Freitag, 23. Dezember 2016

Berlin-Anschlag: (CIA-) Operation gelungen, Patient tot



Wir hatten es gestern schon indiesem Blog prophezeit: Wenn der vermeintliche Berlin-„Attentäter“ Anis Amri, gefunden wird, dann wird er erschossen. Genau das ist dann auch in der Nacht zum Freitag passiert: Amri wurde in Mailand bei einer „Routinekontrolle“ nachts um drei Uhr von einem Polizisten erschossen. Zuvor habe es eine „Schießerei“ zwischen Amri und der Polizei gegebenen. So jedenfalls lautet die Version des italienischen Innenministeriums.

Damit endet die Sache gerade noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest ganz im Sinne der Sicherheitsbehörden: Täter erschossen, Fall gelöst. Laut SPIEGEL-Bericht sollen zwar noch die Fingerabdrücke vom Lkw mit denen des Erschossenen in Mailand abgeglichen werden, aber das dürfte nur eine Formsache sein, um Amris vermutete Täterschaft endgültig zu besiegeln. Zuerst die deponierten zufällig verlorenen Ausweispapiere, dann die fingierten tölpelhaft hinterlassenen Fingerabdrücke – das genügt für ein abschließendes Urteil ohne Prozess. Was immer bisher „ermittelt“ wurde, bleibt geheim und braucht keiner gerichtlichen Überprüfung standhalten, denn Tote bekommen kein Verfahren.

Dabei gibt es berechtigte Zweifel an der filmreifen Version vom bösen Schurken, der auf der Flucht in eine Kontrolle gerät und von der Polizei erschossen wird. Zum Beispiel, zu welchem Zeitpunkt die Fingerabdrücke denn im Lkw gelegt hinterlassen worden sind? Und ob Amri, falls es denn wirklich seine Finger waren, diese Abdrücke freiwillig oder unter Zwang hinterließ? Dass Amri nun erschossen wurde, spricht entweder dafür, dass er tatsächlich der nützliche Idiot des IS-CIA war oder dass die wahren Planer des Attentats verhindern wollten, dass Amri seine Tatbeteiligung glaubhaft bestreiten kann. Denn ob der Tunesier, der seit Jahren in Italien lebt, tatsächlich „auf der Flucht“ war, ist bislang völlig unklar.

Sicherheitsbehörden und besonders eifrige Helfer etablierter Medien lassen nichts unversucht, um die Attentäter-Legende des Anis Amri auch posthum weiter zu untermauern. Der RBB beispielsweise veröffentlichte Aufnahmen, die Amri angeblich ein paar Stunden nach dem Weihnachtsmarkt-Anschlag vor einer Berliner Moschee zeigen sollen. Tatsächlich sind die Aufnahmen von ganz schlechter Qualität und es ist nicht einmal annähernd ein Gesicht klar zu erkennen. Selbst der LKA-Chef winkte angesichts der Bilder ab. (Quelle: Spiegel, 23.12.16). 

Auch der IS-CIA ist erstaunlicherweise gerne dabei behilflich, das Spurenlegen die Spurensuche seiner westlichen Feinde zu erleichtern: Laut Medienberichten (z.B. Spiegel, 23.12.16) soll der „IS“ ein Video veröffentlicht haben, welches Anis Amri in Berlin-Moabit zeigt. Wie der SPIEGEL zutreffend bemerkt, ist die Aufnahme schon einige Wochen alt und daher als Indiz für eine Täterschaft wertlos. Trotzdem wird der Artikel so aufgemacht, dass beim Leser auf den ersten Blick ein falscher Eindruck entstehen kann. Davon abgesehen: Die Person aus dem „IS“-Video kann auch jemand ganz anderes sein, denn eine auffallende Ähnlichkeit mit den ansonsten bekannten Fotos von Amri besteht keineswegs.

Das soll Amri sein...

...und der hier auch?

 
So endet also auch dieser „islamistische Anschlag“ so, wie quasi alle „islamistischen Anschläge“ der letzten Jahre endeten: Der oder die Täter sind tot, es bedarf keines Gerichtsverfahrens, das Urteil wird von den Sicherheitsbehörden eigenmächtig gefällt und von den gefälligen Medien entsprechend propagiert. So war es in Paris, in Brüssel, in Nizza und auch schon in Boston oder in New York  am 11.September. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten, für dieses Jahr haben Sie es überstanden!

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