Donnerstag, 24. August 2017

Barcelona False Flag: 13jährige Fussballer als Terrorzelle? Welche Rolle spielen sie wirklich?

In Spanien Fußball zu spielen, scheint eine gefährliche Angelegenheit zu sein. In den letzten Tagen wurden gleich drei Jugendspieler des katalanischen Fußballvereins E.F.S. Ripoll erschossen, ein weiterer Spieler bei einer rätselhaften Explosion verletzt und noch einer soll sich auf der Flucht vor der Polizei befinden. Dabei handelt es sich um einen ganz gewöhnlichen Verein in dem kleinen spanischen Bergdorf und die drei erschossenen Spieler waren gerade mal erst 13 Jahre alt. Kein Alter zum Sterben. Oder doch?





BILD und die „ISIS-Zelle“



Die Namen der Spieler haben Sie sicher auch schon gehört, denn in den letzten Tagen werden wir von den Medien regelrecht damit bombardiert. Immerhin soll den Jugendkickern ein schwerer „Terroranschlag“ auf Barcelonas Flaniermeile Las Ramblas sowie eine angeblich geplante „Terrorattacke“ im 100 km entfernten Cambrils angelastet werden. In der heutigen Online-Ausgabe der BILD-Zeitung finden wir ein plakatives Fahndungsplakat mit der „ISIS-Zelle von Barcelona“. Ursprünglich soll es vom britischen Daily Mirror erstellt worden sein. Hier werden uns die bösen Schurken scheinbar haarklein und beweiskräftig vorgeführt und gleichsam abgeurteilt. Ja, das machen heute keine Gerichte mehr, sondern die Medien.



Aber Tote abzuurteilen ist auch nicht weiter schwer, denn die widersprechen nicht. Schauen wir uns die offizielle Version der vermeintlich „Verdächtigen“ etwas näher an:



Moussa Oukabir (erschossen, Altersangabe falsch)
Entgegen der offiziellen Version ist er nicht 17, sondern erst 13 Jahre alt. Er ist Fußballer bei EFS Ripoll und wird auf einer internationalen Website als Fußball-Talent gelistet. Dort steht auch das genaue Geburtsdatum des Marokkaners, nämlich der 17.01.2004. Moussa spielte z.B. in der Saison 2014/2015 mit den beiden anderen erschossenen Mitspielern in einem Team, nämlich mit Said Aalla und El Houssaine Abouyaaqoub. 

 


Die falsche Altersangabe ist ein dickes Problem für die offizielle Version der Geschehnisse, denn ein 13jähriger kann kein Auto anmieten. Auch die Behauptung, dass sein Bruder ihn dahingehend belastet haben soll, gerät dadurch in noch stärkere Zweifel. Die gibt es ohnehin schon, weil es in solchen südländischen Clans völlig Tabu wäre, belastende Aussagen bei der Polizei gegen die eigene Familie zu machen.



Younis Abouyaaqoub (erschossen)

Laut Fahndungsplakat noch als „Gesucht“ gemeldet, hat die Polizei ihn inzwischen lieber schon mal erledigt, sprich abgeknallt. Er soll angeblich laut Medienberichten (z.B. SPIEGEL) zu denen gehört haben, die Sprengstoffgürtel-Attrappen getragen haben. Dies war jedoch in Cambrils und würde die Vermutung, dass er Fahrer des Lieferwagens in Barcelona war, eher ausschließen. Belege gibt es für gar nichts. Zu den Vorwürfen äußern kann sich der Verdächtige nicht mehr.



Mohamed Hychami (erschossen)

Ihm wird eine Beteiligung an der Anmietung eines Vans unterstellt. Belege dafür gibt es keine. Ein virtuelles „Vorleben“ scheint er nicht gehabt zu haben, weder in sozialen Medien noch sonst wo im Internet findet sich etwas über Hychami. Sein Bruder Omar kann nicht mehr befragt werden, ob er vielleicht etwas über den Vorwurf gegen Mohamed sagen kann, denn der wurde gleich mit erschossen:



Omar Hychami (erschossen)

Er wird einfach nur genannt, weil er halt der Bruder vom Mohamed ist. Das reicht offenbar als Verdacht, auch wenn es stark nach Sippenhaft aussieht. Auch bei Omar ist das Internet komplett „clean“ vor dem 17. August 2017. Fazit: Wenn beide Brüder tot sind, kann keiner den anderen bei den Bullen verpfeifen. Sehr praktisch.



Said Aalla (erschossen, Altersangabe falsch)

Auch sein Alter ist in der offiziellen Version gefälscht. Er ist nicht mal annähernd 20 Lenze alt, sondern auch erst 13, denn er spielte mit seinen gleichaltrigen Freunden Moussa Oukabir (bis 2015) und El Housseine Abouyaagoub (bis Saison 2016/2017) in der gleichen Mannschaft vom EFS Ripoll. Auf der bereits genannten Talente-Website wird sein Geburtsdatum präzise mit 23.07.2004 angegeben. 

Vergleichen Sie das Foto mit dem Fahndungsplakat
Auch der ist gerade erst 13 Jahre alt...




