Mittwoch, 10. August 2016

Warum "erdogansieren" uns die Medien?



Am Rande Europas scheint ein mächtiger Dämon sein Unwesen zu treiben, der die Menschheit quält und eine verbrecherische Diktatur errichten will. Diesen Eindruck dürften zumindest viele Bürger haben, die die tägliche Medienberichterstattung über Erdogan oberflächlich unbewusst konsumieren. Kaum ein Tag vergeht in den letzten Monaten, wo die führenden Systemmedien nicht immer wieder reißerisch und tendenziös über den türkischen Präsidenten berichten.

Die Art und Weise, wie Erdogan in den deutschen Medien angefasst wird, ist so offensichtlich überzeichnet und kampagnenartig, dass es kaum Zufall sein kann. Erdogan ist für die Medien der neue Saddam Hussein. Wir erinnern uns: Auch Saddam Hussein wurde in den Medien kampagnenartig dämonisiert – aber erst, als die USA ihn nicht mehr als Büttel im Nahen Osten brauchten und ihren vormaligen Verbündeten loswerden wollten. Wessen Büttel ist nun Erdogan und wer will ihn loswerden?


In den Medien öffentlich gescholten – tatsächlich aber durchaus im Bunde mit den westlichen Machteliten: Erdogans Türkei befindet sich seit langem in aktiven Beitrittsverhandlungen mit der EU und darf sich beste Chancen ausrechnen, bald schon dem Schengen-Gebiet des Brüsseler Finanzkartells anzugehören. Mit allen Vorteilen der totalen Niederlassungsfreiheit für Millionen weitere Türken. Führende EU-Politiker dementieren in der Öffentlichkeit noch den baldigen – hinter verschlossenen Türen längst beschlossenen – Beitritt der Türkei. Scheinheilig stellen sie Forderungen an Erdogan, die er angeblich noch zu erfüllen habe, ehe es mit dem Beitritt etwas werden könne.

Diese Forderungen, die sich auf die Zustände in der Türkei und den Regierungsstil des vom Volk gewählten Präsidenten beziehen, werden von den Medien mit negativer Stimmungsmache gegen Erdogan begleitet. Der böse Diktator muss menschlicher werden, so wird uns suggeriert. Sonderlich ernst können die Forderungen aus der Politik kaum gemeint sein, denn sonst würden Merkel & Co. nicht gleichzeitig einen „Flüchtlingspakt“ mit der Türkei schließen, der Erdogan ein solch brandheißes Druckmittel in die Hände spielt. Erdogan braucht bloß mit der Aufkündigung des Paktes drohen, schon kuschen alle.

Es gibt aber noch andere gute Gründe, warum die deutschen Massenmedien Erdogan dämonisieren und ihn als brutalen Unterdrücker seines Volkes hinstellen: Je schlechter das Ansehen der Türkei, desto größer das Mitleid mit der angeblich so sehr „unterdrückten“ türkischen Bevölkerung und desto größer die Akzeptanz hier bei uns Deutschland dafür, dass die armen Türken als „Verfolgte Erdogans“ bei uns Asyl beantragen und bald sogar eine Visumfreiheit für Aufenthalte in der EU bekommen.

Warum das Erdogan-Gedöns? Darum: "Herzlich willkommen, Türken!"

Die Verteufelung des bösen Diktators Erdogan dient also letztlich wieder mal der üblichen Zuwanderungspropaganda. Die Medien bereiten geschickt den Boden für etwas mehr Toleranz gegenüber den Türken, denn führende Journalisten wissen heute schon, dass bald die Visumfreiheit kommen wird und dann große Massen an Türken, vor allem kurdische Türken, nach Deutschland ziehen werden. Schuld ist der böse Erdogan, der sein armes Volk davontreibt. So sollen wir glauben.

Lange war es auf den ersten Blick nicht erkennbar, aber mittlerweile wird die Visumfreiheit im direkten Zusammenhang mit Erdogan thematisiert. Und auch hier werden wir wieder von den etablierten Meinungsmachern (z.B. die WELT) für dumm verkauft: Angeblich würden ja nur „Verwandtschaftsbesuche“ mit der Visumfreiheit erleichtert und dass viele Türken dann gleich hierbleiben, wäre ja eine böse Unterstellung, auch wenn sie nicht auszuschließen sei. Von „breiten wohlhabenden Schichten“ in der Türkei ist die Rede, die endlich gern in europäische Ausland reisen wollten, was ja auch ein wirtschaftlicher Nutzen für uns wäre. Wie aber passen „breite wohlhabende Schichten“ zur Negativpropaganda gegen Erdogan, der sein Land in so unmenschlich schlimmen Verhältnissen halte?

 
Die WELT verkauft uns wieder für dumm

Hinter der Erdoganiserung in den Medien stehen die Visumfreiheit und der Beitritt der Türkei in die EU. Die Visumfreiheit ist definitiv der erste Schritt zum drohenden EU-Beitritt, auch wenn das von deutschen Politikern und Journalisten auffallend stark bestritten wird. Gerade das sollte uns mißtrauisch machen, zumal die Zahl der Asylanträge aus der Türkei gerade sprunghaft angestiegen ist. Wer es erst mal nach Deutschland geschafft hat, der geht nach Ablauf des Visums nicht wieder heim, sondern versucht mit allen Mitteln sich hier einzunisten. Es ist nichts als linke Propaganda, wenn Medien jetzt noch behaupten, dass es bei der Visumfreiheit nicht um Einwanderung, sondern bloß um „Kurzaufenthalte“ ginge. Kurz sind nur die Beine lügender Journalisten, lang hingegen die Aufenthalte der Türkenmassen.

Und was juckt die ganze Medienshow den Erdogan? Gar nichts. Im Gegenteil, der befeuert die Medienshow sogar noch, indem er z.B. das Gedöns um die dümmlichen Provokationen eines völlig bedeutungslosen Medienkünstlers künstlich mit Strafanzeigen hochschaukelt oder zu aufsehenerregenden Machtdemonstrationen seiner Anhänger in Deutschland aufstachelt. Die Medien und Erdogan sind zwei Seiten von EINER Medaille. Für Typen wie Erdogan ist jeder Türke in Deutschland ein kommender Krieger für die Eroberung der Mitte Europas. Und die EU-Mafia einschließlich ihrer korrupten Massenmedien hilft ihm dabei nach Kräften.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen