Sonntag, 30. Oktober 2016

Döbeln: Dumpfe Reichsbürger-Hetze bei der BILD-Zeitung



Vergangenen Dienstagabend hatte es in einem Mehrfamilienhaus in Döbeln gebrannt. Ein Kinderwagen im Flur vor der Wohnungstür einer „syrischen Großfamilie“ war in Flammen aufgegangen. Vermutlich war es Brandstiftung, aber warum und von wem ist nach wie vor unklar, da es ganz verschiedene Motive dafür geben kann. Ob es wirklich den ausländischen Besitzern des Kinderwagens galt, ist auch noch völlig offen, denn es wäre nicht das erste Mal, daß irgendwer einfach nur so aus Jux an irgendwas zündelt, was gerade greifbar ist.

plumpe BILD-Hetze, widersprüchlich und ohne Belege


Doch weil die Besitzer des Kinderwagens Ausländer sind, kann es sich bei dem Feuer ja nur um eine ausländerfeindliche Tat handeln – so die Logik von Medien und leider nicht selten auch von Polizisten oder Staatsanwälten. Die BILD-Zeitung konstruierte daraus eine Riesenschlagzeile mit dem plumpen Tenor „Reichsbürger-Anschlag auf syrische Familie?“. Reichsbürger-Dresche ist der Mainstream-Medien neuestes Lieblingskind seit den ominösen Vorgängen von Georgensmünd, da will natürlich auch BILD gerne Öl ins Feuer gießen und das Thema am Kochen halten.

Die Polizei nahm vor Ort zunächst einen Mieter des Hauses fest, der eine Etage über der syrischen Sippe wohnt. BILD-Reporter hatten offenbar in üblicher Manier Nachbarn ausgehorcht und berufen sich nun auf deren Aussagen, daß der festgenommene Verdächtige „Flaggen des großdeutschen Reichs“ in seiner Wohnung habe, „Marschmusik“ höre und die „Bundesrepublik“ ablehnen würde. Jegliche Belege dafür fehlen, aber BILD reichte das Nachbarpalaver trotzdem, um den Mieter als Rechtsextremisten und Reichsbürger abzustempeln. Ob Nachbarn das überhaupt gesagt haben oder alles frei erfunden ist, weiß auch niemand. Jeder Nachbar denkt jetzt wohl, der andere hätte es gesagt…

Neben fehlenden Belegen glänzt BILD auch mit klaren Widersprüchen, denn im Folgeartikel am nächsten Tag, wo sich die „armen syrischen Opfer“ ausheulen durften, wurde der festgenommene Verdächtige vom syrischen Familienoberhaupt überraschend als „freundlich“ geschildert. „Erst war er freundlich, kam immer auf unsere Terrasse und wollte mit mir Bier trinken“, wird Hussam A. in BILD zitiert. Diese Aussage spricht ganz klar dagegen, daß der Verdächtige ein genereller Ausländerhasser ist, denn ein solcher würde von Anfang an nicht freundlich zu Kanaken sein und sicher auch kein Bierchen mit Kanaken trinken wollen.

Daß die Stimmung laut Hussam A. später „gekippt“ sei, hat sicher nichts mit Ausländerhaß zu tun, denn Henry K. regte sich überhaupt nicht über die generelle Anwesenheit der Syrer auf, sondern lediglich über deren Wohnverhalten. So wird eine ominöse Nachbarin in BILD zitiert, daß der Verdächtige immer wieder die Polizei gerufen habe, „zum Beispiel wenn die Kinder die Türen geknallt hatten“. Auch das ist widersprüchlich: Ein echter Reichsbürger, der den Staat ablehnt, würde wohl kaum die Polizei dieses Staates rufen. Schon gar nicht wegen Banalitäten. Dieses Verhalten spricht gegen die Behauptung von BILD, daß der Betroffene ein „Reichsbürger“ sei.

Aber BILD arbeitet auch mit einem raffinierten Journalistentrick: Hinter falsche Behauptungen wird einfach ein „?“ gesetzt oder ein „mutmaßlich“ vorangestellt, um juristisch nicht belangt werden zu können. Das „?“ oder „mutmaßlich“ bleibt aber nicht beim Leser hängen, sondern nur die große Schlagzeile mit „Reichsbürger“ und „Anschlag“. So konstruiert man mit Lügen und Falschbehaupten eine Story!