Vielleicht hätte mal ein großer Fußballer aus ihm werden können, aber aus irgendwelchen seltsamen Gründen wurde dieser 13jährige Tunesier von wem auch immer als Legende für einen „Terroranschlag“ gebraucht und dafür ein paar Jahre älter gemacht. Said Aalla soll dabei laut Medienberichten einen Abschiedsbrief in seinem Elternhaus hinterlassen haben, was für einen 13jährigen schon ungewöhnlich genug wäre. Noch ungewöhnlicher ist es, dass nicht etwa die Eltern den Brief zuerst fanden, sondern erst die Polizei kommen und eine Razzia durchführen musste, um den ominösen Brief zu finden.



Ein vollständiger Abdruck oder eine Ablichtung des Briefes findet sich bislang nirgends. Laut sputniknews vom 21.08.2017 zitiert die spanische Gazette „El Mundo“ wie folgt aus dem handgeschriebenen Brief: "Ich bitte um Verzeihung bei den Leuten, denen ich in diesen Tagen schaden könnte. Vielen Dank für alles, was ihr für mich getan habt“. Diese Aussage ist verdächtig allgemein gehalten im Anbetracht der Tatsache, dass Behörden und Medien uns glauben machen wollen, dass hier eine „Terrorzelle“ seit Monaten etwas Konkretes geplant habe. Und warum sollte der „Täter“ seine Opfer um „Verzeihung“ bitten, wenn er den Anschlag doch mit voller Absicht gegen all diese bösen „Ungläubigen“ begeht?

unglaubwürdiger Abschiedsbrief ohne konkrete Dinge




Offiziell wird Said Aalla angelastet, dass ihm die Kreditkarte gehörte, die im Van in Cambrils gefunden wurde. Ein 13jähriger und eine Kreditkarte? Ein 13jähriger wäre hierzulande nicht mal geschäftsfähig und würde alleine schon mangels Einkommen keine Kreditkarte erhalten können. Wurde sein Alter deshalb nach oben verfälscht, damit die Sache mit der Kreditkarte glaubwürdig ist?



Mohammed Aalla (in Haft)

Über den Bruder von Said Aalla ist nicht viel bekannt, außer dass er Besitzer eines Audi A3 sein soll, mit dem er und seine Kumpels etwas in Cambrils vorgehabt haben sollen. Sehen Sie sich das Foto an: Sieht so der Besitzer eines Audi A3 aus? Und selbst wenn: Niemand weiß, warum die Jungs in Cambrils wirklich herumgefahren sind und was sie wirklich an dem Abend unternehmen wollten. Die Attrappen, die wie Sprengstoffgürtel aussehen sollten, lassen ganz generell den Verdacht aufkommen, dass die Jungs das Ganze für ein „Spiel“ hielten. Wurden sie von wem auch immer ganz bewusst für ein „Spiel“ engagiert, aus dem dann ohne ihr Wissen Ernst wurde?



Youssef Aalla (wird noch gesucht)

Der dritte der Aalla-Brüder, der genau wie Said beim örtlichen Fußballverein EFS Ripoll spielte. In der Saison 2012/2013 spielte er mit dem bereits inhaftierten Mohamed Houli Chemlal in einem Team (siehe Team Card auf futsal.cat). 

Chemlal und Youssef Aalla in einem Team beim EFS Ripol




Ihm wird vorgeworfen, er sei an irgendeinem „Bombenbau“ beteiligt. Es wurden jedoch nirgends Bomben eingesetzt, weder auf der Las Ramblas noch in Cambrils. Dort waren ja sogar die Sprengstoffgürtel bloß Attrappen. Ob in Alcanar überhaupt „Bomben“ gebaut werden sollten und Youssef zum Zeitpunkt einer der beiden Explosionen dort war, ist völlig unbelegt.



El Houssaine Abouyaaqoub (erschossen, Alterangabe falsch)

Auch der Bruder des vermeintlichen Lieferwagenfahrers wurde kurz vor seinem Tod gerade erst 13 Jahre alt und nicht etwa 19, wie offiziell behauptet. Geboren wurde er am 01.06.2004. Er ist der dritte erschossene Fußballer vom EFS Ripoll, der gleichsam auch international als Fußball-Talent gelistet war (Quelle: fussball-talente.com, Abruf vom 22.08.17). Er spielte in der Saison 2014/2015 mit dem ebenfalls erschossenen Moussa Oukabir und in der Saison 2016/2017 mit dem ebenfalls erschossenen Said Aalla im Team.



Vergleichen Sie das Foto mit dem Fahnungsplakat

Geboren 2004: Also auch erst 13 Jahre alt, nicht 19


Konkrete Vorwürfe tauchen bislang nicht gegen ihn auf. Er war halt der Bruder des angeblichen Lieferwagenfahrers, also auch ein Fall von Sippenhaft. Mitgefangen, mitgehangen? Nur wobei, das wäre erst noch zu klären. Fragen Sie mal erfahrene Profiler, ob so ein 13jähriger allen Ernstes als wissentlicher Mittäter bei Anschlägen in Frage kommen kann…



Mohamed Houli Chemlal (inhaftiert)

Noch ein Vertreter dieses in Spanien so gefährlichen Rasensports: Er kickte z.B. in der Saison 2012/2013 in einem Team mit Youssef Aalla (Quelle: Teamcard). Laut Medienberichten soll Chemlal 21 Jahre alt sein. Zweifel sind zumindest angebracht, denn vor 4 Jahren kickte er noch in der Jugend von EFS Ripoll, wo zuletzt ein 13jähriger wie El Houssaine Abouyaaqoub oder Said Aalla spielte.



