Montag, 10. April 2017

St. Petersburg und Stockholm: Ablenkungsterror für US-Militärschlag in Syrien?



In den letzten Tagen überschlugen sich die kriegerischen Ereignisse, die uns von den etablierten Medien entsprechend knallig serviert wurden: Am Montag, dem 03. April kam es nach bisherigen Erkenntnissen zu einer Sprengstoffexplosion zwischen zwei U-Bahnstationen in St. Petersburg, die die U-Bahn in Mitleidenschaft zogen und neun Tote sowie 39 Verletzte forderten. Nur wenige Tage später, am Nachmittag des 07. April, kam es in der Stockholmer Innenstadt zu einem sog. „LKW-Anschlag“, bei dem ein vorher entwendeter LKW in eine Menschenmenge raste und schließlich in einem Kaufhaus endete. 

US-Kriegspropaganda in der BILD-Zeitung vom Wochenende

Dazwischen, sozusagen eingebettet zwischen St. Petersburg und Stockholm, geschah sich allerdings noch etwas ganz anderes: Ein US-Militärschlag gegen Syrien. US-Präsident Trump durfte seinen ersten richtigen Krieg nach der Amtsübernahme führen. Unter dem Vorwand eines angeblichen „Giftgasangriffes“ der Assad-Truppen in Chan Scheichun führte das US-Militär einen Luftangriff gegen Syrien in der Nacht zum Freitag durch. Doch bevor sich die Öffentlichkeit überhaupt großartig damit beschäftigen konnte, sorgte ein LKW in Stockholm bereits für die willkommene Ablenkung vom Kriegsschauplatz in Nahost.

Terror und Krieg wohin wir schauen. Bei so viel Alarm in so wenigen Tagen vergeht einem im wahrsten Sinne des Wortes Hören und Sehen. Und das soll es auch – denn so bleiben uns nur noch die groben Schlagzeilen in Erinnerung und natürlich die politische Botschaft, die von den US-gelenkten Massenmedien hierzulande anläßlich solcher Ereignisse gezielt transportiert werden. In solchen Situationen verstärkt sich auf einmal alles das, was die Massenmedien schon seit langem unterschwellig propagieren: Böse Russen, böser Assad, böse Islamisten. Und die Guten sind natürlich wieder einmal unsere Freunde aus dem Westen, vor allem aus den USA.

Westliche Medien – z.B. auch die ARD-Tagesschau von gestern Abend – bezeichnen den US-Angriff auf Syrien als „überraschend“, dabei ist es längst ein offenes Geheimnis, daß die Kriegspläne gegen Syrien, Iran etc. schon in den 1990er Jahren, also auch schon vor dem 11. September 2001, geschmiedet wurden. Der Zeitpunkt zwischen zwei Terroranschlägen in Europa, davon einer ausgerechnet bei den neuen alten „Feinden“ aus Rußland, ist allerdings auffallend günstig. So günstig, daß schon der Frage nachgegangen werden sollte, ob da dem Zufall ein wenig nachgeholfen wurde. Schon bei zurückliegenden „Terror-Anschlägen“ wie z.B. Paris, London oder New York konnten kritische Journalisten mit einer Vielzahl von Fakten belegen, daß so ziemlich alles gegen Islamisten als Drahtzieher spricht und westliche Geheimdienste und Sicherheitsbehörden in die Operationen verwickelt sein mußten.

Plötzlich ist kein schlechtes Wort mehr über den neuen US-Präsidenten Trump in den Medien zu lesen. Buchstäblich mit einem (Militär-) Schlage hört das ganze inszenierte Anti-Trump-Theater der transatlantischen Journaille auf. Die USA sind die Guten. Trump hat getan, wofür er von den Machteliten ins Amt gehievt wurde, auch wenn er seinen Wählern versprochen hatte, keinen Krieg gegen Syrien führen zu wollen. Zumindest keinen offenen, hätte man ergänzen müssen, denn verdeckt operieren die USA zusammen mit Großbritannien schon seit Jahren auf syrischem Boden, um die Assad-Regierung mit einem Rebellen-Staatsstreich zu entmachten.

Die Rebellen  wagen nur deshalb den Aufstand, weil die USA und Großbritannien sie ganz gezielt aufgebaut, in ihren Camps ausgebildet, finanziert und bewaffnet haben. Sie rekrutierten dabei vorwiegend ehemalige Al Kaida Kämpfer, arbeiten also mit jenen Kräften zusammen, die sie im „Krieg gegen den Terror“ eigentlich zu bekämpfen vorgeben. Nichts davon stimmt. CIA und Al Kaida / Al Nusra ziehen gemeinsam an einem Strang, um Assad zu entmachten, so wie sie zuvor schon Saddam Hussein und Mubarak entmachteten. Die transatlantische Medien-Kamarilla weiß das und verschweigt es insbesondere hier in Deutschland dennoch beharrlich.

