Montag, 26. Juni 2017

Plattdeutsch als Teil einer neuen Multikulti-Strategie? Warum Politik und Medien plötzlich ihr Herz fürs Plattdeutsch entdecken



Eine fast ausgestorbene Sprache feiert in norddeutschen Gefilden ihre unerwartete „Auferstehung“: Das Niederdeutsche. Besser bekannt als „Platt“ oder „Plattdütsch“. Print- und Onlinemedien bringen verstärkt Artikel auf Platt, in den Schulen steht Platt wieder auf dem Stundenplan, im Regionalfernsehen des NDR werden aktuelle Nachrichten wieder auf Platt gebracht und in Schleswig-Holstein sollen Platt und Friesisch sogar „Amtssprache“ werden, wie das Hamburger Abendblatt im April 2015 vermeldete.

Plötzlich "platt": Eine durchaus verdächtige "Offensive"...


Viele ältere Mitbürger im Norden wird es sicher freuen. Kinder lernen Sprachen generell sehr schnell und leicht. Aber warum überhaupt diese verdächtige Plattdeutsch-Offensive auf allen Kanälen? Jahrzehntelang haben Kulturvereine vergebens den Verfall des Plattdeutschen zu stoppen versucht – und nun wird uns das auf Befehl von oben sogar regelrecht aufgedrängt. Auch der Süddeutschen Zeitung kommt das in einem Artikel vom 28.02.2016 zu Recht spanisch vor:


„Manchem weltläufigen Bildungsbürger könnte dieses Bekenntnis zur Regionalsprache widersprüchlich vorkommen. War nicht Globalisierung der Trend der Gegenwart? Ist nicht längst eine Wirtschaftswelt erwachsen, die vor allem geschliffenes Business-Englisch, -Französisch, -Spanisch verlangt? Würden moderne Eltern ihr Kind nicht eher in die Mandarin-Vorschule schicken, als es einer Sprache auszusetzen, die fast nur noch im norddeutschen Hinterland eine Rolle spielt?“


Seit dem Beginn des Rock`n‘Roll-Zeitalters in den 1950er Jahren haben gerade die etablierten Medien unsere deutsche Sprache gezielt verhunzt, mit Anglizismen durchsetzt und das heute so weit verbreitete „Denglisch“ nach Kräften gefördert. Im Radio liefen abgesehen von dem kleinen Ausrutscher mit der „Neuen Deutschen Welle“ fast ausschließlich angloamerikanische Lieder und angloamerikanische Modeworte prägten zunehmend die Werbung, das Fernsehen und letztlich unsere eigene Art zu sprechen. Nach jahrzehntelanger Umerziehung wurde uns die „Sprachkultur“ unserer Besatzer endlich erfolgreich eingepflanzt – und nun plötzlich die große Sprachwende zurück zum Niederdeutschen?

Eigentlich ein Grund zum Freuen. Aber irgendwie ist man ja doch misstrauisch, wenn es so plötzlich „von oben“ kommt. Von denen, die die ganze Zeit genau das Gegenteil wollten, nämlich weniger deutsch und weniger eigene Kultur. So staunen wir nicht schlecht, dass ausgerechnet der „Norddeutsche Rotfunk“ (NDR) auf einmal sein Herz für plattdeutsche Sprachkultur entdeckt hat, wo doch gerade dieser Sender ansonsten für seine Deutschfeindlichkeit über den Norden hinaus bekannt ist. Ganze Regionalsendungen werden beim NDR mittlerweile vollständig in Platt gebracht, so als ob das ganz normal für die hier lebende Bevölkerung wäre.

Auch Ämter und Behörden sind wie selbstverständlich auf die „platte“ Kampagne aufgesprungen. Auf Betreiben der Landesschulbehörden wird in Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein an immer mehr Schulen wieder „Platt gesnackt“, dafür wurden sogar „Modellschulen“ eingerichtet, wie shz.de berichtete. „Das wird gut angenommen, wir haben noch viele weitere Schulen, die gern mitmachen würden“, wird Marianne Ehlers vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund in dem Bericht zitiert. Und es soll keineswegs ein Modell an Grundschulen bleiben: „Der Plan ist schon, dass die Schüler ihr Abitur auch auf platt ablegen können“, wird Ehlers weiter zitiert. Angesichts der Behauptung, dass deutsche Schüler in internationalen Studien angeblich immer schlechter abschneiden, das Bildungsniveau immer weiter sinkt und immer mehr Jugendliche hierzulande nicht einmal das Hochdeutsche halbwegs beherrschen, ist das fast schon eine beängstigende Vorstellung.

Ist es denn nicht völlig abwegig, Kinder und Jugendliche zu „verplätten“, statt dafür zu sorgen, dass sie erst mal die deutsche Sprache an sich fehlerfrei sprechen und schreiben können? Wir brauchen uns bloß in „sozialen Netzwerken“ umzusehen, um festzustellen, wie schlecht es wirklich um die deutsche Sprache bestellt ist. Gerade Jugendliche können kaum noch einen deutschen Satz vernünftig schreiben, geschweige denn Bewerbungen. Und nun soll ausgerechnet das Plattdeutsche mit allen Mitteln gefördert werden?

Widersprüchlich: Platt-Propaganda mit Anglizismen wie "cool"


„In den 1960er- und 1970er-Jahren galt Plattdeutsch als die Sprache der Rückständigen. Heute ist es trendig.“, behauptet ein Verbrauchermagazin der Drogeriekette DM. Ob etwas „trendig“ ist, wird ja bekanntlich immer von denen bestimmt, die den entsprechenden Einfluss haben. Die Kulturvereine, die sich lange Zeit vergeblich gegen das Aussterben des Platts gewehrt haben, sind das sicher nicht. Der Wind scheint eher aus einer ganz anderen Richtung zu wehen, die viele bestimmt nicht hinter der neuen Platt-Offensive vermuten würden: Ausgerechnet die Völkerfeinde aus Brüssel haben diesen „Trend“ als EU-Richtlinie vordiktiert.