Aus den Schilderungen ergibt sich alles andere als ein genereller Haß von Henry K. auf die unter ihm lebende Großsippe. Vielmehr schien der Mann von dem Trubel, den so eine Großsippe nun mal mit sich bringt, einfach genervt gewesen zu sein. Was aber noch lange kein Indiz für eine Brandstiftung ist, denn solche Szenarien genervter Nachbarn spielen sich in vielen Mietshäusern tagtäglich ab, gerade dort wo fremdländische Großsippen ihre eigenen kulturellen Gebräuche ausleben.

Interessant ist, daß zum Beispiel die Sächsische Zeitung nicht generell von nur einem Täter ausgeht, denn dort war in der Erstberichterstattung von „Unbekannten“, also Mehrzahl, die Rede. Über eine politische Gesinnung des vorübergehend festgenommenen Tatverdächtigen berichtet die SZ gar nichts, sie unterstellt auch keinerlei Reichsbürgergedöns. Ein sicherer Hinweis darauf, daß sich BILD das alles selbst zusammengereimt hat, weil es aktuell gerade gut in die offizielle PR paßt. 

Solche Fakten verschweigt BILD lieber...


Bei der BILD-Zeitung endet die Geschichte mit einer großen weinerlichen Opferstory. Darüber, daß der Tatverdächtige schon am Donnerstag gegen Meldeauflagen wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, berichtete nur die SZ. Die BILD-Zeitung verschweigt diese Tatsache ihren Lesern bis heute. Kein Wunder, denn wer trotz eines solchen Verdachts wieder auf freien Fuß gesetzt wird, könnte zwar möglichweise der Täter sein, aber ganz sicher kein „Reichsbürger“ mit Ausländerhaß als Motiv, denn dann müßte ja befürchtet werden, daß der Mann seine Tat noch mal begehen wird.

Die einseitige, propagandistisch gefärbte Berichterstattung der BILD-Reporter Klug, Bartsch und Langner ließ gezielt alles außer acht, was den Tatverdächtigen entlasten könnte. So auch einen ganz naheliegenden Grund, warum der Mann die Tat nicht begangen haben könnte: Weil er selbst dort wohnt und wohl kaum sich selbst die Bude überm Kopf abfackeln würde. 

Freitag, 28. Oktober 2016

Peinliche Machteliten-PR: BILD-Zeitung feiert die CETA-Mafia



Hinter unserem Rücken wird die Errichtung einer globalen Diktatur der Konzernkartelle immer schneller vorangetrieben. Nationale Schutzmechanismen und Volkswirtschaften werden von profithungrigen internationalen Heuschrecken förmlich aufgefressen. Möglich machen das überstaatliche Zwangsbündnisse wie die EU, in die wir von der Politik mit allerlei Lügenmärchen hineinmanövriert worden sind. Die wahren Machthaber in der EU sind jedoch nicht irgendwelche Parlamentsmarionetten, sondern einzig die EU-Kommission, die von keinem Volk gewählt werden kann und sich willkürlich aus Lobbyisten der Machteliten zusammensetzt.

Von hier aus wird die Ausbeutung durch global agierende Konzernkartelle zu Lasten unserer heimischen Wirtschaften und sozialen Absicherungen betrieben. Besonders deutlich wird das an geplanten „Handelsabkommen“ wie TTIP oder CETA, die nichts anderes als eine totale Unterwerfung nationaler Märkte gegenüber ausländischen Ausplünderern bedeuten. Mit allen negativen Folgen, die sich gerade für kleine und mittelständische Firmen sowie alle einfachen Arbeitnehmer ergeben. Profitieren tun davon immer nur die Großen, die eh schon genug haben!

Das hindert Boulevardblätter wie die BILD-Zeitung nicht daran, ganz frech die Maske fallen zu lassen und peinliche Propaganda für die globalen Machteliten zu betreiben und die CETA-Mafia mit ihrem verbrecherischen Abkommen zu feiern. 

