Samstag, 18. November 2017

Jamaika Bananenrepublik ohne Regierung oder: Warum waren Sie eigentlich wählen?



Rund 8.445 Kilometer liegt die Hauptstadt Jamaikas von Berlin entfernt und doch könnte man meinen, die Bananeninsel in der Karibik sei uns so nah wie nie zuvor. Nicht nur als beschämender Namensgeber für das Theaterstück der „Sondierungsverhandlungen“ macht- und karrieregeiler Politiker, sondern viel mehr noch als Sinnbild der politischen Zustände in unserem einstigen Wirtschaftswunderland. Für Jamaika wäre die Bezeichnung „Bananenrepublik“ keine Schande, für Deutschland schon. Wähnten wir doch Bananenrepubliken früher irgendwo in der „Dritten Welt“, im afrikanischen Busch oder sonstigen schwach entwickelten Regionen der Erde. Die Realität hat uns dabei längst überholt.

das Machtelitenblatt BILD gibt den Tagesbefehl heraus...


Seit zwei Monaten inszenieren Systemparteien, Systempolitiker und Systemmedien gemeinsam ein tägliches öffentliches Schauspiel um die angeblich so schwierige Regierungsbildung zwischen jenen drei Parteien, die sich warum auch immer dazu berufen fühlen, eine neue Regierung bilden zu müssen. Jamaika nennen sie den Blödsinn. Dem Volk wird dabei vorgegaukelt, dass diese drei Parteien – CDU, FDP und Grüne – so grundverschieden und gegensätzlich wie nur irgend möglich seien und eine Einigung nur unter größten Anstrengungen machbar. Eine glatte Lüge: Insbesondere CDU und FDP verbindet eine lange, gemeinsame Tradition. Und auch die Grünen sind lange schon etabliert. Ihre Spitzenfunktionäre sitzen hinter den Kulissen zusammen mit den Spitzenfunktionären der anderen Parteien am großen Tisch der globalen Machteliten, der transatlantischen Geostrategen und US-Vasallen.

Dem Wähler wird also nach der Bundestagswahl mit der Schmierenkomödie der Regierungsbildung ein zweites Mal Sand in die Augen gestreut. Am Ende sollen wir alle noch dankbar sein, dass sich aus unseren undankbaren Wahlergebnissen überhaupt noch eine halbwegs vernünftige Regierung bilden ließ. Manche Massenmedien versuchten uns in den letzten Wochen schon ein schlechtes Gewissen einzureden, indem sie unverhohlen mit Neuwahlen drohten. Nach dem Motto: Wählt gefälligst besser, dann klappt`s auch mit der Regierung.

Nun aber hat`s der dumme Wähler scheinbar verbockt und die armen Politiker müssen schauen, dass sie das Beste (für sich) daraus machen. Es gibt ja so wahnsinnig viele Themen, bei denen man sich so gar nicht einigen könne. Seltsam, denn eigentlich waren sich alle Politiker aller Bundestagsparteien bisher immer einig, wenn es darum ging a) den Steuerzahler auszuplündern, b) immer mehr Ausländer reinzuholen, c) den Sozialstaat zu zerstören, d) uns durch die EU zu bevormunden. Von Klimadiktatur bis Flüchtlingslüge sind sich die Mächtigen um Merkel, Özdemir & Co. doch völlig einig – alles andere ist nichts als Schauspiel!

Trotzdem müsste sich jeder denkende Wähler langsam fragen: Warum war ich überhaupt wählen? Denn Tatsache ist doch: Egal, was gewählt wird, die Mächtigen machen garantiert etwas anderes daraus, als es vom Wähler gewollt war. Andernfalls müsste ja zum Beispiel die „AfD“ an der Regierungsbildung beteiligt sein, denn vom Stimmenanteil her liegt sie klar vor den grünen und gelben Heuchlern. Aber weder die „AfD“ selbst noch sonst jemand stellte diese Forderung auf. Von Anfang nahm die CDU willkürlich zwei kleine Parteien ihrer Wahl mit ins „Sondierungsboot“. Kritische Nachfragen gab es nicht. Die Massenmedien propagierten sofort die kommende „Jamaika“-Koalition, was nur den Schluss zulässt, dass das schon von vornherein abgestimmt gewesen sein muss, falls das Wahlergebnis es hergibt.

Von der Urlaubsinsel zum Unwort des Jahres: Jamaika (liegt mitten in Deutschland)


Wer „Jamaika“ googelt, landet beinahe nur noch versehentlich bei jener karibischen Insel, die einst ein Inbegriff für ein schönes Urlaubsziel gewesen war. Heute verbinden wir mit diesem Begriff nur noch das jämmerliche Show-Tauziehen abgehalfterter Politmaden in einer abgehalfterten Bananenrepublik. Eine Inszenierung, die uns gerne erspart hätte bleiben dürfen, die aber aus Sicht der Politik dringend notwendig ist, um das Volk weiter verarschen zu können. Immerhin bedeutet eine Koalition aus drei Parteien jede Menge Kompromisse. Das wird doch jeder Bürger einsehen, dass er dann nicht mehr das erwarten darf, was er sich von seiner Partei erhofft hatte. Genau das soll er auch einsehen, darum dieses Schauspiel. Faule Kompromisse wären es, wenn es denn ernst zu nehmen wäre. Aber da der ganze Jamaika-Zinnober nur ein Fake ist, spielt es für die wirkliche Politik keine Rolle.

Eines wird daraus allerdings sehr deutlich: Nicht nur die „Sondierungsverhandlungen“ sind ein Fake, sondern auch die Regierung, die daraus entsteht. Wenn zwei Monate nach einer Wahl immer noch keine handlungsfähige Regierung gebildet werden konnte, dann ist es offenbar völlig egal, ob wir überhaupt eine Regierung haben oder nicht. Mit dem Jamaika-Gedöns offenbaren die Mächtigen vielmehr unfreiwillig ihre eigene Überflüssigkeit. Tatsächlich wird unser Land schon längst nicht mehr von Berlin aus regiert, sondern von Brüssel und Washington. Darum können sich die vermeintlich gewählten Vasallen auch gemütlich viel Zeit beim „Regierungsbilden“ lassen, weil sie selber am besten wissen, dass sie nur pro Forma irgendwelche Ämter bekleiden, während die wirklich wichtigen Entscheidungen für unser Land auch ohne ihr Zutun getroffen werden.

Für Morgen 18 Uhr wird über die Massenmedien mal wieder eine „Deadline“ verkündet. Demnach also soll morgen der letzte Vorhang in diesem Theaterstück gefallen sein. „Deadline“ ist in diesem Fall ein ungewollt treffender Begriff, heißt es doch auf gut deutsch so viel wie Todeslinie. Wo könnte das besser passen, als in Deutschland, wo die Politik alle Zeichen auf den Untergang des eigenen Staatsvolkes gesetzt hat?