Donnerstag, 28. September 2017

Ergänzung: Folterlüge vor dem Aus – Nordkorea hat den US-Studenten Warmbier nicht gefoltert



Im Juni berichteten wir über die seltsamen Hintergründe um das Propagandadelikt des US-Studenten Otto Warmbier, das er in einem Hotel in Pjöngjang begangen haben soll und für das er von einem Nordkoreanischen Gericht verurteilt wurde. Vieles spricht dafür, dass der Wirtschaftsstudent einer US-Eliteuniversität über verschiedene Wege von geheimdienstlicher Seite dazu angestiftet wurde, den strafbewährten Diebstahl eines nordkoreanischen Staatssymbols zu begehen. Die CIA-nahe mächtige Studentenverbindung „Z Society“ spielt dabei ebenso eine Rolle wie die dubiose Sekte aus Warmbiers Heimatregion.

FAZ vom 27.09.2017


Offenbar war Otto Warmbier, vermutlich ohne es zu wissen, in einen staatlichen Provokationsversuch gegen Nordkorea verwickelt. Das legen auch seine verbitterten Worte während des Tribunals in Nordkorea nahe:


"Meine Belohnung für mein Verbrechen war so viel kleiner, als die Belohnungen, die die Z Society und die Friendship United Methodist Church von der US-Administration bekommen"


Die von den westlichen Medien permanent verhetzte und verunglimpfte Regierung Nordkoreas entließ Warmbier vorzeitig aus der Haft, weil sich der Gesundheitszustand des Studenten zusehends verschlechterte und die Mediziner dort nichts mehr für ihn tun konnten. Erst nach seiner Heimkehr in die USA verstarb Warmbier, da auch dort die Ärzte offenbar nichts mehr tun konnten. Oder nichts mehr tun durften – wenn wir davon ausgehen, dass der Mohr seine Schuldigkeit in einem geheimen Provokationsspiel getan haben sollte…

Denn nur der bislang unaufgeklärte Tod des Studenten war der erwünschte Höhepunkt und Clou der Aktion – erst dadurch konnte Nordkorea als verantwortlich hingestellt und als „unmenschliches Regime“ angegriffen werden. Insbesondere die Eltern von Otto Warmbier suchten auffallend stark die Öffentlichkeit mit ihrer Theorie, dass Nordkorea ihren Sohn quasi zu Tode gefoltert habe. Damit gaben sie absichtlich eine Steilvorlage für die etablierte westliche Medienmafia und natürlich auch für die US-Regierung. Ein politisches Geschenk, welches sich kein US-Präsident entgehen lassen kann, egal ob Trump, Obama oder Bush.

Die Foltervorwürfe passten perfekt in die ohnehin seit längerem geplante Provokationsstrategie gegen Nordkorea. Westliche Journalisten und Politiker griffen sie gierig auf und betrieben eine mediale Hinrichtung ohne jegliche Beweise. Erst vor wenigen Tagen bekräftigten Warmbiers Eltern erneut die Foltertheorie im US-Fernsehen. In der Sendung „Fox and Friends“ äußerten sie laut Medienberichten (z.B. FAZ vom 28.09.2017) „die Zähne ihres Sohnes seien bei seiner Rückkehr aus Nordkorea „neu angeordnet“ gewesen, seine Hände und Füße entstellt. „Sie haben Otto entführt, sie haben ihn gefoltert, sie haben ihn absichtlich verletzt“. US-Präsident griff das Interview auf und propagierte auf Twitter, „dass der Student jenseits jeder Vorstellungskraft gefoltert worden sei“.


    Great interview on @foxandfriends with the parents of Otto Warmbier: 1994 - 2017. Otto was tortured beyond belief by North Korea.
    — Donald J. Trump (@realDonaldTrump) September 26, 2017


Doch nun steht die Folterlüge vor dem Aus: Die Gerichtsmedizinerin aus dem Bundesstaat Ohio, Lakshmi Sammarco, erteilte den Foltervorwürfen in einer Pressekonferenz am Mittwoch eine ziemlich klare Absage:


"Wir konnten keine eindeutigen Spuren dafür finden, dass sein durch Sauerstoffmangel hervorgerufener Gehirnschaden durch Folter ausgelöst wurde".


Mehr noch: Warmbiers Körper und sein Gesicht seien für jemanden, der über ein Jahr bettlägerig verbracht hat, in einem exzellenten Zustand gewesen, so Sammarco weiter (Quelle: 1und1, 28.09.2017).

Damit sind jegliche Foltervorwürfe im Grunde erledigt, denn äußerliche Gewaltanwendung ist nicht zu übersehen und in diesem Fall eben nicht zu sehen. Ob es andere, nicht äußerlich feststellbare Merkmale von absichtlichen Schädigungen gegeben hat, ließe sich nur durch eine Autopsie feststellen. Auch ob die Behauptung aus Nordkorea stimmt, dass sich Warmbier eine Lebensmittelvergiftung zuzog, kann nur mit einer Autopsie geklärt werden.

Eine Autopsie lehnen aber ausgerechnet die Eltern von Otto Warmbier ab, wie u.a. die FAZ (Quelle: ebenda) berichtete. Und das ist in der Tat ein höchst interessanter und verdächtiger Aspekt, denn dieses Verhalten der Eltern legt nahe, dass

1) sie nicht alles unternehmen wollen, um die Todesumstände ihres Sohnes aufzuklären

2) sie offenbar Grund zu der Annahme haben, dass eine Autopsie ihre Foltertheorie endgültig widerlegt

3) nicht herauskommen darf, dass Nordkorea bezüglich der Lebensmittelvergiftung die Wahrheit gesagt hat

4) nicht herauskommen darf, dass die Todesursache vielleicht eine ganz andere ist, die überhaupt nichts mit den Nordkoreanern zu tun hat.

Vielleicht würde der Fall sonst eine ganz andere Wendung erhalten, z.B. wenn herauskäme, dass nach Otto Warmbiers Heimkehr in die USA nicht alles medizinisch Mögliche unternommen wurde, um ihn wieder gesund zu machen. War sein Tod am Ende für das US-Regime lukrativer?


 „Wir werden es nie wissen, es sei denn, dass diejenigen, die dabei waren, es uns sagen.“


so die Gerichtsmedizinerin Sammarco über den rätselhaften Tod des Studenten. Sollte Warmbier in eine staatlich-geheimdienstliche Provokation verwickelt gewesen sein, dann werden es diejenigen, die dabei waren, sicherlich niemals sagen. 

Im Gegensatz dazu sind die Eltern geradezu verdächtig gesprächig. Da könnte man fast vermuten, dass es kein Zufall ist, dass Angehörige, Medien und Regierung gemeinsam eine propagandistische Linie fahren und immer wieder Öl ins Feuer gießen, obwohl schon vor Monaten keine Anhaltspunkte für Folter gefunden werden konnten.

1 Kommentar:

  1. Jeder der noch seine 7sachen im Oberstübchen zusammenhat weiß wie es um den "Wertewesten" bestellt ist.Man sieht und hört es tagtäglich.

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