Mittwoch, 17. Januar 2018

„Unwort des Jahres“: Alternative Fakten unerwünscht – wie uns die Mächtigen mit Sprachkontrolle beherrschen wollen



„Fakten, Fakten, Fakten“… wohl kaum ein Werbespruch wurde so schnell von der Medienrealität überholt wie die bekannte Botschaft des FOCUS-Gründers Helmuth Markwort. Denn deutsche „Qualitätsmedien“ verbreiten seit jeher nur solche Fakten, die das Volk ruhig wissen darf. Was wir lieber nicht wissen sollen, wurde schon immer zu verschweigen oder zu vertuschen versucht. Etablierte Journalisten, politische Eliten und Geheimdienste kungeln dabei nachweislich eng zusammen. Sie bestimmen nach ihren Interessen, was uns als „Fakten“ eingetrichtert werden soll und was nicht.

Was nicht erwünscht ist, wird zum Unwort erklärt. Orwell läßt grüßen!


Früher war diese Massenmanipulation sehr einfach, denn die Allgemeinheit konnte sich nicht so leicht wie heute mit wenigen Klicks über Hintergründe informieren, Behauptungen nachprüfen oder untereinander austauschen. Heute sind wir dank Internet sehr schnell und vielfältig in der Lage, verschwiegene, vergessene oder vertuschte Fakten zu ergründen und publik zu machen. Das sind die alternativen Fakten, also jene Fakten, die alternativ zu dem, was Medien und Politiker uns vorkauen, ebenfalls bestehen und oft von viel größerer Bedeutung sind als der Propagandabrei, den sie uns täglich vorsetzen.

Sprach-Jury kontra Fakten

Darum sollte es uns sehr mißtrauisch machen, wenn die inzwischen berüchtigte selbsternannte Darmstädter „Sprach-Jury“ bestehend aus etablierten Professoren, Journalisten und Politikern den Begriff „Alternative Fakten“ zu einem Unwort erklärt. Zum „Unwort des Jahres“ 2017, um genau zu sein. Seit 1991 fühlt sich diese „Jury“ unter wechselnder, aber immer aus etablierten Zirkeln stammender Besetzung dazu berufen, die Allgemeinheit zu bevormunden, indem sie den meist einfachen, aber ehrlichen Sprachgebrauch aus dem Volke zu diskreditieren versucht.

Vom „Unwort“ zum Unmensch?

Laut Definition des aktuellen Duden wird als „Unwort“ ein Begriff bezeichnet, der ein „schlecht, falsch gebildetes, unschönes Wort“ oder ein „schlimmes, unangebrachtes Wort“ sei. Im Klartext: Ein Wort, das ein anständiger Bürger auf keinen Fall benutzen darf. Einen Begriff öffentlich zum „Unwort“ zu erklären ist nichts anderes als eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Nicht etwa auf rechtlicher, sondern, was noch viel schlimmer ist, auf moralischer Ebene. Wer ein solches „Unwort“ dann weiterhin öffentlich benutzt, wird fortan automatisch als moralisch verwerflich gebrandmarkt. Oder sogar als „Unmensch“, wenn wir der Logik der BILD-Zeitung folgen, die in ihrem gestrigen Artikel davon schrieb, dass die Jury „unmenschliche“ Begriffe zum „Unwort des Jahres“ küren würde.

Eine Trump-Beraterin als Vorwand

Was aber stimmt denn nun nicht mit den alternativen Fakten? Warum soll dieser Begriff verteufelt werden? Offiziell wird uns Trump-Beraterin Kellyanne Conway als Schuldige vorgeführt. Sie soll eine offenkundige Falschbehauptung als „Alternative Fakten“ bezeichnet haben, um ihre Lüge zu vertuschen. Dabei ging es allerdings nur um eine völlig unwichtige Lappalie, nämlich darum, ob bei der Amtseinführung von Donald Trump mehr Zuschauer anwesend waren, als jemals zuvor bei einer Amtseinführung eines US-Präsidenten. Ob das eine Lüge war, ließe sich auf jeden Fall leicht aufklären. Zu leicht, um an Zufall zu glauben. Es stellt sich also die Frage, warum Conway ausgerechnet den Begriff „Alternative Fakten“ benutzte, um etwas zu vertuschen, was sowieso umgehend auffliegen würde.