 

Vor zwei Tagen dramatisierte BILD ein vermeintliches „Zittern um CETA“, so als wäre es ganz schlimm für uns alle, wenn CETA nicht zustande käme. Als Sündenbock für ein mögliches Scheitern der CETA-Knebelverträge wurden die Wallonen vorgeschoben, deren linker Ministerpräsident allerdings dann doch einknickte, was wahrscheinlich von Anfang an geplanter Teil der öffentlich wahrnehmbaren „Dramaturgie“ gewesen sein dürfte. Dennoch ist es bezeichnend, daß ausgerechnet der US-hörige NATO-Spiegel die entlarvende Schlagzeile „In Geiselhaft der Wallonen“ produzierte und sich damit ebenso offen wie BILD auf der anderen Seite des Atlantiks positionierte.

Sowohl BILD als auch der SPEICHEL bedienten sich im Kampf für die CETA-Mafia derselben Rhetorik: Hier wie dort wurde das Scheitern von CETA als „riesige“ bzw. „gewaltige Blamage“ für Europa bezeichnet und das Verhandlungsgedöns als „Drama“ propagiert. Das „Drama“ muß natürlich auch einen „Helden“ haben und BILD hat ausgerechnet den EU-Obermafiosi Martin Schulz (SPD) zum „Helden im letzten Akt“ des GeCETAs erkoren. Im heutigen Jubelartikel „Wie CETA im letzten Moment gerettet wurde“ feiert BILD den EU-Parlamentspräsidenten als denjenigen, der im Hintergrund die Strippen beim CETA-Deal zog. 


Eine widerliche Hofierung dieses antideutschen EU-Bonzen, aber sie kommt nicht von ungefähr, denn Martin Schulz ist Mitglied des berüchtigten US-Netzwerkes „Atlantikbrücke“ und agiert seit vielen Jahren als US-Vasall beim Aufbau einer EU-Diktatur, wie sie einst von US-Machteliten erdacht wurde. Natürlich zieht er die Strippen neben EU-Boß Juncker, dazu hat er die Macht. Und er will noch mehr Macht: Nach seinem Willen soll die EU-Kommission bald zur offiziellen Regierung Europas gemacht werden, also die totale EU-Diktatur, die nicht mehr durch unzufriedene Völker in Frage gestellt werden kann. Schulz nennt es orwellsch eine „echte Europäische Regierung“…

Und so ein Völkerfresser ist also der Held der BILD-Zeitung für CETA – entlarvender geht’s kaum noch!

Da befindet sich Schulz in bester Gesellschaft mit BRD-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, über den BILD schreibt, er sei zwar für CETA, aber gegen TTIP. Das ist natürlich Leserverarschung, denn Gabriel hat sich nie gegen TTIP gestellt. Er verfolgt lediglich eine andere Taktik bei der Durchsetzung, denn er weiß, daß er erst mal mit CETA „klein“ anfangen muß, ehe er mit TTIP eine Chance hat. Was BILD seinen Lesern verschweigt: Gabriel ist ebenso wie Martin Schulz und BILD-Chef Diekmann Mitglied der „Atlantikbrücke“ und obendrein noch Bilderberger.

Von der verlogenen Journaille bis zur EU-Spitze ist es also mal wieder eine gemeinsame Bande aus machtelitären Netzwerken, die uns da zum Narren halten will. Dazu zählt auch die Latrinenparole, daß CETA ein Abkommen mit Kanada sei. Tatsächlich geht es aber nicht um das Land Kanada, sondern um globale Konzernkartelle, die sich den kanadischen Wirtschaftsraum mittels des nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA einverleibt haben und jetzt ihre Krallen gen Europa ausstrecken. Die kanadische Regierung fungiert ebenso wie vermeintliche Volksvertretungen in Europa nur als Marionette der Kartelle.

„In Geiselhaft“ – um mal bei der Rabulistik des SPEICHEL zu bleiben – werden nur die Völker Europas genommen, die bestenfalls ein wenig demonstrieren dürfen, aber keinerlei Handhabe gegen das kriminelle Treiben der Oneworld-Globalisten haben. Medien und Politiker behaupten dann stets, daß es ja gewählte Volksvertretungen wären, die auf EU-Ebene für uns entscheiden. Tatsächlich aber werden diese Scheinregierungen von immer weniger Menschen gewählt und ignorieren im Zweifelsfall sowieso den Willen der Wähler. Kein Volk in Europa will eine EU-Diktatur, kein Volk in Europa will durch CETA, TTIP und ähnliche Knebelverträge ausgeblutet werden – das wollen nur BILD und die Mächtigen, davon kann sich jeder überzeugen, der das GeCETA der letzten Tage (nicht nur bei BILD) mit verfolgt hat.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Zschäpe und Peggy: Irreführende Medienberichte für die Staatsräson