Aber warum? Schneiden die sich damit nicht ins eigene Fleisch, wenn sie ihre Untertanen wieder zu mehr völkischer Sprachkultur anhalten? Offenbar sehen die EU-Propagandisten sogar einen Vorteil darin für ihre eigenen Überfremdungspläne. Klingt widersprüchlich, ist es aber nicht:


„Seit 2002 wirbt die Europäische Union für die Mehrsprachigkeit und das Sprachenlernen in Europa. Vor diesem Hintergrund erhalten Regional- und Minderheitensprachen, in Niedersachsen sind das Niederdeutsch, Saterfriesisch und Romanes, wie auch Sprachen von Einwanderern neue Funktionen. Zweitsprachen von Kindern, zuvor ein lästiges Bildungshemmnis, können nun als Bildungs- und Integrationschance wahrgenommen werden“





Auf gut deutsch: Das Plattdeutsche wird als „Minderheitensprache“ wieder hinter dem Ofen hervorgekramt, um uns viele andere „Minderheitensprachen“ unauffälliger unterjubeln zu können. Und da geht es dann nicht mehr um Deutsche, die ihre lokale Sprachkultur pflegen, sondern um fremde Horden aus dem Ausland, die sich hier mit ihren Sprachkulturen breit machen sollen. Den Anfang dieser Propaganda machten übrigens schon vor einigen Jahren mehrere TV-Krimis auf ARD + ZDF, die sich mit der sorbischen Minderheit in Brandenburg befassten. Als nächstes steht uns eine PR-Welle für „Romanes“ bevor, die von der EU ganz dreist als niedersächsische Lokalsprache verkauft wird, obwohl es bei „Romanes“ eigentlich um als „Sinti- und Roma“ deklarierte Zigeunersippen aus Osteuropa geht.

Plattdeutsch wird hier offenbar als Teil einer neuen Multikulti-Strategie benutzt, wie auch eine entlarvende Aussage der niedersächsischen Schulbehörde zeigt:


„Sprachen bereichern das Leben – wer mehr Sprachen spricht, hat mehr Zugänge zu Menschen und Kulturen. Die sogenannten kleinen Landessprachen Niederdeutsch und Saterfriesisch stehen in Niedersachsen wie kaum ein Kulturgut für Authentizität, Identität und Diversität.“


Von oben verordnete „Sprachtoleranz“, die dazu dienen soll, die allgemeine Toleranz gegenüber Ausländern mit ihren fremdartigen Sprachen zu fördern. Darum geht es also wirklich. Die Einführung des Plattdeutschen ist nur der Steigbügel für langfristigere Strategien zur Überfremdung und damit einhergehenden Entddeutschung unserer Gesellschaft. Die letzten kleinen „Sprachinseln“ der Deutschen sollen dann ihre „lokalen“ Minderheitensprachen sein – während das uns alle seit lutherischen Zeiten verbindende Hochdeutsch ruhig zerbrechen kann.

Die Plattdeutsch-Offensive soll außerdem den Eindruck erwecken, dass wir Deutschen, auch wenn wir zu Sklaven einer globalistischen Weltregierung gemacht werden, immer noch ein Stückchen „Identität“ bewahren können: Nämlich in den von der EU verordneten „Sprachinseln“ unserer plattdeutschen Minderheitensprachen. Das bestätigt in dem genannten SZ-Artikel auch die Hamburger Uniprofessorin Ingrid Schröder:


"Wir wissen, dass mit Globalisierung immer auch eine Lokalisierung stattfindet", sagt Ingrid Schröder, Leiterin der Abteilung Niederdeutsche Sprache und Literatur an der Universität Hamburg, "natürlich geht es dabei auch um Identität. Man wirft quasi einen Anker." Sie als Professorin findet es deshalb sogar ausgesprochen zeitgemäß, dass die norddeutschen Kultusministerien dem Niederdeutschen wieder mehr Raum geben und damit der Charta für Regional- und Minderheitensprachen folgen, die Deutschland 1998 ratifiziert hat. Dänisch, Nord- und Saterfriesisch, Ober- und Niedersorbisch sowie das Romanes der Sinti und Roma stehen durch die Charta unter staatlichem Schutz. Und eben auch das Niederdeutsche.


Im Klartext: Wir werden sprachlich schon mal auf unsere Rolle als Minderheit im eigenen Land vorbereitet. Wir bekommen eine „platte“ Scheinidentität zugewiesen, die das Übel der Globalisierungsstrategie ein wenig abmildern soll. Gleichzeitig werden wir im eigenen Land auf eine Stufe mit den Minderheitensprachen fremder Horden aus aller Welt gestellt und damit als Staatsvolk endgültig abserviert.

Natürlich spricht nichts dagegen, Plattdeutsch zu „snacken“, wo es üblich ist und aus der eigenen Art kommt. Aber es ist keine „Minderheitensprache“ und darf vor allem das gemeinsame sprachliche Band unseres Volkes nicht verdrängen: Hochdeutsch hat seit lutherischen Zeiten maßgeblich zur Entwicklung der Einheit unserer deutschen Stämme beigetragen. Diese Einheit sollten wir uns nicht wieder nehmen lassen von „platten“ Heuchlern, die unser Volk wieder auseinanderdividieren und in einem sprachlichen Vielvölkerbrei untergehen lassen wollen.

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