Sonntag, 24. Dezember 2017

Scham oder politische Ideologie – warum spielen etablierte Radiosender kaum deutsche Weihnachtslieder?



Am Heiligabend sind viele von uns auf dem Weg zu Ihren Lieben, um im Kreis der Familie Weihnachten zu feiern. Aber in feierlicher oder weihnachtlicher Stimmung sind wohl die wenigsten dabei. Das liegt sicher zum großen Teil an der Hektik, die viele von uns meist bis einen Tag vor dem 24.12. noch haben. Deutschland befindet sich längst auf dem schlimmsten Wege in die 24-Stunden-Gesellschaft, die keine Ruhe und keine Entspannung mehr kennt. In dieser Konsumgesellschaft werden wir alle mehr oder minder selber zu Konsumenten erzogen und erwarten mittlerweile ganz selbstverständlich, dass z.B. die Geschäfte gefälligst bis zur letzten Minute geöffnet haben müssen, damit wir unsere Besorgungen noch gebacken kriegen. Selbst dann, wenn der Heiligabend auf einen Sonntag fällt. Wie bloß haben wir das früher geschafft?

Oder „mussten“ wir das gar nicht schaffen, weil wir uns schon rechtzeitig damit beschäftigen konnten und uns viel früher auf die schönsten Tage im Jahr eingestimmt haben? Stimmungen müssen erzeugt werden. Auch Weihnachtslaune kommt nicht vom Himmel gefallen. Abstand von Hektik und Stress sind nur der Anfang, eine große Bedeutung kommt aber auch den Massenmedien zu, die nun mal tagtäglich von uns konsumiert werden. Das gilt vor allem fürs Radio, das jeden Tag stundenlang gehört wird, ob auf der Arbeit, zu Hause oder im Auto auf dem Weg zur Familie. Aber genau dort tut man sich offenbar sehr schwer damit, uns in die richtige Stimmung zu versetzen.

Damals rollten ihre Panzer, heute ihre Cola-Trucks...


„Dieser eine Moment. Der Moment, in dem du fühlst: Jetzt wird wieder Weihnachten. Für den einen sind es die ersten Spekulatius im Supermarkt. Für den anderen die ersten Töne von Last Christmas im Radio. Und für viele ist es der magische Moment, wenn die Coca-Cola Weihnachtstrucks wieder durchs Land rollen und festliche Stimmung verbreiten.“ (Quelle: Coca-Cola)

Diese abstoßende Werbebotschaft des bekannten US-Konzerns sagt leider sehr viel über den Zustand in unserem Lande aus. Alles hat nur noch mit Konsum zu tun und gerade Coca-Cola ist zählt zu den aggressivsten Weihnachtskonsum-Propagandisten in eigener Sache. Schon kurz nach dem Krieg fing das wieder an mit dem Besatzergesöff, als in Deutschland nicht einmal die Schäden der alliierten Bombardierungen beseitigt waren. Damals rollten ihre Panzer, heute ihre Cola-Trucks. Die Unkultur der US-amerikanischen Besatzer zersetzt seit damals unsere Traditionen, unsere Sprache und unsere Musik. Nur diese größte Umerziehungswelle in der Menschheitsgeschichte konnte bewirken, dass wir heute bei Last Christmas oder Coca-Cola an Weihnachten denken.

Dabei ist es durchaus ein schönes Lied, das übrigens rein gar nichts mit Weihnachten zu tun hat, aber es ist eben auch ein Symbol dafür, dass gerade in deutschen Radiosendern deutsche Weihnachtslieder kaum noch gespielt werden. Mit Jingle Bells, Santa Claus und ähnlichem angloamerikanischen Christmas-Gedudel werden wir im Radio die ganze Adventszeit über genervt. Manches mag für sich genommen auch ganz schön sein, aber alle diese fremden Songs haben einen Haken: Sie sind nicht in unserer Sprache gesungen und darum berühren sie uns auch nicht. Sie können nicht die weihnachtliche Stimmung erzeugen, die wir – trotz aller oberflächlichen Veramerikanisierung unseres Lebens – immer noch im tiefsten Inneren brauchen, um wirklich in eine weihnachtliche Stimmung zu kommen.