Militärschläge der USA beruhen in der Regel auf Vorwänden, die entweder von ihnen selbst inszeniert oder schlicht erfunden wurden. Meist beides zusammen. Den Bombenterror von Freitagfrüh rechtfertigen die USA mit einem angeblichen „Giftgasangriff“ der Assad-Truppen. Die US-hörigen Massenmedien verbreiteten die Lüge von Assads Schuld an diesem „Giftgasangriff“ bereits seit Tagen und es war klar, daß dies der Vorbereitung einer vermeintlichen „Reaktion“ diente. Dabei hätten die Assad-Truppen überhaupt keinen Giftgasangriff verüben können, da sie schon seit langem nicht mehr im Besitz von Chemiewaffen sind. Das hatte nach der Entwaffnung auch die dafür zuständige UN-Organisation bestätigt. 

Das Giftgas kam von den Rebellen, nicht von Assad


Tatsächlich hatte das russische Verteidigungsministerium Anfang April einen Giftgas-Vorfall in Chan Scheichun bestätigt, doch dabei handelte es sich um ein Nervengas, welches aus einer Chemiewaffenfabrik der US-gelenkten Rebellen ausgetreten war, die solches Nervengas zuvor auch schon in Aleppo eingesetzt hatten. Es war also gerade kein „Angriff“ von Assad-Truppen, sondern ging eindeutig auf das Konto der Assad-Gegner.

Daß der vorgebliche „Giftgasangriff“ von Assad-Truppen nicht der Grund für den US-Luftangriff gewesen sein konnte, lag aber ohnehin auf der Hand, denn eine solche Reaktion wäre binnen so weniger Tage überhaupt nicht ausführbar gewesen. Ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums bemerkte ganz richtig: „Zur Vorbereitung eines solchen Schlags ist ein großer Komplex an Maßnahmen zur Ermittlung, Planung, Vorbereitung der Luftwaffeneinsätze und das Versetzen der Raketen in den Zustand der Kampfbereitschaft nötig". Auf gut deutsch: Der Plan, zu einem gewünschten Zeitpunkt ganz offen in den Krieg gegen Assad einzutreten, lag bei den Amis schon eine Weile in der Schublade und bedurfte nur noch eines „Auslösers“, um zur Ausführung zu kommen. Da sich die Niederlage der US-finanzierten Aufständischen seit Monaten abzeichnet, war es nur noch eine Frage von sehr kurzer Zeit, bis es soweit war.

Währenddessen blickt die Welt nach Stockholm, wo kurz nach Beginn des US-Krieges gegen Syrien das neueste „Erfolgsmodell“ geheimer Terrorplaner aufgeführt wurde. LKW-Todesfahrten scheinen langsam in Mode zu kommen, da es eine simple Sache mit wenig Aufwand ist. Das Strickmuster ähnelt jedoch anderen angeblichen „Terroranschlägen“: Die vermeintlichen Täter sind schnell ausgemacht, weil sie dummerweise entweder ihre Ausweispapiere hinterlassen oder wie in Stockholm eine blutige DNA-Spur. Die vermeintlichen Täter sind den Geheimdiensten auch stets schon im Vorfeld bekannt gewesen. Die Ermittlungen enden meist abrupt mit dem Tod der vermeintlichen Täter, zu Gerichtsverfahren kommt es quasi nie.

Auffallend sind die Widersprüche, in die sich Polizei und Geheimdienste verwickeln. Auch in Stockholm schwanken die Behörden mit ihren Vermutungen über den von ihnen festgenommenen „39-jährigen Usbeken“. Zum einen heißt es, daß man „keinerlei Verbindungen zu extremistischen Milieus“ bestätigen könne. Zum anderen sei der Mann jedoch ein angeblicher Sympathisant des ominösen „IS“. Dies beißt sich aber wiederum mit der Aussage des Reichspolizeichefs, dem das Tatmotiv noch völlig unklar sei, weil man „die Absichten“ des Festgenommenen „noch nicht kenne“. Ein weiterer Widerspruch: Obwohl der „Usbeke“ dem schwedischen Geheimdienst offenbar bekannt war, galt er auf einmal als „untergetauchter“ Asylbewerber, dem die Abschiebung drohe. Wer jedoch bei Geheimdiensten auf der Liste steht, der kann nicht einfach „untertauchen“, das ist eine typische Falsche-Fährte-Behauptung.

nichtssagende Fotos ohne Wert...
...die Behörden kennen die Täter trotzdem immer

Letztlich führen die Ermittlungen offenbar immer dorthin, wo sie nach dem Drehbuch der Anschlagsplaner hinführen sollen. Zu offenkundig sind die Spuren, die eher wie bewußt gelegt, als zufällig entstanden wirken. Das dürfte auch für den in St. Petersburg festgenommenen „Kirgisen“ gelten, der seit vier Jahren die russische Staatsangehörigkeit hat und nun ins Visier der Terrorfahnder geriet. Mißtrauisch sollten einen machen, wenn enge Angehörige wie die Eltern aus allen Wolken fallen, weil sie sich einfach nicht vorstellen konnten, daß ihr Sohn eine solche Tat verübt. Schon bei Charlie Hebdo in Paris oder bei den U-Bahn-Anschlägen in London waren solche Widersprüche zwischen dem bis dahin unscheinbaren bürgerlichen Leben und dem plötzlichen militanten Aktionismus der vermeintlichen Täter aufgefallen, die einfach nicht in Einklang zu bringen sind.