Wie läßt sich ein Ereignis scheinbar sachlich widergeben und trotzdem so manipulieren, daß ein falscher Eindruck entsteht? Der Nachrichtendienst dpa demonstriert uns das anschaulich mit Hilfe geschulter Schlagzeilenstrategen von etablierten Presseorganen wie Spiegel und Focus. Es geht immer noch um den seltsamen Fund von DNA-Spuren des ermordet in einem Wohnmobil aufgefundenen Uwe Böhnhardt am Fundort der toten Peggy aus Lichtenberg.

Warum diese Spekulationsblase überhaupt Eingang in ein Gerichtsverfahren in ganz anderer Sache finden kann, bei dem der betroffene Böhnhardt selbst nicht einmal anwesend sein kann, das läßt sich wohl nur mit Staatsräson in Sachen NSU-PR erklären, die am OLG-Stadl in München vom Vorsitzenden Richter Götzl immer wieder erkennbar vertreten wird. Laut dpa hatte Götzl die Angeklagte Zschäpe befragt, ob sie über Informationen über Peggy verfüge, die sie nicht aus den Medien habe. Zschäpe selbst beantwortete die Frage nicht, Ihr Rechtsbeistand kündigte eine schriftliche Beantwortung an.

Soweit das übliche Prozedere: Fragen an Zschäpe werden immer nur schriftlich beantwortet, egal um was es geht. Und wenn es nur die Frage nach der Farbe des Himmels wäre. Doch von Spiegel, Focus & Co. wird das fälschlicherweise so gedeutet, als hätte Zschäpe tatsächlich etwas wichtiges zum Fall Peggy zu erklären, ja gar mit dem Fall Peggy zu tun. 

 

Beim Focus lesen wir aufmerksamkeitsheischend folgende Schlagzeile: „NSU-Terroristin Zschäpe kündigt schriftliche Erklärung zum Fall Peggy an“. Der Satz enthält gleich zwei dicke Lügen, denn zum einen ist Zschäpe nach bisherigem Kenntnisstand keine „NSU-Terroristin“ und zum anderen hat sie selber gar nichts angekündigt. Die Schlagzeile erweckt jedoch – ähnlich wie beim Speichel – ganz bewußt den Eindruck, als stünde ein großes Geständnis von Zschäpe in Sachen Peggy bevor. Ganz so, wie es die offizielle NSU-PR wünscht.

 

Der Speichel behauptet auf Grundlage der dpa-Meldung, Zschäpe wolle „Fragen zu Fall Peggy schriftlich beantworten“. FrageN? Es wurde doch offenbar nur EINE Frage gestellt, nämlich die, ob sie über Informationen verfüge, die sie nicht aus den Medien habe. Keine ernsthafte Verteidigung würde dazu überhaupt Stellung nehmen, da es weder mit der Anklage noch mit der Angeklagten selbst etwas zu tun hat. Aber wir dürfen sicher sein, daß Zschäpes Ghostwriter nur zu gerne im Sinne der Staatsräson antworten werden.

Eine Hand wäscht bekanntlich die andere und der konstruierte NSU-Untergrund eignet sich derzeit bestens dazu, unangenehme Fälle aller Art zu entsorgen, ehe doch noch an unliebsamen Stellen Staub aufgewirbelt wird. Denn es ist ja kein Geheimnis, daß gerade im Fall Peggy noch vieles unklar ist und die Ermittlungen auffallend schlampig einseitig durchgeführt wurden. Thüringen mag nicht Sachsen sein, liegt aber polizeilich-geheimdienstlich traditionell eng beieinander. Und in Sachsen wurde schon zu Zeiten des damaligen Innenministers de Misere eine schützende staatliche Hand über hochrangige Kinderpornokreise gehalten.

