Donnerstag, 7. September 2017

Aktenzeichen XY vom 06.09.2017: Ausländergewalt in Dortmund-Mengede vertuscht


Brutale, blutige Szenen gestern bei „Aktenzeichen XY“ im ZDF: Zehn Jugendliche gehen mit Messern, abgebrochenen Flaschenhälsen und Golfschläger auf zwei andere Jugendliche los, ein 17jähriges Mädchen wirft sich todesmutig dazwischen, die Opfer überleben. Ein Thriller mit Happyend, wie sie es im Fernsehen lieben. Ein Fall für den XY-Preis. Aber so ganz bei der Wahrheit bleiben die Aktenzeichen-Macher nicht, denn erwünscht ist nur die weibliche Heldin, die Herkunft der Täter hingegen soll lieber im Dunkel bleiben.

 

Ein Bahnhof im Nirgendwo?

Während die nominierte Kandidatin ausführlich vorgestellt wird, bleibt der Ort des Geschehens ebenso unerwähnt wie der Name des Bahnhofs, an dem es später zum Tötungsversuch kommen wird. Das ist ungewöhnlich, da es keinen Grund gibt, dies zu verschweigen und es für eine selbsternannte Ermittlungssendung essentiell sein sollte, alle grundlegenden Dinge wie Ort, Datum etc. zu nennen. Es sei denn, es sollte eine nachträgliche Recherche des tatsächlichen Falles durch Verschweigen erschwert werden?

Täter sind Marokkaner

Dieser Eindruck drängt sich im Nachhinein leider auf, denn der Ort des Geschehens, der Bahnhof Dortmund-Mengede, ist nicht das einzige Detail, das dem Zuschauer vorenthalten bzw. im Filmbeitrag falsch dargestellt wird. Dass die beiden Opfer Deutsch-Russen sind, erfährt der Zuschauer ebenso wenig wie die marokkanische Herkunft einiger Täter. Dabei wäre das durchaus relevant, weil es ein ganz anderes Licht auf den Fall geworfen hätte: Aus einer „Schlägerei unter Jugendlichen“ wäre ein Fall von blutigem Ausländerterror geworden. Sofern „Deutsch-Russen“ eine Bezeichnung für Russen (mit deutschem Schäferhund) sein sollte, wie wir das von den Medien kennen, wäre es sogar eine Schlägerei rein unter Fremden.

Verzerrte Realität bei Rudi Cernes Show

Aber das passt Politik und Medien schon seit Jahren nicht mehr ins Konzept, was sich mittlerweile auch beim ZDF-Flaggschiff „Aktenzeichen XY“ bemerkbar macht. So haben in den letzten Jahren die Fälle, wo Ausländer bzw. „Migranten“ Opfer von Gewalt sind, auffallend stark zugenommen. Und zwar sehr viel stärker, als in der Realität. In der Realität sind Ausländer, vor allem afrikanische, orientalische und osteuropäische Männer, überproportional oft Täter. Zuschauer von „Aktenzeichen“ könnten jedoch aufgrund der verzerrten Darstellung in Rudi Cernes Kriminalshow allmählich zu der irrigen Ansicht gelangen, dass „Migranten“ fast genauso häufig Verbrechensopfer werden, wie Deutsche. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Fälle mit ausländischen Tätern bei „Aktenzeichen XY“ deutlich ab, weil diesen nicht mehr so viel Sendezeit gewidmet wird. Auch in der Sendung vom 06.09.2017 stand gleich im ersten Fall wieder eine Ausländerin als Opfer im Mittelpunkt. 

Bei "Aktenzeichen" keine Marokkaner zu erkennen...


