Sonntag, 23. April 2017

BVB-Busattacke: Von wem ist Sergej W. als Strohmann vorgeschoben?



In der etablierten Medienpropaganda ist immer alles ganz einfach: Der versuchte Sprengstoff-Anschlag auf den Mannschaftsbus des BVB konnte nur auf das Konto von ISIS gehen. Islamisten mal wieder. Oder das, was uns die Medien dafür vorgaukeln. Wohlwissend, aber verschweigend, dass der IS (oder ISIS) ein Produkt aus dem Hause CIA und Mossad ist. Es wurde auch schnell ein vermeintlicher Islamist als Tatverdächtiger festgenommen, ohne Belege, ohne irgendwas. Vermutlich nur für die Medien. Doch die Konkurrenz schien groß: Weitere Gruppen rissen sich vorgeblich darum, sich als Täter „bekennen“ zu dürfen. Es tauchten „Bekennerschreiben“ von links und rechts auf. Zumindest sollte es so aussehen. Ein gefundenes Fressen für die Medien: Solange alles unklar ist, darf jeder verdächtigt werden, der als politisch mißliebig gilt. Das ist der Staatsauftrag, den die Journaille stets gerne und unterwürfig erfüllt.

Wem nutzt ein "sinnloser Anschlag"?


Doch dann platzte ein „Bekenntnis“ nach dem anderen als Fälschung und plötzlich stand ein Russe unter Verdacht: Ein gewisser Sergej W. aus Freudenberg im Schwarzwald. Mit seinen Eltern nach Deutschland eingewandert und als ganz gewöhnlicher Elektriker beschäftigt. Sofort lösten die Medien den Fall ganz kurz und schmerzlos: Der Russe war es, die Habgier sei sein Motiv, er hätte den Einbruch der BVB-Aktie provozieren und mit Börsenspekulation daraus Gewinn erzielen wollen. Ein „Einzeltäter“ sei er, ohne jede Hintermänner, und gestanden hätte er auch bereits, so war es am Freitag u.a. im LOCUS zu lesen.

Stimmt nur eben nicht. Der Tatverdächtige hatte bis gestern zumindest noch überhaupt gar nichts „gestanden“, sondern sich komplett in Schweigen gehüllt, wie das BKA via Twitter die falschen Medienberichte korrigierte. Auch sein angebliches Motiv und die Tatausführung werfen Fragen auf, die so gar nicht in das einfache Schema der offiziellen Medienberichterstattung passen wollen. War der Tatverdächtige wirklich so naiv, zu glauben, dass ein Sprengstoff-Anschlag auf den Bus eines so beliebten Fußballvereins wirklich dessen Aktie zu Fall bringen könnte? Das erscheint wenig plausibel, denn auch ein noch so einfach gestrickter Mensch kann sich denken, dass ein Fußballverein – auch wenn er börsennotiert ist – nicht mit einem normalen Unternehmen zu vergleichen ist.

Anders als beispielsweise eine Airline, deren Aktien nach mehreren Abstürzen ganz sicher mangels Vertrauen in die Flugsicherheit fallen würden, wäre es bei einem beliebten großen Fußballverein genau anders herum. Der Aktienwert eines Vereins wie Borussia Dortmund, Bayern München o.ä. ermisst sich vor allem an der Sympathie und Unterstützung seiner Anhänger. Gerade durch einen solchen Anschlag aber wäre die Sympathie und Solidarität mit dem Verein noch viel stärker als zuvor, was den Aktienkurs nicht fallen, sondern eher noch steigen ließe. Das ist ein ganz einfacher Zusammenhang, den jeder normale Mensch leicht verstehen kann, auch ein russischer Elektriker. Insofern erscheint es seltsam, dass der Tatverdächtige angeblich dieses Motiv gehabt haben soll, welches ihm selber auch ohne großes Nachdenken von vornherein als sinnlos hätte erscheinen müssen.

Weiterhin hätte dem Täter auch ohne großes Nachdenken klar sein müssen, dass der Spekulationsdeal an der Börse nicht unbemerkt bleiben kann und die Auszahlung des erhofften Geldes stark gefährdet wäre. Ein Finanzexperte dazu in der „Krone“ vom 22.04.2017:


"Doch wie ein Finanz- Experte nun erklärt, hätte Sergej W. das erhoffte Geld wohl nie zu Gesicht bekommen. Stefan Müller, der Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Wertpapieranalyse, behauptet gegenüber der "WAZ": Die Banken hätten Sergej W. die Auszahlung des Gewinns höchstwahrscheinlich verweigert. "Sie hätten innerhalb der zwei Tage, die er hätte warten müssen, bis das Geld auf seinem Konto ist, wahrscheinlich das Geld gesperrt, oder die Ermittlungsbehörden hätten zugegriffen", so Müller im Gespräch mit der Zeitung. Der Anschlag und die Spekulationen am Aktienmarkt seien somit "aus handelstechnischen Hintergründen komplett sinnlos gewesen", so der Finanz- Experte."


Angeblich soll Sergej W. seinen Spekulationsdeal über eine deutsche Bank, nämlich die cominvest getätigt haben. Für kriminelle Machenschaften wäre das nun wirklich ein mehr als schlecht gewählter und höchst transparenter Weg, den ein wirklicher Krimineller so sicher nicht durchführen würde. Warum wurde bislang eigentlich nicht in Erwägung gezogen, dass Sergej W. ganz schlicht und einfach auf eine sportliche Niederlage des BVB im Heimspiel gegen Monaco hoffte und nur deshalb auf einen Fall der BVB-Aktie setzte?

