Montag, 10. Oktober 2016

Sächsische Terror-Hysterie ein Produkt der Geheimdienste?



Politik und Medien lieben es, die Bevölkerung immer wieder mit Terror-Hysterie in Angst und Schrecken zu versetzen. Nur so lassen sich ungehindert die Rechte aller Bürger immer weiter einschränken und die totale Kontrolle der Mächtigen ausbauen. Paris, Brüssel und New York sind weit weg, also muss die vermeintliche „Terrorgefahr“ auch in die deutschen Provinzen gebracht werden. 

Zum Beispiel in einen Plattenbausiedlung in Chemnitz. So geschehen letzten Freitag, wo die Propaganda ihren Lauf nahm: Ein „brandgefährlicher“ Syrer, zunächst illegal eingereist und dann als „Flüchtling“ registriert, soll dort in einer Plattenbauwohnung eine „Bombenwerkstatt“ betrieben und „Anschläge“ geplant haben.


Es folgte das bekannte Großeinsatzprozedere der Polizei mit medienwirksamen Razzien und Festnahmen. Gleichzeitig fing die Medienmaschinerie an, die übliche plumpe Terror-Panik zu schüren und jede Menge Mutmaßungen zu verbreiten. Dem Pressegeschmiere nach zu urteilen stand halb Sachsen am Wochenende vor einer Riesenkatastrophe, Chemnitz wäre sowieso total ausgebombt worden. Das Thema hätte schnell und geräuschlos beendet sein können, aber der Polizei unterlief angeblich eine „Panne“, so dass der Syrer noch bis in die Nacht zum Montag auf freiem Fuß war. Diese „Panne“ erlaubte es den Medien, ihre Hysterie vor einem „frei herumlaufenden Terroristen“ eineinhalb Tage länger auszubreiten.

Doch woher wusste die Polizei überhaupt von dem Syrer und dessen angeblichen Vorbereitungen für einen Anschlag?

Sie ahnen es schon: Natürlich von einem Geheimdienst. Vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), um genau zu sein. Laut n24-Bericht wurde der Syrer schon seit längerem vom BfV beobachtet. Das BfV wusste angeblich auch, dass der Syrer sich im Internet über den Bau von Bomben informiert und entsprechende Materialien beschafft habe. Der Geheimdienst gab dann also den Tipp an die Polizei weiter – allerdings erst am Freitag, obwohl die „Vorbereitungen“ des Syrers schon am Tag zuvor „abgeschlossen“ worden seien. Warum überhaupt erst so spät, wenn der Mann schon seit längerem „beobachtet“ wurde?

Was der Syrer tatsächlich in der ominösen Wohnung „vorbereitete“, und wie weit das alles gediehen war, kann eigentlich nur jemand wissen, der regelmäßig in der Wohnung war bzw. vertraulichen Kontakt zu ihm hatte. Entweder ist alles frei erfunden oder Geheimdienste stecken mal wieder ganz tief drin im Terrorsumpf, der ohnehin ein Spezialgebiet von Geheimdiensten ist. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Aussage des innenpolitischen Sprechers der CSU, Stephan Mayer, der im ZDF-Morgenmagazin zusätzlich einen ausländischen Geheimdienst als „Tippgeber“ bezüglich der Gefährlichkeit des Syrers ins Spiel bringt. Offenbar waren also mehrere Geheimdienste an dem Syrer dran und kommen sicher nicht bloß als „Tippgeber“ in Betracht, sondern auch als Konstrukteure.

Ist es also wirklich ein seltener Glücksfall, dass die „Landsleute“, bei denen der flüchtige Syrer „Unterschlupf“ gefunden haben soll, so ehrliche und rechtschaffende Menschen sind, die den Gesuchten festnehmen und der Polizei verraten? Der Normalfall ist solches Verhalten sicher nicht, denn gewöhnlich helfen sich Landsleute in der Fremde gegenseitig, statt sie zu verpfeifen. Merkwürdig klingt denn auch die Aussage der „ehrlichen Finder“, die in der WELT wie folgt zitiert werden: „Wir machen ganz bewusst keine weiteren Angaben zu den näheren Umständen der Festnahme, da wir keine Gefährdung für die Hinweisgeber provozieren wollen.“  Sind die in der Presse zitierten „Landsleute“ also gar nicht selbst die Hinweisgeber, sondern andere, die verdeckt bleiben sollen? War die Festnahme vielleicht unter Mithilfe von Geheimdiensten gelaufen?

Es drängt sich der Verdacht auf, dass der Festgenommene vielleicht nur ein Bauernopfer in dieser nebulösen Geheimdienst-Operation war, denn bis jetzt gibt es nicht einmal den leisesten Anflug irgendwelcher Anschlagspläne. Es gibt eigentlich gar nichts außer einer von einem anderen Ausländer angemieteten Plattenbauwohnung, in der angeblich irgendetwas „vorbereitet“ worden sein soll. Was genau, weiß niemand. Wer es wirklich ist, weiß auch niemand. Aber eines wussten alle von Anfang an: Es muss ein „Terrorist“ sein. Und er muss von „IS-Terroristen“ ausgebildet worden sein. BILD behauptet das allen Ernstes, weil die Art des aufgefundenen Sprengstoffes – Acetonperoxid – angeblich darauf hinweise. Was für ein Unfug, denn Acetonperoxid ist seit über hundert Jahren allgemein bekannt und vor allem für Attentatsversuche kaum geeignet. Auf Wikipedia heißt es dazu:

„Ebenso sollte es angeblich in sehr großer Menge (700 kg) bei einem Attentatsversuch in Deutschland verwendet werden. Die tatsächliche Durchführbarkeit dieses Plans ist jedoch sehr kritisch zu sehen. Die extreme Empfindlichkeit des Stoffes verhindert einen tatsächlichen Einsatz wirksam.“

Hätte sich der Syrer tatsächlich im Internet über den „Bau von Bomben“ und Sprengstoffe informiert, wie das BfV behauptet, dann wäre er sicher nicht bei einem so empfindlichen Mittel gelandet, dass sich wahrscheinlich nicht mal im Rucksack verstauen, geschweige denn sicher zu einem Zielort bringen ließe, ohne vorzeitig hochzugehen.

Halten wir also fest: Es gibt also kein geeignetes Sprengmittel, es gibt keinerlei Pläne und keinerlei konkrete Ziele. Schlechte Voraussetzungen für einen angeblich bevorstehenden Terroranschlag. Wenn aber nichts Konkretes bevorstand, weil gar nichts geplant war, dann kann der vermeintliche Verdächtige auch nicht verdächtig sein. Jedenfalls nicht im Zusammenhang mit diesem Terrorvorwurf, der offenbar einzig und allein durch Geheimdienste ausgelöst worden ist. Ausgelöst könnte auch so viel wie inszeniert bedeuten, denn das Inszenieren von „Terrorgefahren“ gehört nun mal zum Handwerkszeug von Geheimdiensten.

Als ungewöhnlich muß der prompte öffentliche Dank der Kanzlerin Merkel an den „Landsmann“ des Syrers bezeichnet werden, der den vermeintlichen Verdächtigen so vorbildlich rechtsstaatlich festgenommen und der Polizei verraten hätte. Warum Merkel allerdings nur dem einen Syrer dankte, obwohl es laut WELT-Bericht ursprünglich mehrere „Landsleute“ waren, bleibt unklar. Auch die Namen und Gesichter der tapferen Helden bleiben verborgen. Aber das ist nur ein weiterer Punkt am Rande, der die ganze Geschichte mehr als suspekt erscheinen lässt. 

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