Diese Verzerrung des realen Verbrechengeschehens spiegelt sich auch im Beitrag zum XY-Preis wider. Die Herkunft von Opfern und Tätern wird komplett verschwiegen und stattdessen politisch korrekt von „Jugendgewalt“ gesprochen, so als seien deutsche Jugendliche generell auch solche aggressiven Messerstecher wie Kanaken. Im Filmbeitrag werden die Angreifer denn auch optisch nicht wie Marokkaner dargestellt, sondern teilweise sehr markant als blonde, hellhäutige Jungs in den Mittelpunkt gerückt, einer sogar mit einer skinheadmäßigen Glatze. Das ist eine klare Irreführung, denn der 17jährige Haupttäter und sein 19jähriger Bruder sind den wenigen Presseberichten zufolge Marokkaner aus Castrop-Rauxel.

Tatablauf spricht für Kanakengang

Und der Tatablauf spricht stark dafür, dass weitere Kanaken zu der Angreifergruppe gehört haben müssen, weil das Verhalten typisch für Kanaken ist: Sie fühlten sich provoziert, mobilisierten am nächsten Bahnhof ihre Gang zusammen und fuhren zurück nach Mengede, um sich zu rächen. Eine blutige Rachegeschichte, wie sie bei Kanaken sehr oft vorkommt. Jeder weiß das, nur „Aktenzeichen“ gibt sich ahnungslos. Dabei berichteten lokale Medien wie die WAZ vom 26.02.2017 bereits am Tag danach ausführlich über die Herkunft von Tätern und Opfern. Ausführlicher, als Polizei und Staatsanwaltschaft: Die Behörden verschwiegen die Herkunft der Täter nämlich genau so, wie es „Aktenzeichen“ tat.

Keine Heldin in den Medienberichten

Insgesamt war die Zahl der Medienberichte im Februar sehr überschaubar. Ausgerechnet Blätter wie die BILD-Zeitung brachten überhaupt keine großen Schlagzeilen. Eines fiel bei der Berichterstattung in den Tagen nach der Tat jedoch auf: Von einer weiblichen 17jährigen Heldin, die die zehnköpfige Gang alleine in die Flucht geschlagen haben soll, war nirgends die Rede. Das ist zumindest ein wenig erstaunlich, denn gerade für solche Heldengeschichten haben Journalisten sonst eine gute Nase und hätten sich die mutige Tat der Saskia Jürgens doch sicher nicht entgehen lassen. Stattdessen taucht die Heldin erst jetzt in den Medien auf, am Tag der Ausstrahlung von „Aktenzeichen XY“, also am 06.09.2017 oder danach. Aber wer prüft schon so genau das Datum, wenn er jetzt erst nach Berichten sucht?

späte Heldin: Im Februar berichtete noch niemand über sie


Wer hat Angst vorm kleinen Mädchen?

Das 17jährige Mädchen soll also mitten ins Kampfgeschehen hineingerannt und die zehnköpfige Gang in die Flucht geschlagen haben. So jedenfalls sieht es im Film aus. Angesichts der hemmungslosen Brutalität dieser Kanaken, die vor Mord und Totschlag nicht zurückschrecken und schwer bewaffnet sind, erscheint diese Darstellung leicht überzogen. Gerade auch vor dem Hintergrund, dass Frauen in solchen Kulturkreisen überhaupt nichts gelten, erscheint es sogar ein wenig fragwürdig. Dass das Mädchen irgendwie geholfen haben mag, soll nicht in Abrede gestellt werden, aber dass eine Kanakengang vor einem kleinen Mädchen wegläuft, ist bar jeder Wirklichkeit. Viel wahrscheinlicher ist es, dass die Gang sowieso schon wieder abziehen wollte, bevor die Bullen kommen. Auf WDR am 27.02.2017 heißt es: "Als Zeugen dazu kamen, sind die Täter dann geflohen.“ Von speziell EINER Zeugin ist keine Rede. 

XY... ungelöst: Warum flieht die Kanakengang vor einer 17jährigen?


