Freitag, 24. November 2017

Enten auf dem Essener Weihnachtsmarkt: Geheimdienstliches IS Anschlagsmärchen enttarnt



Erinnern Sie sich noch an den angeblichen „Terroranschlag“ auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz vor knapp einem Jahr? Die etablierten Massenmedien schlachteten die Sache ganz groß aus, um Angst und Schrecken in der Bevölkerung gegen „Islamisten“ zu schüren. Aber schon damals gab es so viele Ungereimtheiten rund um den vermeintlichen Haupttäter Anis Amri, dass eigentlich klar war, dass hier der tiefe Staat seine Finger im Spiel haben musste. Amri selbst war V-Mann des Verfassungsschutzes und er war nicht der einzige. Unlängst wurde bekannt, dass es in seinem Umfeld einen weiteren V-Mann, einen vom LKA NRW, gegeben haben soll, der Amri zu dem Berliner Anschlag aufgefordert haben soll (Quelle: Berliner Zeitung vom 20.10.2017). Möglichweise war also das LKA Mitinitiator der blutigen Fahrt in die Menschenmenge auf dem Breitscheidplatz. Auf jeden Fall zeigt das Beispiel wieder einmal deutlich: Kein „Terroranschlag“ ohne Geheimdienste und tiefen Staat. 

Kein Terror und keine Anschläge ohne den tiefen Staat...


Essen: Medien schüren vorweihnachtliche Terrorpanik

In den nächsten Tagen beginnen nun wieder allerorten die Weihnachtsmärkte und damit der Bürger sich auch ganz sicher an den Schrecken des letzten Jahres in Berlin erinnert, muss schon vorab ein wenig „Terrorpanik“ geschürt werden. Das geschah mit auffallend perfektem Timing im Laufe dieser Woche: Durch fast alle großen Medien geisterte die Schlagzeile, dass angeblich ein IS-Terroranschlag auf den Essener Weihnachtsmarkt geplant sei und von den Behörden gerade eben noch verhindert werden konnte. Aber gab es denn wirklich etwas zu verhindern?

Der feuchte Traum von Journaille und Überwachungsstaat...


Keine Beweise für eine „Verhinderung“

Schließlich ist es eine seit Jahren bewährte Methode, angeblich erfolgreich „verhinderte Anschläge“ in den Medien zu bejubeln, um den vermeintlich so toll funktionierenden Sicherheitsapparat zu rechtfertigen. Das Problem dabei: Für solche angeblich „verhinderten Anschläge“ gibt es in der Regel keinerlei handfeste Beweise, keine Gerichtsverfahren, gar nichts. Der Bürger muss den Behörden schon glauben, dass da wirklich eine ernste Gefahr bestand, die vom immer restriktiver werdenden Polizei- und Überwachungsstaat heldenhaft bekämpft worden sei. Da keinerlei Ermittlungsunterlagen öffentlich gemacht werden und etablierte Journalisten sich gerade bei so wichtigen Fragen in seltsamer Zurückhaltung üben, tendiert die Beweislage meist gegen Null.

Terrorpanik stärkt den Überwachungsstaat

Der angeblich geplante Anschlag auf den Essener Weihnachtsmarkt sorgte in den letzten Tagen für große Schlagzeilen, die sicher viele Bürger verängstigen, zumindest aber ein ganz unangebrachtes Verständnis für überdimensionale Polizeiaktionen wecken. Wenn unsere Weihnachtsmärkte, Einkaufszentren, Stadion etc. bald nur noch mit bewaffneten Spezialkommandos betretbar sind, dann bleibt das nicht ohne Folgen für die Seele des Volkes. Ein allgemeines Gefühl von Unsicherheit macht sich breit, das Verlangen nach einem „starken“ Staat wächst und dafür nehmen dann viele auch in Kauf, dass ihre Freiheiten immer stärker eingeschränkt werden.

500 gegen 6: Das Ritual der Polizeirazzien

Zum Ritual des IS Terrorgedöns gehören medienwirksame, aber sinnlose Polizeirazzien. Auch der angeblich „verhinderte“ Anschlag auf den Essener Weihnachtsmarkt sollte durch eine massive Razzia in mehreren Städten Glaubwürdigkeit verliehen bekommen. In den Morgenstunden des 21.11.2017 rückte eine ganze Armee von sage und schreibe 500 Polizisten aus, um gerade mal 6 Verdächtige heimzusuchen. Da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen und so etwas geschieht meist nur dann, wenn man sonst nichts Greifbares vorzuweisen hat. Ergebnis des Aufmarsches sind dann Schlagzeilen wie in der „Augsburger Allgemeinen“ vom 21.11.2017: „Polizei vereitelt islamistischen Anschlag auf Weihnachtsmarkt“. Bei den Razzien greift der Staat offenbar gerne auf schon bekannte Wohnungen von Syrern zurück, denn die „Hessenschau“ berichtete, dass „eine der dort durchsuchten Wohnungen bereits vor einem Jahr Ziel eines Anti-Terroreinsatzes“ war. Es wäre nicht überraschend, wenn es von Geheimdiensten angelegte „V-Mann-Wohnungen“ gäbe, die genau für solche Zwecke existieren.