Das versteht man beim WDR unter Weihnachten...


Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gab es in diesem Jahr tatsächlich die eine oder andere Sendung mit vielen deutschen Weihnachtsliedern, aber meist nur in Spartenprogrammen. Und wenn dann im MDR der Dresdner Kreuzchor einen ganzen Abend lang singen durfte, dann wurde dieser schöne Auftritt absichtlich mit irgendwelchen Afroamerikanern durchmischt, die uns mit Besatzermusik die gerade aufgekommene Weihnachtslaune gleich wieder verdarben. Angloamerikanisch geht’s in der Regel auch auf Massensendern wie NDR, WDR & Co. zu. Verschämt wird hier und dort mal die Weihnachtsbäckerei von Rolf Zuckowski dazwischen geschoben.

Ein schönes Lied, vor allem wenn man mit seinen Kindern Weihnachtskekse backt. Aber irgendwie wirkte dieses Lied wie ein Fremdkörper zwischen all dem anderen Gedudel, das kann es ja wohl nicht gewesen sein, oder? Na gut, manche lokale Nischensender (meist Ableger der großen öffentlich-rechtlichen Radios) spielen auch mal zwei, drei deutsche Weihnachtslieder zu morgendlicher oder spätabendlicher Stunde, wenn nicht so viele Leute zuhören. Aber zu den klassischen Zeiten am Heiligen Abend dominieren dann wieder irgendwelche schwarzen US-Sänger, die von weißen Schneeflocken singen.

Wer die Machtverhältnisse bei deutschen Radiosendern, insbesondere bei den großen Rundfunkanstalten kennt, der weiß natürlich, dass hier nach wie vor ein transatlantischer Vasallenungeist wie zu Zeiten des Kalten Krieges herrscht. Alle führenden Personen vom Intendanten bis zu Programmdirektoren gehören in der Regel freimaurischen, proamerikanischen und globalistischen Lobbyverbänden an und haben auch in diesem Ungeiste als Journalisten überhaupt erst Karriere gemacht. Die kennen gar nichts anderes, als ihre anerzogene US-Verherrlichung und finden das wahrscheinlich normal, dass ihr Hörprogramm auch in den letzten Tagen vor Weihnachten größtenteils aus fremdländischer Musik besteht. Selbst am Heiligabend können oder wollen sie kaum über ihren Schatten springen. Rock und Pop aus aller Welt, bloß nichts Deutsches spielen!

Zu dieser politischen Ideologie kommt erschwerend noch die ebenfalls anerzogene Scham hinzu. Ganz offensichtlich scheint es deutschen Radiomachern generell peinlich zu sein, zu unserem deutschen Weihnachtsliedgut zu stehen. Vielleicht ist es ihnen sogar etwas unheimlich, wenn sie daran denken, dass deutsche Weihnachtslieder im Radio auch eine typisch deutsche weihnachtliche Stimmung erzeugen. Dabei wäre das doch eigentlich eine günstige Gelegenheit für sie, mit christlichen deutschen Weihnachtsliedern ihre sonst so gerne verbreitete Anti-Islam-Hetze zu verstärken. Aber ihre Scham vor nationalen Gefühlen ist wohl doch größer, als der mögliche Nutzen daraus.

Während angloamerikanische Christmas-Songs von uns eher beiläufig aufgenommen werden, haben deutsche Weihnachtslieder eine ganz andere Wirkung auf uns. Wir werden besinnlich und nachdenklich. Vielleicht ist das auch so ein Knackpunkt, der von etablierten Radiosendern lieber umschifft wird, denn immerhin besteht eine starke Abhängigkeit zwischen Medien, Politik und Konzerninteressen, die sich auch in gemeinsamen machtelitären Netzwerken darstellt. Und da drängt sich durchaus die Frage auf:  Kann diese globalistische, konsumprogrammierte Gesellschaft überhaupt noch ein besinnliches, nachdenkliches Volk vertragen? Wollen die da oben überhaupt, dass wir zu Ruhe kommen und am Ende des Jahres über all das nachdenken, was hier so passiert?

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