Donnerstag, 29. Oktober 2015

Wo sind die Nazis im „NSU“-Phantom?



Gastbeitrag eines nationalen Dissidenten

Etablierte Medien, Journalisten, Politiker und andere Arschkriecher des Regimes haben den „NSU“ von Beginn an und ohne jeden Zweifel als „Terror“ aus „rechtsextremistischen“ bzw. „neonazistischen“ Kreisen propagiert.

Dafür genügte ihnen als Vorwand die Tatsache, dass sich die drei Hauptdarsteller Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos eine gewisse Zeitlang in der „rechten Szene“ bewegt haben. Belegt ist das nur ein paar Jahre lang. Spätestens mit dem angeblichen „Untertauchen“ Ende der 90er Jahre verliert sich ihre Spur.

Die Gründe für ihr Mitlaufen in der „rechten Szene“ sind noch völlig unbekannt. Eine lokal oder gar regional bedeutsame Rolle in politisch aktiven Kreisen hat keiner von ihnen gespielt. Ob überhaupt eine politische oder gar weltanschaulich gefestigte Ausrichtung vorhanden war, ist bislang nicht ersichtlich. Die bloße Teilnahme an Aktionen, das Tragen szenetypischer Klamotten oder das Absondern einstudierter Parolen belegt gar nichts. Erfahrene Aktivisten aus der rechten und der linken Szene wissen, wie gut sich Spitzel mit klischeehaftem, antrainiertem Verhalten oftmals über Jahre in ihren Kreisen unbehelligt aufhalten konnten.

Im Zuge der Ermittlungen sind viele weitere Namen von Leuten aufgetaucht, die bei der Entstehung des „NSU“-Phantoms eine Rolle gespielt haben sollen oder die von interessierten Kreisen eine solche angedichtet bekamen, weil es gerade nützlich erschien. Je nach Interpretation ist von einem „isolierten Terrortrio“ die Rede, welches nur wenige Mitwisser und Helfer gehabt haben soll oder es wird von einem „großen rechten Netzwerk“ an Unterstützern phantasiert, welches dem „Trio“ wie auch immer geholfen haben soll. Eines fällt jedoch auf: Es sind fast alles V-Leute, die der Reihe nach auf der Bildfläche erscheinen.

Ob als Mitangeklagte, als „Kronzeugen“ der Anklage, als vermeintliche Helfer oder auch nur als scheinbar normale Zeugen – es handelt sich nahezu ausnahmslos um Leute, die entweder schon als V-Leute aufgeflogen sind oder die aufgrund der Aktenlage in zwingendem Verdacht stehen, V-Leute zu sein. In der Leipziger Volkszeitung (Quelle nicht mehr auffindbar, hat wer den Artikel noch?) war schon frühzeitig zu lesen, dass Beate Zschäpe für den Staat gearbeitet haben soll. Dementiert wurde das nie. Auch die Behauptung, dass Böhnhardt und Mundlos in den 90er Jahren als Spitzel in die Szene eingeschleust worden sind, steht widerspruchlos im Raume. Tote können natürlich schlecht widersprechen. Andererseits lässt sich der Mord an den beiden Uwes auch kaum anders erklären, als dass sie Mitwisser einer geheimdienstlichen Operation waren und deshalb beseitigt werden mussten.

Das traf vermutlich auch auf Thomas „Corelli“ Richter zu, der unter äußerst mysteriösen Umständen plötzlich verstarb, nachdem er zuvor als V-Mann enttarnt worden war, aber eigentlich noch eine wichtige Aussage hätte machen sollen. Es deutet vieles darauf hin, daß Richter alias „Corelli“ eine nicht unmaßgebliche Rolle bei der Erschaffung des „NSU“-Konstrukts zufällt. Richter war auch in der „Szene“ sehr rührig. Kein Wunder, schließlich wurde er für diese Rührigkeit gut bezahlt und wenn die Kohle weiter fließen soll, dann muss so ein V-Mann natürlich auch immer wieder mit Gegenleistungen glänzen. Gegenleistungen, die dem Staat irgendwie nützen, versteht sich.

