Sonntag, 24. Juli 2016

München: Massaker-Ali, das Isar-Ufer und die Tiefen des dunklen Netzes



Als Massaker-Ali seinen blutigen Amoklauf beendet hatte und später selbst als Leiche aufgefunden wurde, da gab die Münchner Polizei erleichtert Entwarnung und das Großstadtleben inklusive öffentlichem Personennahverkehr durfte wieder seinen Betrieb aufnehmen. Die Polizei war sich sicher: „Vom diesem Täter geht keine Gefahr mehr aus“. Ein glänzendes Ermittlungsergebnis, auf das sonst sicher keiner gekommen wäre. Wer weiß, ob der Ali nicht trotz Kopfschuß noch mal von den Toten aufersteht, wo er doch posthum auch den christlich-jüdischen Namen „David“ erhalten hat.

An der peinlichen Namensverschleierung halten die SPIEGEL-Schreiberlinge auch heute weiterhin fest. Auch die WELT und die SÜDDEUTSCHE schließen sich dieser Spiegel-Methode an, um öffentlich zu unterdrücken, daß der Kanake Ali hieß und eben kein Deutscher war. Im Gegensatz zur WELT verabschiedet sich der SPIEGEL allerdings ganz leise vom „deutschen Breivik“, zu dem sie den Ali gern gemacht hätten. Ein Kanake als Sympathisant eines vermeintlichen „Rechtsradikalen“, das ist dann doch etwas zu abwegig, wenn auch nicht für die Springer-Presse, die sich geistig gerne auf das Niveau von Psychopathen wie Breivik begibt und deren Spinnereien als politisch ernsthaft darstellt, nur weil es zufällig ins Schema paßt.

Die Polizei mußte ihre Breivik-Spur korrigieren, denn anders als zunächst behauptet, fand sich im Zimmer und auf der IT von Massaker-Ali kein wirres Breivik-Gedöns. Auch daß der Amoklauf gezielt Ausländern gegolten habe, mußte revidiert werden. Die Bluttat habe nicht gezielt Ausländern gegolten, beruhigt uns die Polizei. Wieder eine Propagandablase der Medien geplatzt, die den Amoklauf des „Deutschen“ Ali gerne zu einem „rechtsradikalen“ Anschlag gemacht hätten. Aber mit Ali war das nicht zu machen. Der schien eher vom Amoklauf in Winnenden fasziniert zu sein, was übrigens hauptsächlich auf das Konto der Medienberichterstattung geht, denn nur durch solche Amok-Terror-Hypes, wie sie die Medien anläßlich solcher Bluttaten produzieren, werden andere Schwachköpfe erst zum Nachahmen angeregt.

Während das Motiv bei einem psychisch Kranken nebensächlich ist und sich nur die oberflächlichen Massenmedien daran festbeißen, werden die wirklich interessanten Fragen kaum gestellt. Zum Beispiel die Widersprüche zum Tod von Ali Sonboly, zum Fundort seiner Leiche und dazu, wie er zu seiner Waffe kam.

Der STERN berichtete zunächst, die Leiche sei angeblich ca. 1 km vom Einkaufszentrum entfernt gefunden worden. Später korrigierte das Blatt seinen Bericht auf eine Seitenstraße am Einkaufszentrum. Die Polizei läßt die Entfernung offen und spricht nur davon, daß eine Streife „gegen 20.30 Uhr nördlich vom Einkaufszentrum“ Kontakt zum Täter gehabt haben will und dieser sich vor den Augen der Polizei in den Kopf geschossen habe. Warum aber hat die Streife das dann nicht sofort gemeldet, einen Krankenwagen angefordert und Ermittler zum Tatort bestellt?

Glaubt man der offiziellen Polizeidarstellung, dann ist dieser Vorfall erst am nächsten Tag bei der Befragung vieler im Einsatz befindlicher Beamte herausgekommen. Eigentlich ein Unding, klingt nicht wirklich glaubwürdig. Tatsächlich hat sich die Polizei gestern schon im Laufe des Tages mehrfach selbst widersprochen, zwischenzeitlich hieß es auch, der Täter sei von Beamten erschossen worden. Die letzte Version vom Kopfschuß in Gegenwart der Streife widerspricht auf jeden Fall der Meldung vom Freitagabend, wo es schon zwischen 22 und 23 Uhr hieß, es sei eine Leiche mit Kopfschuß am Isar-Ufer gefunden worden. 

Bericht aus Österreich: Leichenfund am Isar-Ufer, nicht am OEZ


Dazu gab es am Freitag auch Fernsehbilder, auf denen Sanis und eine nackte (!) Leiche zu sehen waren. Wurden dort versehentlich falsche Bilder von einem anderen Leichenfund gezeigt oder gab es eine zweite Leiche mit Kopfschuß? Wenn es am Isar-Ufer die Leiche von Ali Sonboly war, wie die Polizei zwischenzeitlich selber bestätigt hatte, warum war er dann nackt, obwohl er sich doch in Gegenwart von Beamten – also bekleidet – in den Kopf geschossen haben soll?

Das Isar-Ufer befindet sich bekanntlich weder an einer Seitenstraße des OEZ noch ca. 1 km davon entfernt, sondern je nach genauem Fundort mindestens ca. 8-10 km vom OEZ entfernt. Das ist eine recht große Entfernung, die der Täter zu Fuß hätte bewältigen müssen. Sind ihm die Beamten bis dorthin gefolgt, ohne ihn vorher festzunehmen? Auffällig ist, daß der Leichenfund vom Isar-Ufer später in den deutschen Medien gar nicht mehr erwähnt wird. Stattdessen werden nur noch polizeiliche Darstellungen übernommen, die den Fundort der Täterleiche weg vom Isar-Ufer zurück in die Nähe des Massakers verlegen.

Unklar ist nach wie vor, wie Massaker-Ali an die Waffe gekommen ist und woher er das Geld dafür hatte. Die Polizei weiß entweder nichts Genaues oder hüllt sich aus anderen Gründen in Schweigen. Nebulös wird alles auf das „Darknet“ geschoben, aus dem der Iraner sich die Waffe besorgt haben soll. Das ist eine bequeme Lösung, denn die Tiefen des dunklen Netzes sind mindestens so dunkel und tief wie die Tiefen des tiefen Staates. Niemand kennt sie und niemand muß dann groß was erklären. Was in manchen Medien bereits als Tatsache hingestellt wird, ist aber dennoch nur eine Vermutung der Polizei. Was „Chatprotokolle“ angeblich „nahelegen“, kann vieles sein oder auch nichts.

Mit der Waffe aus dem „Darknet“, dem Netz der Kriminellen, aber auch der Geheimdienste, sollen insgesamt 58 Schüsse abgegeben worden sein. Zumindest wurden laut SZ 58 Patronenhülsen gefunden. Von denen stammen aber nur 57 aus der Tatwaffe. Aus welcher Waffe aber stammt dann die letzte Patrone?

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