CFR-Frau Conway plante den Angriff auf alternative Medien


Dazu sollten wir uns Frau Conways Vita genauer ansehen. Trumps Beraterin ist nämlich keinesfalls das dumme Plappermäulchen, als das sie uns durch diesen Auftritt vorgeführt werden soll. Conway hat eine langjährige erfolgreiche Karriere in der US-amerikanischen Medienelite hingelegt. Sie wird vom berüchtigten "Council on foreign relations" (CFR) als "Expertin" geführt und gehört als Funktionärin der einflussreichen Denkfabrik "Young Americas Foundation" (YAF) an, der u.a. schon Ronald Reagan, Dick Cheney, Donald Rumsfeld und Miton Friedman zugetan waren. Im Klartext: Die Frau weiß genau was sie tut, was sie sagt und ist fest mit den Eliten im Bunde.

Conways geplanter Angriff auf alternative Blogs

Von daher liegt die Vermutung sehr nahe, dass Frau Conway den Begriff „Alternative Fakten“ in diesem Fall ganz bewusst benutzte, um alle ihre Landsleute lächerlich und unglaubwürdig zu machen, die schon seit Jahren mit diesem Begriff arbeiten und wirklich alternative Fakten publizieren, die von den US-Machteliten verschwiegen und vertuscht werden. Auch in den USA geraten etablierte Medien und Politiker zunehmend unter Druck, weil der freie Informationsfluss im Internet es ihnen immer schwerer macht, die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen. Mit ihrem scheinbar unsinnigen Auftritt hatte Conway in Wahrheit einen raffinierten Angriff gegen die zahlreichen kritischen, alternativen Medienblogs in den USA gestartet und gleichzeitig den Begriff „Alternative Fakten“ mit Lüge gleichgesetzt.

Es ist entlarvend, dass unsere deutschen US-Vasallen sofort auf diesen Zug aufgesprungen sind und am Ende sogar ein „Unwort“ daraus gekürt haben. Fakt ist, dass Conways „Alternative Fakten“ eine gekonnte Steilvorlage war, um noch viel mehr in diesen Begriff zu packen, als es ihr eigener Auftritt hergab. Dem gestrigen Tagesschau-Bericht entnehmen wir: „"Alternative Fakten" sei auch in Deutschland zum Sinnbild für besorgniserregende Tendenzen im öffentlichen Sprachgebrauch geworden, so die Jury.“ Aus dem Einzelfall ist also inzwischen ein „Sinnbild“ geworden, das ganz beliebig verwendet werden kann, um unerwünschte Tatsachen aller Art als Falschmeldungen abzutun, zu diskreditieren und zu unterdrücken.

Was das Merkel-Regime und seine Vasallen als „besorgniserregende Tendenzen im öffentlichen Sprachgebrauch“ ansehen, das dürfte nicht schwer zu erraten sein. Jegliche fundamentale Kritik an der gesellschaftspolitischen Entwicklung Deutschlands von einem souveränen Staat hin zu einem Spekulations- und Ausbeutungsobjekt der globalen Mafia ist nicht erwünscht. Totale Alternativlosigkeit bei allem was auf uns einprasselt, ist oberstes Gebot. Politische Alternativen zu Massenüberfremdung, Sozialstaatsabbau oder EU-Diktatur sind absolut tabu.

Verräterische Sprachkontrolle

Die meisten Leute dürften vom Unwort des Jahres bestenfalls am Rande Notiz nehmen, obwohl sich an dieser jährlichen Wortwahl erstaunlich gut ablesen lässt, was den Herrschenden in den letzten Jahren an uns missfiel. Im vergangenen Jahr zum Beispiel war es Merkel & Co. offenbar ein Dorn im Auge, dass sie ganz offen und auf breiter Front als „Volksverräter“ bezeichnet wurden. Prompt wurde der Begriff als Unwort gebrandmarkt. Weil sich korrupte, machtnahe Alpha-Journalisten ertappt fühlten, sorgten sie dafür, dass das Volk sie nicht länger (moralisch) ungestraft eine „Lügenpresse“ nennen durfte. Auch dieses Wort landete auf dem Hexen-Index.