Genau diese dubiose Verquickung, bei der überhaupt nicht mehr klar ist, ob ein V-Mann noch aus eigenen (politischen?) Motiven heraus agiert oder nur noch wegen seiner gut entlohnten Staatstätigkeit, war der Grund, warum das Verfassungsgericht das Verbotsverfahren gegen die NPD im Jahr 2003 eingestellt hat. Es spricht einfach zu vieles dafür, dass es sich bei solchen V-Leuten wie Richter einfach nur um gesteuerte Marionetten handelt, die mit Politik und Gesinnung nie etwas zu tun hatten, aber sich gerne ihr Leben auf diese Weise finanzieren lassen.

Weitere Beispiele dafür sind auch Tino Brandt und Kai Dalek, deren vermeintlich politische Motive im Nachhinein äußerst fraglich erscheinen. Brandt war schon zu Szenezeiten als homosexuell entartet bekannt und hielt sich vermutlich eher deshalb in der überwiegend männlich geprägten „rechten Szene“ auf. Zudem war er von Anfang an als V-Mann unterwegs und ein echter Spitzenverdiener. Ihm muss jegliche politische Meinung nachträglich abgesprochen werden – seine Moral war Verrat, Lüge und Geld. Zusammen mit dem V-Mann Kai Dalek war Brandt Initiator des Thüringer Spitzelvereins „Thüringer Heimatschutz“ (THS), dem rund 40 V-Leute angehörten. Dalek verschwand ca. 1998/99 aus der „rechten Szene“, wurde ein paar Jahre später auf einer linken Demo in Berlin gesichtet. Offenbar ein neues Einsatzgebiet für den V-Mann, der nur völlig gesinnungsfrei flexibel einsetzbar bleiben kann.

Auch der (zum Schein?) mitangeklagte „Kronzeuge“ Carsten Schultze war weit davon entfernt, ein Nazi zu sein. Er soll angeblich 2001 oder 2002 dem „NSU“ die Mordwaffe beschafft haben. Seltsam, denn er hatte schon 2000 mit Hilfe eines Aussteigerprogrammes die „rechte Szene“ verlassen. Angehört haben kann er ihr aufgrund seines jugendlichen Ausstiegsalters höchstens ein paar Jahre. Auch seine Wahl zum Beisitzer bei der JN Thüringen machte ihn nicht zu einem politischen Aktivisten, im Gegenteil, gerade Thüringen war bekanntlich dermaßen von V-Leuten durchsetzt, dass dort eine JN-Versammlung wohl mehr ein Arbeitstreffen der Geheimdienste als irgendwas anderes war. Aktiv ausgeübt hat Schultze dort jedenfalls nichts und bald nach seiner Wahl verließ er die Szene. Sein späterer Lebenswandel zeigt, dass Schultze in jungen Jahren bestenfalls orientierungslos in der rechten Szene herumirrte, wohl mehr weil es damals einfach „in“ war – mit einer politischen Haltung hatte das gerade in Mitteldeutschland meist gar nichts zu tun. Welche Gefälligkeiten Schultze als Gegenleistung für die staatliche Ausstiegshilfe erledigen mußte, können wir nur erahnen. Ohne Schultze hätte der Staat es aber schwer gehabt, einen Ralf Wohlleben in die Anklage hineinzuziehen. Dumm nur, dass der Kaufhof, wo sich Schultze angeblich mit Wohlleben zur Waffenübergabe getroffen haben will, erst noch gebaut werden musste…

Über die Rolle eines Holger Gerlachs oder der Emingers ist bei NSU Leaks schon so viel Erhellendes veröffentlicht worden, dass kaum noch Zweifel daran bestehen können, dass wir es hier ebenfalls mit bezahlten Staatsdienern zu tun haben dürften. Einzig beim Mitangeklagten Ralf Wohlleben ist bislang noch offen, ob er gezielt in dieses Konstrukt hineingezogen wurde, um ihn politisch unschädlich zu machen, oder ob nur seine politische Rolle schon die ganzen Jahre über im Auftrag der Dienste vorgespielt war. Letzteres würde wohl niemanden mehr überraschen, denn er wäre bislang tatsächlich der Einzige in diesem ganzen Schauspiel, der kein V-Mann wäre. Ist das noch vorstellbar, wo doch Wohlleben auch zum Umfeld des Spitzelvereins THS gerechnet werden muss? Ohne das V-Konstrukt THS wäre das „NSU“-Konstrukt wahrscheinlich gar nicht möglich gewesen, das sollten wir uns immer vor Augen halten.