Möglicherweise hat Sergej W. auch nicht alleine auf eine sportliche Niederlage des BVB spekuliert, sondern als Strohmann für irgendwelche osteuropäischen Wettmafia-Kreise fungiert. Dann würde zwar das behauptete Motiv von der „Habgier“ des Russen stimmen, jedoch immer noch nicht zum verübten Sprengstoff-Anschlag passen und außerdem auch die Einzeltäterthese widerlegen.

Auf diese These scheint die Medienberichterstattung aber im Großen und Ganzen festgefahren zu sein. Da bislang nichts anderes bekannt ist, wird einfach behauptet, dass der Tatverdächtige ganz sicher nur ein „Einzeltäter“ sei. Eine gewagte Behauptung angesichts der Tatsache, dass bislang noch überhaupt nichts ausermittelt ist und die Hintergründe nach wie vor völlig im Dunklen liegen. Vielleicht will man es auch lieber gar nicht so genau wissen, denn einen neuerlichen Wettskandal im bundesdeutschen Profifußball können sich die Verantwortlichen in Sport und Politik überhaupt nicht leisten. Dann lieber einen einfachen Sündenbock suchen, die Ermittlungen einstellen und den Mantel des Schweigens über mögliche Hintergründe legen?

Der Tatverdächtige ist aber bei genauerer Betrachtung alles andere als ein einfacher Sündenbock, denn die Ermittler stehen bislang mit leeren Händen da. Sein Motiv ist nur vermutet, es passt nicht zwingend zum Anschlag und der Russe selbst passt auch nicht als alleiniger Täter. Alleine kann er kaum an den Sprengstoff gelangt sein und diesen auch nicht in solcher Form verwendet haben. Er muss mindestens die Hilfe von Profis gehabt haben – und solche Profis sind eher dünn gesät. Abgesehen von der Organisierten Kriminalität finden wir solche Profis vor allem in geheimdienstlichen und staatlichen Sicherheitskreisen. Interessant ist dabei der Hinweis, dass der verwendete Sprengstoff offenbar aus Beständen der Bundeswehr stammen soll. Der Sprengstoff könnte also direkt vom Staat gekommen sein.

Auf Sprengstoff aus Bundeswehr-Beständen hat nicht jeder so einfach Zugriff. Den einfachsten und unkontrollierbarsten Zugriff haben aber vor allem geheimdienstliche und andere staatsdienstliche Kreise. Dass sie davon auch Gebrauch machen, um z.B. vermeintliche „Terroranschläge“ zu inszenieren, zeigte in der Vergangenheit u.a. der Staatsterror beim „Celler Loch“. Auch Sprengstoff-Depots, die im Zusammenhang mit den NATO-Geheimgruppen („Gladio“) aufgefallen waren, zeugen davon, dass staatliche Dienste bei einer geheimen Bewaffnung konstruierter „Terror-Gruppen“ mitwirken.

Unter Berücksichtigung aller bislang bekannten Dinge wirkt der Russe Sergej W. irgendwie als vorgeschoben. Ob mit seinem Wissen – also als Strohmann – oder ohne sein Wissen, einfach weil es sich anbot, ist noch die Frage. Kriminelle Kreise würden einen solchen Anschlag wohl nur bei sehr guter Aussicht auf Erfolg begehen. Diese Aussicht bestand von vornherein nicht, weil das Motiv eines Börseneinbruchs von vorherein erkennbar hirnrissig war und weil die Auszahlung des Spekulationsgewinnes zumindest sehr fraglich war. Für so viele Unsicherheiten riskieren kriminelle Profis keinen Anschlag, den sie dann auch noch handwerklich auffallend erfolglos ausführen.

Einerseits ein geübtes Hantieren mit Sprengstoff – andererseits eine auffallend erfolglose Ausführung. Das erweckt den Eindruck, als sollte es am Ende nur „Angst und Schrecken“ geben, aber keine Katastrophe mit Toten. Wäre es denn für jemanden, der wirklich einen erfolgreichen Anschlag hätte verüben wollen, nicht viel leichter gewesen, den Sprengstoff direkt am Bus zu deponieren? Es gibt doch viele, bekannte Örtlichkeiten, wo unbemerkter Zugriff auf einen Mannschaftsbus besteht. Warum also der sehr viel größere und unsicherere Aufwand mit den Sprengsätzen am Rande der Strecke?

Alles in allem liegt das stärkste und plausibelste Motiv am ehesten im politischen Bereich. Fußballfans lassen sich besonders gut instrumentalisieren, wenn ihr Lieblingsverein Ziel von vermeintlichen Terroranschlägen wird. Wie wir an der Medienberichterstattung sehen, hat der Anschlag die gewünschte propagandistische Wirkung zweifellos erzielt. Nur dass es diesmal kein böser Islamist, sondern ein böser Russe gewesen sein soll. Das passt bestens in die anti-russische Kampagne, die westliche Massenmedien im Auftrag ihrer transatlantischen Machteliten seit Monaten führen. Die kriminalistische Schlüsselfrage „Wem nutzt es?“ kann in dieser Hinsicht ganz eindeutig beantwortet werden.

1 Kommentar:

  1. 9/11 (Nine eleven) lässt grüßen. Die damaligen Käufer der Put-Optionen, die es wirklich gab, sind bis heute nicht ermittelt worden. Warum wohl?

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