-Preisträger in solcher Art und Weise zu einem Buchboykott aufruft, dann kommt dass einem Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit gleich. Wollte man es spitzzüngig formulieren, dann könnte man sagen, dass Gutjahr das inkriminierte Buch mit seiner Facebook-Attacke regelrecht „verbrannt“ hat. Fällt solches Vorgehen nicht unter die neue Facebook-Zensur der staatlich bezahlten Gesinnungsschnüffler? Oder gilt dieser Akt als in deutschen Landen traditioneller Ritus, der aus kulturellen Gründen erlaubt bleiben muß?

Indes, der angeschlagene Mainstream-Journalist beließ es nicht alleine bei solchen Facebook-Wütereien. Er beschritt auch den Klageweg über die Gerichte. Leider machen deutsche Gerichte gerne ein großes Geheimnis um einige ihrer Beschlüsse und Urteile. Obwohl im Namen des Volkes gesprochen, bleibt der Wortlaut dem Volke nicht selten verborgen, wenn eine Diskussion darum unerwünscht erscheint. Anders ist jedenfalls kaum erklärlich, warum das Landgericht Köln seinen Beschluss in Sachen Gutjahr gegen Wisnewski nicht einmal in einer kurzen Pressemitteilung zusammenfasste. Dabei wäre die Argumentation des Gerichts sicher hochinteressant für unsere Auswertung gewesen, da Rechtsverstöße anhand des uns vorliegenden Jahrbuches nicht mal im Ansatz erkennbar sind.

Angriff auf Presse- und Meinungsfreiheit

„Die Justiz ist die Hure der Politik“, sagt der Volksmund. „Und der etablierten Medien“, könnte man noch hinzufügen. Offenbar hat der Vorzeige-Journalist Gutjahr in Köln die richtigen Richter gefunden, um die Presse- und Meinungsfreiheit missliebiger Journalistenkollegen und Verlage einschränken zu lassen. Das LG Köln verbot im dem Kopp-Verlag den weiteren Verkauf des Jahrbuchs: Im Dezember 2017 wurde das Urteil insoweit rechtskräftig. Wisnewski gibt allerdings nicht auf und ging in die Berufung. Schon jetzt läßt sich sagen: Verbote sind ein Zeichen von Angst und Schwäche. Insofern hat sich Gutjahr im doppelten Sinne selber geschadet, weil er zum einen als Journalist die Presse- und Meinungsfreiheit in Frage stellt und zum anderen seine eigene Rolle im konkreten Fall nicht glaubwürdiger macht.

Aber „Kaiser Richard“ war so in Fahrt, dass er seine eigene Nacktheit gar nicht bemerkte. Weil Fragen und Kritik einfach nicht verstummen wollen, holte er zum großen Rundumschlag aus. Bevorzugte Ziele sind alternative politische Medien, die einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht haben. Da kam ihm das COMPACT-Magazin gerade recht, dass ausführlich über den Fall berichtete und sich ebenfalls kritisch mit Gutjahrs zufälliger Anwesenheit in Nizza und München beschäftigte. COMPACT ist der etablierten Medienmaschinerie schon seit längerem ein Dorn im Auge und nun bot sich die einmalige Chance, dieses systemkritische Medium mundtot zu machen.

Mundtot machen durch Domain-Pfändung

Gutjahr verklagte COMPACT und bekam per einstweiliger Verfügung eine vierstellige Summe als Schadensersatz zugesprochen. Wofür auch immer. COMPACT legte Widerspruch an und zahlte deshalb zunächst auch nicht. Daraufhin folgte ein bis dato einmaliger Vorgang in der bundesdeutschen Mediengeschichte: Gutjahr ließ die Pfändung und Überweisung der Internetdomain von COMPACT (www.compact-online.de) beantragen. Der Skandal: Die Provinzrichter vom AG Potsdam gaben diesem unsittlichen Antrag statt – ein schwerer Angriff auf die Pressefreiheit, losgetreten von einem Journalisten!

Es steht außer Frage, dass es dem Spitzenverdiener Gutjahr nicht darum ging, die paar lächerlichen Euro einzutreiben. Das Geld war nur der Vorwand, um den Pfändungsbeschluss erwirken zu können. Die Pfändung der Internet-Domain war offenbar bewusst provoziert worden, denn das hätte COMPACT publizistisch und wirtschaftlich die Existenz kosten können und genau das war Gutjahrs Ziel. COMPACT konnte die Pfändung seiner Firmendomain nur noch verhindern, indem es dem gerichtlich angeordneten Zahlungszwang wohl oder übel nachkam. Aber die Frage muss erlaubt sein: Kann ein Journalist sich selber eigentlich noch mehr entblößen, als Richard Gutjahr es hier tat? Darf sich jemand, der sich in solcher Form an journalistischen Grundsätzen vergeht, überhaupt noch Journalist nennen?

Netzpolitik bejubelt den Angriff auf Presse- und Meinungsfreiheit


Beifall aus der "richtigen Ecke"

Beifall bekam Gutjahr für seinen zutiefst unjournalistischen Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit bezeichnenderweise von den „netzpolitik“-Trolls. „Netzpolitik.org“ heuchelt seit Jahren angeblich kritische, saubere Recherchearbeit vor, befindet sich aber politisch aber ganz klar auf der globalistischen Marschrichtung der westlichen Machteliten. Kein Wunder also, dass „netzpolitik.org“ die Boykott- und Zensurstrategie gegen Andersdenkende als Kampf gegen „Hate Speech“ und „Verschwörungstheorien“ bejubelt. Deutlicher können diese verkappten Systempropagandisten kaum zeigen, wessen Geistes Kind sie wirklich sind.

Nur eines gelingt auch ihnen nicht: Gutjahrs erstaunlich perfekt getimte Anwesenheit in Nizza und München plausibel zu erklären. Die bohrenden Fragen stehen immer noch im Raum und alles Ablenken mit den typischen pawlowschen Reflexen hilft nichts. Die Zeiten, in denen mit faktenfreien Totschlagargumenten nach dem Motto „Alles Nazis außer Mutti“ alles unter den Teppich gekehrt werden konnte, sind zum Glück lange vorbei. Und auch das gerichtliche Tauziehen ist noch nicht zu Ende. Die Betroffenen wollen sich bis zur letzten Instanz gegen Gutjahrs Angriffe auf Presse- und Meinungsfreiheit wehren.