Fünf Täter schon in der Nacht gefasst

Eine weitere Ungereimtheit: Laut „Aktenzeichen“-Beitrag sollen sich drei Personen aus der Tätergruppe freiwillig der Polizei gestellt haben und dadurch erst die Identität der weiteren Mittäter preisgegeben haben, die laut Beitrag vorher noch „im Dunkeln“ blieben.  Im Beitrag ist es taghell, als die drei im Polizeirevier erscheinen, also wohl frühestens der nächste, vielleicht auch der übernächste Tag. Das wird nicht genau verraten. Dafür verriet der WDR bereits am 27.02.2017 (Quelle: ebenda), dass die Polizei nicht erst auf die drei "Freiwilligen" warten musste, sondern schon in der Nacht nach der Tat fünf Männer vorläufig festnehmen konnte. Beim WDR heißt es: „In der Nacht wurde der gesamte Bahnhofsvorplatz und Busbahnhof in Dortmund-Mengede zeitweise  als Tatort abgesperrt. Dann wurde er und auch die Umgebung von einer Hundertschaft der  Polizei nach verdächtigen Gegenständen abgesucht. Auch ein Polizeihund wurde eingesetzt. Anschließend konnte die Polizei fünf Männer vorläufig festgenehmen.“

Fünf Täter waren schneller verhaftet, als "Aktenzeichen" glaubt


Alles in allem bleibt ein fader Beigeschmack nach dem Genuss des „Aktenzeichen“-Beitrags. Schon während des Films fragte man sich, warum so nebulös aus dem Off zu uns gesprochen wurde. Das wurde klar, sobald man begann, nach Medienberichten über den Fall zu suchen. In der Realität ein Fall von blutigem Ausländerterror, bei dem die Herkunft eine maßgebliche Rolle spielt – bei „Aktenzeichen“ als Jugendgewalt banalisiert, bei der nichts mehr auf den wahren Kern hindeuten sollte. Damit schützen die selbsternannten Verbrechensaufklärer im ZDF eindeutig die Falschen und lassen den Bürger wieder einmal im Unklaren über das tatsächliche Ausmaß der multikriminellen Zustände, die uns die Überfremdungspolitik ALLER etablierten Parteien beschert.

Das zu sagen und auch so darzustellen erfordert offenbar mittlerweile wirklich Zivilcourage und hätte auch einen Preis verdient. Den von „XY“ allerdings besser nicht.




(Falls der Beitrag beim ZDF nicht mehr abrufbar ist, den gibt’s auch bei Youtube: "AktenzeichenXY: Merkwürdig, Angreifer allesamt blonde Buben, keine Spur von marokkanischem Aussehen")

Kommentare:

  1. Verlogener geht es nicht mehr.
    Nur eine Bemerkung: Deutsch-Russen gibt es nicht. Es gibt Deutsche, Russen. Vielleicht meinte die WAZ Russland-Deutschen, also aus Russland nach Deutschland zurückgesiedelte Deutschen, die, vor allen Dingen in der jüngeren Generation eine gesündere Einstellung zum Leben haben, als die BRD-Deutschen. Sprich: Zusammenhalt, Solidarität, Kampfbereitschaft.
    Es ist in der Tat schleierhaft, was dieses Mädchen tatsächlich gemacht hat. Ich habe die entsprechende XY-Sendung gesehen, und habe schon da meine Gedanken gemacht. Da war es mir schon merkwürdig, wieso die Angreifer Verstärkung holen, wo das doch für Araber, Kosovaren, etc. typisch ist. Auch bin ich nicht überzeugt, daß die Opfer wirklich Unschuldslämmer sind. Und auch für mich war es schleierhaft, was das Mädchen tatsächlich gemacht hat. Vielleicht hat sie los laut geschrien, daß die Angreifer, tatsächlich vom Opfer ließen.

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  2. Hallo,

    "indem MigrantInnen oder Menschen mit Migrationshintergrund sich selbst als Kanaken bezeichnen, wird die eigentlich negative, rassistische Bezeichnung positiv gefüllt."

    Quelle:
    https://heimatkunde.boell.de/2005/11/18/sprachvariationen-deutschen-ghettos

    Ich habe aber mit der Ghettosprache nicht so viel am Hut und würde es weitaus seriöser finden, wenn der Begriff in diesem ansonsten sehr gut beschriebenen Artikel nicht so penetrant oft benutzt wird.

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