Montag, 18. Dezember 2017

„Hand in Hand für Norddeutschland“? – Almosensammlung des NDR ist der falsche Weg



Seitdem die herrschenden Machteliten hinter Schröder und Merkel die Vernichtung unseres früheren Sozialstaates beschlossen haben, nimmt die Verarmung und Verelendung in unserem Volk sichtlich zu. So genannte Unterschichten haben sich in den vergangenen zehn bis fünfzehn Jahren gebildet, die es früher gar nicht gab. Die Mittelschicht hingegen wird – wie in den USA – immer mehr aufgerieben, die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer stärker auseinander.  

Die Ursachen dafür sind bekannt. Sozialabbau, Globalisierung, Geburtenreduzierung (bei uns Deutschen, nicht bei Ausländern). Die (gut bezahlte) Arbeit geht, die Armen (aus aller Welt) kommen. Unsere Sozialsysteme werden systematisch geplündert, gleichzeitig sinken die Löhne und damit die Sozialabgaben, was immer größere Löcher in die Kassen reißt. Die Verantwortlichen dafür sind benannt: Die „oberen Zehntausend“, also elitäre Kreise, die auf Kosten der Allgemeinheit weiter Kohle scheffeln und in Saus und Braus leben. Banker, Aufsichtsräte, Börsenhaie, Staatsbeamte, Finanzverbrecher und last but not least Politiker, die sich selbst immer fettere Gehälter zahlen und in Berlin und Brüssel gleich doppelt abkassieren.

Milliarden Steuergelder werden munter für Fremde und fremde Interessen verpulvert, aber für unsere allgemeinen Bedürfnisse von Gesundheit bis Rente und von Kultur bis Infrastruktur ist einfach kein Geld mehr da! Wer arbeitslos wird oder von seiner Arbeit nicht mehr leben kann, wird binnen kürzester Frist zum Almosenempfänger von ARGEs Gnaden. Sozialleistungen und Subventionen in allen Bereichen werden systematisch gekürzt und über kurz oder lang ganz gestrichen. Wohl dem, der sich private Vorsorge leisten kann. Wer`s nicht kann, geht bald am Stock und kann sich im Grunde gleich erschießen.

Aber Stopp! Zum Glück gibt es ja Suppenküchen, Kleiderkammern und Spendengalas. Wer hätte vor gar nicht allzu langer Zeit gedacht, dass es nur ein paar Augenblicke braucht, bis es in unserem einstigen Hochlohnland ohne Suppenküchen gar nicht mehr geht? Anfangs dachten viele noch: Was soll das? Wir sind doch nicht im Krieg! Aber die Schlangen vor den privat organisierten Essensausgaben werden länger und länger. Und vielleicht sind wir ja doch im längst im Krieg, zum Beispiel mit einem System, dass uns den Wohlstand Stück für Stück rauben will, den wir uns nach 1945 trotz allem wieder erarbeiten konnten.

Aber Stopp! Zum Glück brauchen wir den Sozialstaat ja gar nicht mehr, denn es gibt ja so viele gut betuchte Menschen in unserem Lande, Besserverdienende, Promis, Privatiers, die sich gerne mit Wohltätigkeit schmücken und milde Gaben verteilen. Sei es das gute Gewissen oder auch das schlechte, sei es notorische Gutmenschlichkeit oder eine gewisse Robin-Hood-Mentalität, irgendetwas veranlasst viele Spender dazu, ihre Geldbeutel für Spendenaktionen großzügig zu öffnen.

Hand in Hand im Almosenland?


Darauf setzt auch die aktuell laufende Kampagne „Hand in Hand für Norddeutschland“ des Norddeutschen „Rotfunks“ NDR. Der von unseren Zwangsgebühren finanzierte öffentlich-rechtliche Medienkonzern veranstaltet diese Spendengala jedes Jahr kurz vor Weihnachten und appelliert damit ganz geschickt in der Adventszeit an die Herzen der Bürger. Promis sitzen an den Spendentelefonen, Propaganda über alle Kanäle mobilisiert sogar Kinder, ihr Taschengeld zu opfern.

Bei der diesjährigen Almosensammlung sind bis jetzt immerhin schon mehr als 1,5 Mio. Euro zusammengekommen. „Kinder und Familien in Not“ stehen im Mittelpunkt der Benefizaktion, die der linkslastige NDR in diesem Jahr zusammen mit der nicht weniger linkslastigen evangelischen Diakonie organisiert. Das erbettelte Geld geht also nicht direkt an bedürftige Kinder und Familien, sondern erst einmal an die Kirche. Und die entscheidet dann, wer in den Genuss ihrer Großzügigkeit kommen darf. Das hat schon etwas Tendenziöses und erinnert eher an die Willkür im Mittelalter, als an eine moderne Solidargemeinschaft.