Satz mit X: War wohl nix!


Keine Hinweise auf geplanten Anschlag

Doch wurde denn irgendwas gefunden, was die Anschlagspläne eindeutig bestätigt? Offenbar nicht, denn schon am Abend nach den Razzien ließ die DPA verlauten, dass es nach Angaben der Stadt Essen keine konkreten Hinweise für ein Anschlagsszenario gibt (Quelle: Generalanzeiger, 21.11.2017). Und warum nicht? Nun, auf einmal, nachdem die Schreckensmeldung erfolgreich unters Volk gebracht wurde, hieß es aus „Sicherheitskreisen“ plötzlich, die Anschlagspläne waren „noch nicht sehr weit fortgeschritten“. Die Verdächtigen seien „bei Ausspähaktionen beobachtet worden“.

Wie muss man sich solche „Ausspähaktionen“ denn vorstellen? Die Freie Presse vom 21.11.2017 schreibt dazu: „Der Kölner Stadt-Anzeiger (Mittwochausgabe) berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, einer der Festgenommenen, ein 20 Jahre alter Asylbewerber, habe vor einiger Zeit mit anderen Personen vor einem Essener Einkaufszentrum Bilder gemacht. Die Männer hätten sich als Architekturstudenten ausgegeben, seien damals aber bereits observiert worden.“

Geheimdienste von Anfang an dabei

Aha, die Männer sind also bereits beim Observieren selbst observiert worden. Das ist sehr aufschlussreich, denn hier wird klar: Der Staat war von Anfang dabei, als der „verhinderte“ Anschlag inszeniert wurde. Wo der Bezug zwischen Einkaufszentrum und Weihnachtsmarkt sein soll, bleibt dabei offen. Ob die Männer nicht wirklich Studenten sind, bleibt auch unklar. Dafür fanden die Ermittler laut „Hessenschau“ allerdings hochgradig verdächtige Stadtpläne, auf denen der Standort des Essener Weihnachtsmarktes angeblich „eingezeichnet“ gewesen sein soll. Stadtpläne mit ominösen Markierungen sind als scheinbare „Beweismittel“ ebenso beliebt wie „zufällig“ liegengelassene Personalausweise vermeintlicher Verdächtiger. In Wahrheit beweisen sie gar nichts, denn der „Standort“ des Essener Weihnachtsmarktes erstreckt sich über große Teile der Innenstadt und es kann tausend Gründe geben, warum jemand in die Essener Innenstadt möchte.

Angebliche Attentäter auf freiem Fuß

Neben den offenbar fingierten bzw. schwach inszenierten „Beweisen“ für eine angebliche Anschlagsplanung gibt es ein weiteres Indiz dafür, dass hier etwas faul ist: Obwohl den sechs Verdächtigen eine der schwersten Straftaten überhaupt vorgeworfen wird, hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main keinen einzigen Haftbefehl erlassen, wie der NDR online vermeldete. Damit war Inszenierung endgültig gestorben und die Generalstaatsanwaltschaft sah sich denn auch zu einer Klarstellung veranlasst. Ihr Sprecher Christian Hartwig stellte laut WAZ-Bericht „mit Blick auf diverse Medienberichte klar“, dass sich „Hinweise auf ein konkretes Anschlagsziel … nach einer ersten Durchsicht der Materialien bis zum Nachmittag allerdings nicht ergeben“ haben.

„Ich möchte das Ganze als Ente bezeichnen“

Noch deutlicher brachte es der Essener Polizeisprecher Ulrich Faßbender auf den Punkt: „Ich möchte das Ganze als Ente bezeichnen“, sagte er nach Rücksprache mit dem Staatsschutz seiner Behörde. Das ist die einfache, klare Sprache des Ruhrpotts. Das anfangs fein gesponnene Anschlagsmärchen ist eine Ente, also eine Medienlüge. Ärgerlich daran ist nur, dass diese klaren Worte des Herrn Faßbender natürlich nicht in den großen Schlagzeilen der Massenmedien landen und somit der normale Bürger im Nachherein kaum davon erfährt, dass er wieder einmal verarscht und unnötig in Panik versetzt wurde. So wird vielen Menschen im Lande auch weiterhin nicht dämmern, das das alles kein Zufall und auch kein großer Polizeierfolg war, sondern Methode hat und sich ständig wiederholt.

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