Donnerstag, 4. August 2016

Ende eines Medienhypes: Anschlag-Ermittlungen in Tröglitz eingestellt



Im April letzten Jahres überschlugen sich die etablierten Massenmedien mit volksverhetzenden Schlagzeilen: Eine geplante Asylantenunterkunft im sächsischen Tröglitz ging in Flammen auf, kurz bevor das Gro der unerwünschten Neubewohner dort Quartier beziehen konnte. Ein Brüllen und Toben ging durch den Blätterwald, die Hysterie gegen vermeintlich rechtsextreme Brandstifter steigerte sich wochenlang in einen medialen Rausch. „Tröglitz ist überall“, lautete der Schlachtruf von Gutmenschen, Politik und Journaille, mit dem sie einen ganzen Ort brandmarkten.



Die geplante Unterkunft in Tröglitz hatte bekanntlich eine Vorgeschichte. Seit dem bekannt wurde, dass dort eine Unterkunft für Asylanten entstehen soll, gab es immer wieder Unmut und Proteste in der Bevölkerung. Letztlich musste sogar der Bürgermeister, der die Unterkunft befürwortet hatte, seinen Posten räumen. Tröglitz war schon öffentlich als „braunes Nest“ verschrien, noch ehe überhaupt ein Anschlag passiert war. Alleine die Tatsache, dass die Anwohner sich gegen die Willkür der Merkelschen Überfremdungspolitik zu wehren wagten, sorgte schon für medialen und politischen Zündstoff. In dieser aufgeheizten Stimmung bedurfte es nur noch eines kleinen Funkens, um die Lage zu eskalieren. Wer immer diesen Funken zünden wollte, konnte sich keinen besseren Ort als diesen aussuchen.

Als das Haus in Flammen aufging, setzte wie auf geheimen Befehl eine gleichgeschaltete Medienhatz ein, die alles und jeden verdächtigte, der es zuvor gewagt hatte, sich kritisch gegen die Flüchtlingspropaganda der Etablierten zu stellen. Rechtsstaatlichkeit und Unschuldsvermutung waren de facto abgeschafft in der „Bruthölle der Fremdenfeinde“, wie Tröglitz von deutschen Journalisten bezeichnet wurde. Der Brandanschlag kam ihnen bestens gelegen, um ihre Propaganda für „Flüchtlinge“ weiter zu betreiben und alle Kritiker mundtot zu machen. Alles passte perfekt zusammen. So perfekt, dass wohl nicht nur der LKA-Chef Jürgen Schmökel mißtrauisch wurde und öffentlich davor warnte, die Täter nur in rechten Kreisen zu suchen.

In der Tat hätten regierungsfreundliche oder die Flüchtlingspolitik befürwortende Kreise mindestens ein ebenso gutes, wenn nicht sogar viel stärkeres Motiv, den Protest gegen Asylantenunterkünfte mit solchen Brandanschlägen zu diskreditieren und zum Schweigen zu bringen. Wann immer der zündende Funke gerade noch fehlt, sind auch geheimdienstliche Operateure in der Vergangenheit nicht fern gewesen, um den Verdacht ganz nach Belieben der Mächtigen mal in diese, mal in jene Ecke zu lenken.



Der Hype um Tröglitz war eine lukrative Fortsetzungsgeschichte für viele Medien, die in den nächsten Monaten immer wieder neue „Storys“ rund um die Ermittlungen schreiben konnten. Tatverdächtige waren grundsätzlich mutmaßliche Rechtsextremisten, auch wenn es keinerlei Belege dafür gab. Die FAZ verstieg sich sogar zu der Behauptung, dass ein Tatverdächtiger NPD-Mitglied sei, nur um die NPD als Partei mit dem Anschlag in Verbindung bringen zu können. Als der Polizei die Verdächtigen ausgingen, mussten die Medien ihr blindwütiges Dreinschlagen einstellen und verfielen wieder auf die übliche Allgemeinhetze. Tröglitz blieb für sie bis zum Beweis des Gegenteils nicht etwa unschuldig, sondern die „Brutstätte des Bösen“.

Gerne hätten die Hofberichterstatter des Regimes dazu beigetragen, am Ende mit großem Tamtam einen Rechtsextremisten als Täter zu präsentieren und medial zu richten. Doch dieser Wunsch blieb unerfüllt. Entsprechend enttäuscht nahmen sie das erfolglose Ende der Ermittlungen zur Kenntnis. Die Staatsanwaltschaft Halle gab am 11. Juli 2016 bekannt, dass sie die Täter nicht ermitteln konnte und derzeit auch keine erfolgversprechenden Ermittlungsansätze mehr sieht. Das mediale Echo fiel bescheiden aus: Keine großen Schlagzeilen, kein großes Tamtam – aber auch kein Wort der Entschuldigung für die unerträgliche Hetze gegen einen ganzen Ort und seine Bewohner.

Der Medienhype ist erst mal zu Ende, der Anschlag hat die gewünschte Wirkung erzielt. Was macht es da schon, dass am Ende kein „rechtsextremer Hintergrund“ belegt werden konnte? Die Lügenpropaganda zahlt sich auch über die Einstellung des Verfahrens hinaus aus, denn wer heute Tröglitz googelt, stößt immer noch auf die mediale Lüge vom „fremdenfeindlichen Anschlag“. So geht Mediendiktatur in Zeiten des Internets.

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