Allerdings begnügt sich die eigenmächtige „Sprach-Jury“ schon nicht mehr damit, lediglich einen Begriff zu inkriminieren, sondern spricht gleichsam auch „Rügen“ gegen weitere Begriffe aus, die angeblich der „sprachkritischen Aktion“ entsprachen. Auf gut deutsch: Den politischen Zielen der Eliten zuwiderlaufen. So rügte die Jury vorwiegend Begriffe „aus der Diskussion über die Begrenzung der Flüchtlingszahlen“, wie etwa „Atmender Deckel“ und „Bio-Deutsche“. Auch der Begriff „Shuttle Service“, der die fragwürdigen Flüchtlingsrettungen im Mittelmeer durch so genannte Nichtregierungsorganisationen auf die Schippe nimmt, ist demnach Pfui und Bäh.

Besonders peinlich: Die Jury rügte auch den Begriff „Sprachpolizei“ und gab damit unfreiwillig zu, wie sehr sie sich offenbar ertappt fühlt bei ihren Versuchen, unsere Sprache in Polizeimanier mit Unworts-Wahlen zu kontrollieren.

Macht und Ideologie hinter der „Sprach-Jury“

Aber, aber, bei der Sprachpolizei, pardon, „Sprach-Jury“ geht doch alles rein wissenschaftlich zu. Oder nicht? Schließlich gehören mehrere Sprachwissenschaftler dazu und nur ganz am Rande ein, zwei etablierte Polit-Journalisten. Es soll ja auch nur auf einen „undifferenzierten, verschleiernden oder diffamierenden öffentlichen Sprachgebrauch aufmerksam gemacht werden“ (Quelle: BILD). Auffällig ist aber schon, dass Auswahl und Argumentation sehr häufig im Sinne der politischen Linie der Mächtigen getroffen werden. So etwas nennt man im normalen Sprachgebrauch Propaganda. Mit Wissenschaft hat das nicht viel zu tun, auch wenn Leute mit Doktoren- und Professorentiteln in unserem Lande per se als besonders seriös gelten. Tatsächlich sind Leute mit langjährigen Universitätskarrieren vor allem eines: fest eingebettet in das herrschende System – und damit eindeutig befangen.

Interessanter als die „ständigen“, wechselnden Mitglieder der Sprach-Jury sind die „kooptierten Mitglieder“, die durch die Bank aus höchsten gesellschaftspolitischen Kreisen stammen, wie etwa eine Frau Leutheusser-Schnarrenberger, ein Dr. Heiner Geißler, eine Sonja Mikich oder ein Hans Leyendecker, um nur die prominentesten Vertreter der letzten Jahre zu nennen. Viele dieser beisitzenden „Sprachkontrolleure“ gehören auch transatlantischen Netzwerken wie der Atlantikbrücke, den Bilderbergern o.ä. an. Hier offenbart sich, welcher Einfluss und welche Interessenlagen hinter der sich harmlos gebenden „Sprach-Jury“ stecken. Geballte Ideologie von verblendeten, umerzogenen Vasallen der globalen Agenda. Berufslügner aus Politik und Medien, die uns schon immer ein X für ein U vorgemacht haben, um uns ruhig zu halten.

Aber das mit Ruhighalten funktioniert nicht mehr. Und das mit dem Dummhalten auch nicht. Jeden Tag können wir an zahlreichen Beispielen feststellen, dass wir über wirklich wichtige Fakten im Unklaren gelassen werden oder schlimmer noch: Dass wirkliche Fakten, die doch zu uns durchdringen, als Lügen unglaubwürdig gemacht werden. Wir müssen uns also noch stärker selber informieren und mit unseren eigenen Worten deutlich machen, wo uns der Schuh drückt. Ob es den Mächtigen und ihrer Sprach-Stasi nun passt oder nicht.

Das Unwort des Jahres kann für uns nur lauten: „Unwort des Jahres“.

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