In den transatlantischen Massenmedien wird der US-Bombenterror gegen Syrien glorifiziert, wie das Beispiel BILD-Zeitung vom 09.04.2017 deutlich macht. Dort wird eine US-Commanderin mit der Schlagzeile „DAS ist die Frau, die auf Assads Giftgas-Flieger feuerte“ zur Heldin erkoren. Die „Giftgas-Flieger“ hat sich die Presse ausgedacht, denn Assads Truppen haben wie gesagt kein Giftgas mehr. Ohnehin fungiert die BILD-Zeitung in besonders rabulistischer Weise als mediales Propagandaorgan des Pentagons, wenn es darum geht, gegen die Assad-Regierung zu hetzen. Das ist kein Wunder, denn BILD ist auch ein extremistischer Verfechter jüdisch-israelischer Interessen und Israel mit seinem Mossad ist die wahre treibende Kraft hinter der seit langem geplanten Beseitigungskampagne gegen Assad.

CIA-Blatt BILD glorifziert den rechtsbrecherischen US-Angriff

Für Israel gelten grundsätzlich alle arabischen Staaten als Bedrohung seiner Großmachtträume, denn Israel verfolgt seit langem den Plan eines „Groß-Israels“ und will dazu alles arabische Land zwischen Nil und Euphrat in seine Gewalt bringen. Wer sich dem nicht unterwerfen will, wird beseitigt. Das Hauptziel Israels und der USA ist der Iran. Dazu muß jedoch erst dessen Bündnispartner Assad entmachtet und Syrien unter Kontrolle gebracht werden, so wie 2003 der Irak und 2011 Ägypten. Neben zionistischen Großmachtphantasien geht es vor allem um Bodenschätze und deren Abtransport über Pipelines. Assad steht den US-Ölmultis im Wege, denn er plant seine Pipelines zusammen mit dem Iran und Russland, was langfristig schwere Verluste für die US-Konzerne bedeuten würde.

Nach dem kriegerischen Akt in Syrien folgte ein lautes Säbelrasseln Trumps in Richtung Nordkorea, während gleichzeitig ein blutiger Palmsonntag im Mossad-kontrollierten Ägypten angerichtet wurde. In Tanta und Alexandria wurden gestern Anschläge auf koptische Kathedralen verübt, die fast fünfzig Todesopfer forderten. Auch hier das altbekannte Strickmuster: Der ominöse „IS“ bekannte sich prompt zu diesen „Terroranschlägen“. Sie wissen ja: Wo „IS“ draufsteht, da stecken CIA und Mossad drin.

Das dürfte ganz im Sinne des ägyptischen Präsidenten Al-Sisi sein, der laut einem Artikel von Veterans Today aus 2013 selbst als Agent des Mossad gilt. Die sog. „Farbenrevolution“ in Ägypten war nachweislich das Werk von CIA und Mossad, sie inszenierten den „arabischen Frühling“ und setzen Präsident Mubarak 2011 ab, weil er den amerikanisch-israelischen Kriegsplänen gegen den Iran im Wege stand. Der ihm folgende Präsident Mursi, anfangs als Held des inszenierten „Frühlings“ gefeiert, wurde schon kurze Zeit später vom Mossad gestürzt, um den Al-Sisi zu installieren. Al-Sisi verbarg bei seiner Kandidatur dem ägyptischen Volk seine jüdische Herkunft (seine Mutter ist eine marokkanische Jüdin), die ihn automatisch zu einem Bürger Israels macht.

Man kann nicht oft genug darauf hinweisen: Terrorismus ist ein Herrschaftsinstrument. Es ist das Mittel der Herrschenden, nur sie haben alle nötigen Fäden von oben her in der Hand, um Anschläge in solcher Perfektion ausführen zu lassen, ohne dass schon vorher alles auffliegt. Eines ist all den angeblich „islamistischen“ Anschlägen seit dem 11. September 2001 gemein: Sie waren immer so angelegt, daß sie nur das einfache Volk treffen konnten. Wären die Täter wirklich Islamisten, die die Verantwortlichen der westlichen Welt treffen wollten, dann wären all diese Anschläge ganz woanders gewesen und hätten ganz andere Leute treffen müssen.

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