Offenbar mussten so einige Delinquenten dieser „ISIS-Zelle“ ein gutes Stück älter gemacht werden, als sie sind, damit alles noch glaubwürdig erscheint. Wer würde sonst ernsthaft glauben, dass all das ein Werk von lauter Knirpsen gewesen sein soll? Chemlal soll angeblich in dem explodierten Haus in Alcanar verletzt gefunden worden sein. Wann, warum und wie, das geht aus den Medienberichten nicht so richtig konkret hervor.



Alcanar: Fingierte Bombenstimmung im Feriendomizil?



Was aber war eigentlich in Alcanar passiert und warum soll es im Zusammenhang mit Barcelona stehen? Klar, für die Öffentlichkeit macht es sich gut, wenn da irgendwo von der Polizei eine „Bombenwerkstatt“ ausgehoben wurde. Aber belastbare Belege dafür, dass das explodierte Haus in Alcanar irgendetwas mit Barcelona oder Cambrils zu tun hätte, gibt es bislang keine.



Der GUARDIAN vom 19.08.17 berichtete, das Haus sei das „Ferienhaus“ gewesen, erwähnt aber keine Namen. Dailymail berichtete schon am 17.08.17, dass das Haus laut Nachbarn von „zwei nordafrikanischen Brüdern“ angemietet worden sei. Sie hätten aber regelmäßig viele Gäste gehabt, es sei ein Kommen und Gehen gewesen und aufgefallen war wohl auch, dass die eher jungen Leute dort gerne mit Motorrädern auftauchten. Ob Chemlal dazu gehörte, weiß keiner. Wenn ja, war seine Anwesenheit in einem Ferienhaus alles andere als verdächtig, wenn nein, könnte er von wem auch immer dorthin geschafft worden sein, damit die Polizei ihn findet.



Das Haus und seine Mieter dürften auch dem spanischen Geheimdienst CNI oder anderen Geheimdiensten nicht unbekannt gewesen sein. Wenn es Bestrebungen gab, einen False-Flag-Anschlag zu fingieren, dann waren die Explosionen Mittwochnacht und Donnerstagabend kein Zufall, sondern gehörten zum Masterplan, das Haus als „Bombenwerkstatt“ darzustellen.



Wenige Medien berichten darüber, dass bei der zweiten Explosion eine tote Frau gefunden worden sei. Eine Frau tauchte bislang überhaupt nicht als „Verdächtige“ auf und es wird bislang auch nicht darauf eingegangen, wer die Frau war und ob sie aufgrund der Explosion starb oder schon vorher.



Führt der Sportverein auf die „schiefe Bahn“?



Was läuft da eigentlich wirklich im Hintergrund für eine Operation ab, wenn schon das Alter mehrerer „Verdächtiger“ falsch angegeben und diese dadurch allesamt deutlich älter gemacht werden? Ist es Zufall, dass ausgerechnet diese „Gealterten“ auch alle gleich erschossen wurden? Gibt es einen Zusammenhang hinsichtlich der Tatsache, dass gleich fünf vermeintliche Mitglieder der „ISIS-Zelle“ im selben Fußballverein aktiv waren? Von Politik und Medien wird die regelmäßige Teilnahme in Sportvereinen ja eigentlich als „gelungene Integration“ abgefeiert und gilt durchaus zu Recht als präventives Mittel, um Jugendliche davon abzuhalten, auf die „schiefe Bahn“ zu geraten. Aber ausgerechnet hier soll das genau anders herum sein?



Vielleicht ist der spanische Geheimdienst CNI ja gerade in solchen eher abgelegenen Bergdörfern wie Ripoll besonders aktiv was das Rekrutieren von Agenten angeht. Dass der CNI gezielt in Spanien lebende Nordafrikaner anwirbt, um sie als Agenten in radikale Jihad-Gruppen einzuschleusen, ist bekannt. Weniger bekannt ist, wie viele und wo bevorzugt. Auch die Medien recherchieren in diesem Punkt lieber spärlich, um das PR-Schreckgespenst ISIS nicht zu gefährden.



Dennoch fand sich im britischen Dailymail vom 22.04.2016 ein Bericht über den Marokkaner El Mohamed Harrak, der per E-Mail vom CNI kontaktiert und angeworben wurde. Harrak wurde während seiner Agentenzeit sogar mal von der spanischen Polizei verhaftet, weil er nach den Paris-Anschlägen von 2015 als „Verdächtiger“ galt. Die Polizei hatte es vielleicht gut gemeint, konnte aber nicht ahnen, dass der Mann für den Geheimdienst arbeitete.