Sonntag, 26. Juni 2016

Verlogenes Mediengejammer um geplanten Brexit



Dicke Krokodilstränen haben etablierte Systemmedien und Politbonzen in den letzten zwei Tagen öffentlich vergossen, weil eine knappe Mehrheit der Briten am Freitag für den Austritt aus der EU-Diktatur votierte. Zweifellos ist der 24.Juni 2016 ein historisches Datum. Nicht wegen des Resultats, sondern weil es überhaupt ein solches Referendum gab: Erstmals in der Geschichte hat ein Volk über seinen Verbleib im Brüsseler Euro-Moloch, in den es ungefragt von seiner politischen Machtelite hineingedrängt wurde, abstimmen dürfen. Und die Chance formal genutzt.

Seit Bekanntwerden des Ergebnisses geht ein lautes Heulen und Jammern durch den bundesdeutschen Blätterwald. Einflußreiche Medien beklagen den Willen des britischen Volkes, beschimpfen die Austrittsbefürworter als Populisten und Angstmacher, bezeichnen Volksabstimmungen als Gefahr für ihre Demokratie und prophezeien den Briten jetzt schwere, unsichere Zeiten. Überall in den Medien wird uns ein regelrechter „Brexit-Schock“ vorgegaukelt, der ganz schlimm wäre und das Ende des bisherigen Europas bedeuten würde. Eine typische Propagandalüge der Journaille. Wenn überhaupt, wäre nicht Europa am Ende, sondern nur die EU.

Für oberflächliche Medienkonsumenten wird gerade der Eindruck erweckt, als käme der Austritt Großbritanniens sehr überraschend und plötzlich. Tatsächlich aber ist die Austrittsidee schon fast so alt wie der Beitritt. Das Königreich hatte von Anfang an immer eine Sonderstellung aufgrund seiner politisch-wirtschaftlichen Nähe zur US-Machtelite. Als zweite Hauptsiegermacht des II. Weltkrieges neben den USA haben sich die Briten immer eine gewisse Eigenständigkeit vorbehalten. Sie gaben niemals ihre Hoheitsrechte ab und behielten auch ihre eigene Währung.

Zwar sind die Briten bislang immerhin viertgrößter Nettozahler der EU gewesen, sahen sich aber in ihrer Handlungsfreiheit durch den immer bedrohlicher anwachsenden Euro-Superstaat nach sowjetischem Vorbild unnötig eingeschränkt. Bereits im Juni 2012 brachte „Dailymail“ einen Pressebericht, aus dem klar hervorging, wie vorteilhaft der Brexit für die Briten wäre. Dort heißt es unumwunden: „EU-Rückzug würde Vorteile für beide – USA und England – bringen“. Der Bericht offenbart den Versuch der „Heritage Foundation“, der mächtigen Denkfabrik der US-Regierung, mit Großbritannien direkt in Verhandlungen über eine gemeinsame Freihandelszone zu treten. Dies scheiterte aber daran, daß EU-Mitgliedsländer nicht mehr eigenständig ihre Handelsbeziehungen regeln dürfen – das darf nur noch die EU-Kommission in Brüssel.

schon vor vier Jahren wurde der Grund für Brexit offenbart


Darum geht es also wirklich beim Austritt der Briten aus der EU: Sie sollen und wollen in eine andere Handelszone eintreten, nämlich in die erweiterte nordamerikanische Freihandelszone mit den USA und Kanada. Der Brexit ist kein Exit, sondern ein Neuanfang.

Das ist ein eklatanter Widerspruch zu den Presselügen in Deutschland, wo uns weisgemacht werden soll, daß der Brexit wirtschaftliche Probleme für die Briten bedeuten würde und sie ohne die EU gar nicht überleben könnten. Doch, können sie. Und zwar besser, als mit der EU im Nacken. Und es kommt auch nicht überraschend, sondern war offenbar ein seit langem hinter den Kulissen geplanter Deal. Dabei kam es der britischen Regierung sehr gelegen, daß eine Mehrheit ihres Volkes die EU sowieso ablehnte. Auch die vom Volk verehrte Queen steht der EU sehr kritisch gegenüber. Und dann war es Cameron selbst, der das Referendum forderte und durchsetzte.



Auch das ist ein aufschlußreicher Aspekt, der vor dem Hintergrund eines seit längerem beabsichtigten Eintritts Großbritanniens in die US-Freihandelszone ein ganz anderes Gewicht bekommt. Nicht die EU-Gegner haben das Referendum erzwungen, wie es sonst z.B. bei Volksabstimmungen üblich ist, sondern ein EU-Befürworter. Angeblich hätte Cameron die EU-Gegner in seinen eigenen Reihen damit mundtot machen wollen, weil er auf eine Mehrheit für den Verbleib gehofft hatte. Diese von den Medien propagierte Version ist allerdings schlicht unglaubwürdig und konstruiert.

Cameron wußte genau, wie die Stimmung im Volke ist. Vieles spricht dafür, daß Cameron sogar auf Weisung der Queen handelte, als er das Referendum durchsetzte. Und auch der Brexit-Anführer Boris Johnson, der jetzt von den Medien heuchlerisch zum bösen Buben verdammt wird, ist  alles andere als ein volksnaher Tribun, sondern gehört wie Cameron zur angloamerikanischen Oberschicht, sprich Machtelite.

Wie klar das Ergebnis des Referendums hervorsehbar war, verdeutlicht ein weinerlicher Artikel des NATO-Spiegel, der zwei Wochen zuvor in besatzerarschkriecherischer Weise auf seinem in britischen Farben geschmückten Titel schrieb: „Bitte geht nicht – Please don`t go“. Die peinliche Arschkriecherei ging dann gestern nach der Abstimmung weiter. Das Atlantikbrücken-Blatt BILD-Zeitung titelte „OUTsch – ein schwarzer Tag für Europa“ und das Hamburger Abendblatt hauchte ein wehklagendes „Oh No“ durch die Druckerpresse. Auffällig dabei ist, daß sich dieses Gejammer im deutlichen Widerspruch zu den Reaktionen der EU-Mächtigen befand. Diese forderten Großbritannien auf, nun möglichst schnell seinen Austritt zu beantragen. Warum diese verdächtige Eile? Warum ausgerechnet von dieser Seite kein Versuch, die Briten verzweifelt zum Bleiben zu überreden? 

peinliche Besatzerarschkriecherei im NATO-Spiegel


Das Mediengedöns für das normale Volk geht bereits in die nächste Runde: Angeblich würden „Millionen Briten“ ein neues Referendum fordern. Bei diesen „Millionen“ handelt es sich aber lediglich um jene Leute, die schon beim ersten Mal vergeblich dagegen gestimmt – und verloren haben. Hier baut die Propaganda offenbar auf die bekannte Willkür der Eurokraten, die wir schon in Dänemark und Irland erlebt haben: Es wird so oft abgestimmt, bis das Ergebnis paßt. In diesem Fall wird keine weitere Abstimmung nötig sein, denn für die Machteliten paßt das Ergebnis – auch wenn uns die Medien noch eine Weile etwas anderes vormachen sollen.

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