Trotz des manipulativen Charakters der Meldung lassen sich die Hofberichterstatter aber noch ein Hintertürchen offen: Nachdem zuletzt lautstark eine Verunreinigung der DNA-Spur am Fundort ausgeschlossen wurde, räumt dpa mittlerweile ganz am Rande ein, daß auch eine „Verunreinigung der Probe nicht völlig ausgeschlossen“ ist. Siehe da, die PR hat ihren Zweck erfüllt und hat es sogar in den Gerichtssaal geschafft – als Steilvorlage ausgerechnet für die staats- und Anklageschützenden Ghostwriter der "Verteidigung"…

Freitag, 14. Oktober 2016

Medienzirkus NSU: DNA-Spielchen mit Uwe und Peggy



DNA ist eine tolle Sache: Es lassen sich beliebig viele Spuren zu allem und jedem legen, wie und wo es gerade gebraucht wird. Ein einfacher Griff in die Trickkiste, um falsche Fährten zu legen, unerwünschte Ermittlungen abzubiegen und neue Verdachtsmomente aufzubauen. Der Fall Peggy braucht solche neuen Verdachtsmomente ebenso dringend wie die unaufgeklärten „Dönermorde“, die über den so genannten „NSU“ als „gelöst“ entsorgt werden sollen. Warum nicht auch gleich den ungelösten Fall der kleinen Peggy auf diesem Wege „lösen“? DNA von den Uwes hätte man ja wohl ausreichend zur Hand und Thüringen als „gemeinsamer Nenner“ lässt sich ja auch irgendwie glaubwürdig verkaufen. Oder nicht?

Auf dem empfehlenswerten Blog des Arbeitskreis NSU wurde der plumpe Propagandaversuch von Staatsschützern und angeschlossenen Hofberichterstattern bereits untersucht. Hier heißt es:

Das ist der Grimmepreis des zweiten Jahrzehnts schlechthin. Amtshilfe aus Bayern rettet sächsischen Ministern den Arsch. Wie bekommt man das Desaster um den Flughafensprenger Al-Bakr am schnellsten aus dem Gedächtnis der deutschen Völker getilgt? Indem man eine propagandistische Atombombe zündet.


Die lautet ungeachtet aller Korrekturen selbst einen Tag später noch so, wie sie Klöckner auf Heise publiziert: DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt am Skelett von Peggy gefunden. Jetzt ist völlig wurscht, was noch folgt. Mit dieser Aussage ist jeder Kriminalschriftsteller jeden Formats befugt, seine Version der Geschichte in Kurzform zu gießen und unabhängig von Fakten als geschehen wie gelesen ins Volk zu verklappen.

Für normal veranlagte Bürger sollte so eine Meldung genügend Stoff zum  Nachdenken liefern. Bei jenen, denen es an der stofflichen Substanz für das Nachdenken mangelt, tritt der gegenteilige Effekt ein. Ihr Darmverschluß löst sich in Wohlgefallen auf und plautzt alles auf einmal raus, was sich so im Darm angesammelt hatte.

Unter Auslassung von Steinhagen und anderer Leute geistiger Dünnschiß seien in der Grienschote die Folgen königlichen Durchfalls dargestellt.


Es interessiert überhaupt nicht, daß selbst der Speichel noch gestern Abend nach der gefühlt 17. Korrektur seines Artikels sachlich schrieb:

„Der Bayreuther Oberstaatsanwalt Herbert Potzel dementierte gegenüber dem SPIEGEL, dass die DNA am Skelett des Mädchens gefunden worden sei. Die Spur sei auf einem Gegenstand festgestellt worden, der am Fundort der sterblichen Überreste lag. Nach Informationen des SPIEGEL handelt es sich um ein Stück Stoffdecke Auch eine Verunreinigung der DNA-Probe sei theoretisch denkbar, wie der SPIEGEL aus Ermittlerkreisen erfuhr: Das Skelett von Peggy und die Leiche Böhnhardts seien im gleichen rechtsmedizinischen Institut untersucht worden.
Wo die DNA-Spur entstanden ist und ob sie in Verbindung mit dem Tod von Peggy K. stehe, müsse noch ermittelt werden, teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth mit.“

Auch das ist völlig wurscht. Entscheidend ist wie so oft, was nicht geschrieben wird.