Fakt ist: Nicht jeder, der wirklich Hilfe bräuchte, möchte etwas mit Kirche und Diakonie am Hut haben. Darüber hinaus hat die Diakonie gerade in Hamburg sehr fragwürdige Ansichten darüber, wer aus ihrer Sicht hilfsbedürftig ist. „Hand in Hand im Flüchtlingsland“ könnte man die ideologische Haltung der Diakonie zusammenfassen, denn in den letzten Jahren hat sich die evangelische Einrichtung auffallend stark für „Flüchtlinge“ und „Migranten“ und deren „Integration“ eingesetzt.

Welche Kinder und Familien in Not wohl von der Diakonie bedacht werden?


Für den NDR ist die Almosensammlung vor allem eine erfolgreiche Methode der Selbstbeweihräucherung, um sein „soziales, gesellschaftliches Engagement“ öffentlich herauszustellen. Das gelingt dem öffentlich-rechtlichen Sender ansonsten eher nicht, gilt doch gerade der NDR als absolut systemtreues Propagandamedium. Das zeigte sich in der Vergangenheit insbesondere bei der systematischen Hatz auf politisch Andersdenkende und bei permanenten Jubelnachrichten über „Flüchtlinge“ und Ausländerintegration.

Beispiel gefällig? Vor zwei Jahren veranstaltete der NRD seine Benefizaktion „Hand in Hand…“ nicht etwa für „Kinder und Familien in Not“, was ja auch schon sehr schwammig formuliert ist, sondern ganz konkret für „Flüchtlinge“, deren Situation der Sender mit Geldspenden zu „verbessern“ gedachte. NDR-Intendant Lutz Marmor stieß dabei voll ins Horn der regierungstypischen Flüchtlingspropaganda.  

Hand in Hand im Asylantenland?


Genau da liegt der Hase im Pfeffer: Wenn es um die Aufnahme von fremden Horden wie Hunderttausenden „Flüchtlingen“ geht, heißt es immer, dass Deutschland ja ein sooo reiches Land sei und wir uns die Aufnahme dieser Ausländermassen ganz locker leisten könnten. „Wir schaffen das“, wird dann getönt, dafür seien genügend Steuergelder da. – Warum aber muß dann die Not von Kindern und Familien mit freiwilligen Almosensammlungen gelindert werden? Wo ist da der soziale Wohlfahrtsstaat, der den Schwächsten unserer Gesellschaft eine verlässliche Hilfe zur Selbsthilfe bietet?

Je mehr solcher Spendengalas stattfinden, desto mehr geht es mit dem Sozialstaat den Bach hinunter. Mit plumper Almosenbettelei, getarnt als pompöse Spendenkampagnen, wird von etablierten Medienmachern „Hand in Hand“ mit Politik und elitären Kreisen die Abschaffung des Sozialstaats kaschiert. Die Hilfsbereitschaft ist uns Deutschen gewissermaßen in die Wiege gelegt, das „soziale Gen“ ist bei uns bekanntlich sehr ausgeprägt und wir lassen uns sehr lange ausnutzen, ohne zu merken, dass wir einem schwerwiegenden Irrtum aufsitzen. Früher waren solche Spendengalas noch so etwas wie das Sahnehäubchen obendrauf – heute jedoch geht es ohne solche Almosen gar nicht mehr.

Deutschland ist zu einer Suppenküchen- und Almosenrepublik geworden. Immer mehr Deutsche kämen aus ihrer materiellen Notlage nicht mehr heraus, wenn es nicht eine so große Hilfs- und Spendenbereitschaft gäbe. Das hört sich gut an – aber es ist der falsche Weg. In einer echten Solidargemeinschaft darf niemand auf Almosen angewiesen sein, sondern es muss eine geregelte Hilfestellung durch die Allgemeinheit geben, die aber soweit als möglich auf Gegenleistung basieren muss. Wer von der Gemeinschaft unterstützt werden will (und in diese Lage kann jeder von uns mal kommen), muss der Gemeinschaft auch wieder etwas zurückgeben, wenn die Notlage überwunden ist.

Dazu bedarf es aber eines staatlich organisierten Sozialsystems nach dem bewährten Solidarprinzip und nicht nach freiwilligen Almosen, die nach Gutsherrenart verteilt werden. Je mehr wir aber das Almosenprinzip unterstützen und anerkennen, desto mehr gewöhnen wir alle uns daran, dass sich der Staat mehr und mehr aus der Verantwortung ziehen darf, weil es ja scheinbar auch ohne geht. Aber ist es nicht seltsam, dass es ausgerechnet bei der Finanzierung von Sendern wie dem NDR auf einmal nicht mehr ohne gesetzlich festgelegte Zwangsgebühren geht? Warum finanzieren sich NDR-Intendant Marmor und Seinesgleichen nicht über Almosen, statt der Allgemeinheit sinnlos auf der Tasche zu liegen?

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