Und wie kam sie an den Fundort? So wie das Schnoddertuch von Mundlos in eine ansonsten DNA-freie Jogginghose? Waren es die fehlenden 2 Pfund Hirnmasse, die in Stregda mit dem Brandschutt in eine Decke gekehrt wurden, um sie im Thüringer Wald zu entsorgen? Dann ist genug DNA für alle Kriminalschriftsteller der Welt vorhanden. War es eine Laborkontamination? Dann sind die Könige der Literatur gefragt.

Die Frage, die gänzlich außerhalb des Denkhorizontes der besten deutschen Erreger liegt, lautet:

Wessen DNA wurde denn noch so an den Asservaten gefunden? In welcher Menge und Qualität?

Pflug: Es wird in aller Regel schwieriger, geeignete DNA zu finden. Das ist zum Beispiel auch so, wenn ein Täter seine Waffe in den Fluss wirft. Eine DNA-Spur kann unter guten Bedingungen aber auch Jahrzehnte oder länger haltbar sein, allerdings nur, wenn sie nicht feucht wird oder keine intensive Sonneneinstrahlung hat. Nur so konnten wir viele zurückliegende Tötungsdelikte untersuchen und neu aufrollen. Bei einem Mordfall aus dem Bereich Konstanz haben wir noch nach 34 Jahren zur Aufklärung beigetragen – das ist schon enorm.“

Im Forum des AK NSU wurde schon vor über einem Jahr das Thema Kinderlieferservice Tino Brandt diskutiert. Welche Rolle spielte Landesvater Vogel dabei, bzw. bei dessen Deckelung? Daß Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe als Observationsteam kongenial in dieses Szenario passen, steht außer Frage. Daß die Dienste sehr gerne Kurzfilme über die Kunden des Brandtschen Kinderlieferservice aufkauften, das versteht sich von selbst.

Wie gesagt, es handelt sich um ein diskutierenswertes Szenario für das es exakt Null Belege gibt. Und wenn die fehlen, dann hört der Disput im Forum auch schnell wieder auf. Auch das ist noch nicht das Problem. Das Problem heißt Junk Science. Königliche Hirne sind damit überfordert.

„Offenbar hat das FBI zu geringe Standards für DNA-Vergleiche. Eine Labormitarbeiterin hat jetzt mal nach ähnlichen Proben geguckt und dabei überraschend viele Treffer gefunden — also unterschiedliche Leute, deren DNA nahe genug aneinander ist, dass sie nach offiziellen FBI-Standards ein Match gewesen wären. Sowas ähnlich gab es auch mal bei den Fingerabdrücken. Die erste Fingerabdruck-Datenbank von Scotland Yard, wenn ich mich Recht entsinne, hatte nicht genug Minutiae, um alle Bürger Englands voneinander unterscheiden zu können.“

Was für ein Geschrei, was für Scheiße, die binnen 12 Stunden in Kübeln über’s lesende Volk gegossen wurde, was für Personal, das das Wasser nicht halten kann. Und nun das. Nix, Jena und Mall-Institut. Die Fälscherwerkstatt beim LKA Bayern war am Werkeln.

„Nach BR-Informationen wurden die Proben nicht im selben rechtsmedizinischen Institut untersucht. Die DNA von Uwe Böhnhardt haben Rechtsmediziner des Landeskriminalamts in München untersucht. Entgegen anders lautender Medienberichte waren die Rechtsmediziner in Jena nur im Fall der gefundenen Leiche von Peggy involviert und nicht bei der jetzt gefundenen Spur von Uwe Böhnhardt. Dennoch können die Ermittler eine DNA-Verunreinigung derzeit noch nicht ausschließen. Das sei Aufgabe der laufenden Ermittlungen, sagte der Leitende Bayreuther Oberstaatsanwalt Herbert Potzel. Grundsätzlich gebe es verschiedene Möglichkeiten, wie es zu einer DNA-Verunreinigung kommen kann. Mehr wollte Potzel dazu im Moment nicht sagen.“

Leiser Abgang durch den Hinterausgang. Nachdem die propagandistische Atombombe einen irreversiblen Schaden in den Hirnen der deutschen Michels angerichtet hat. Ziel erreicht. Weitermachen.

Noch eine Ergänzung: Die Rechtsmedizin der Uni Jena schließt nach einem Bericht auf t-online.de von heute Nachmittag eine „zufällige Übertragung“ der DNA am eigenen Institut aus. Das können wir sicher auch tun, denn Zufälle gibt es in solchen Fällen nicht...