Wenn wir uns also mit all den Personen auseinandersetzen, die da bislang im konkreten Zusammenhang mit dem „NSU“-Phantom auftauchen, dann sei die Frage erlaubt: Ja, wo sind denn nun die Nazis?

Will man uns ernsthaft weismachen, dass Leute, die für diesen Staat gearbeitet haben, gleichzeitig auch Nazis sein sollen, die gegen diesen Staat arbeiten? Das ist absurd und weltfremd. Das einzige, was all diese V-Leute gemacht haben, ist, dass sie in der Szene herumgewuselt haben. Meist eher negativ, als positiv. Ihr Handwerk ist in der Regel ein sinnloser und schädlicher Aktionismus, der den wirklich politischen Leuten schadet, der unnötige Willkür und Verbote herbeiführt, der den Medien das notwendige Futter für ihre Hetze gegen Rechts liefert. Wenn wir heute das „NSU“-Phantom und seine Auswirkungen betrachten, dann sehen wir, wozu V-Leute wirklich da sind, auch wenn sie nach Außen wie „Nazis“ wirken sollen.

Der Verfasser dieser Zeilen ist Nationalsozialist. Einer, der schon viele Jahre lang politisch aktiv ist und die „rechte Szene“ bestens kennt. Einer, der seine Überzeugung lebt und weiß, was er tut. Für mich ist es eine schlimme Beleidigung, wenn ich mit Staatsdienern auf eine Stufe gestellt werde. Es verletzt mich in meiner Ehre, wenn andere sagen, dass ein schmieriger V-Mann die gleiche Gesinnung haben soll, wie ich sie habe. Ich sage deshalb ganz deutlich: Wer für diesen Staat und seine Geheimdienste tätig ist, der KANN nicht die gleiche Gesinnung haben wie ich, sonst würde er nicht mit diesem antideutschen Regime kooperieren.

Besonders perfide ist die Propagandastrategie interessierter Kreise, die eine „große Verschwörung“ zwischen Staat und Nazis herbeireden wollen. Das käme diesen Kreisen sehr gelegen, entbehrt aber jeder Grundlage. Wer es genau wissen will, der braucht sich nur mal mit Leuten unterhalten, die wirklich im nationalen Widerstand politisch aktiv sind und von diesem System tagtäglich verfolgt werden. Das läuft kein bißchen anders ab, als z.B. in der DDR. Die systematische Verfolgung, Ausgrenzung und Ächtung aller ernsthaften nationalen Oppositionellen ist Realität. Und wer hilft dem Staat dabei? Die V-Leute! Das ist die einzige Verschwörung in dieser Sache, sie spielt sich zwischen Staat und V-Leuten ab. Und auch das nur solange, wie die V-Leute dem Staat im Kampf gegen uns nützlich sind.

Vergessen wir also all die V-Leute, die Staatsdiener in diesem ganzen „NSU“-Konstrukt und wenden uns jenen zu, die wirklich und glaubhaft als politisch aktive Menschen im nationalen Widerstand anzusehen sind. Wo sind sie? Im „NSU“ sind sie bislang (zum Glück) nicht zu finden. Ich spreche sicher für alle ernsthaften nationalen Dissidenten, wenn ich sage, dass gerade WIR das allergrößte Interesse daran haben, dass abseits der staatlich gelenkten „Ermittlungen“ eine wirkliche Aufklärung stattfindet, denn WIR sind die maßgeblich Betroffenen in dieser Angelegenheit. Nicht die Wühlarbeit irgendwelcher Spitzel, sondern unsere politische Arbeit als überzeugte Gegner dieses antideutschen Regimes soll durch das „NSU“-Phantom sabotiert werden. Das ist ganz offenbar das Ziel dieser geheimdienstlichen Operation unter dem Decknamen „NSU“. 

Wem nutzt es? Diese Frage haben sich Ermittler zu stellen, wenn sie herausfinden wollen, warum zum Beispiel ein Mord verübt wurde. Schon immer führte diese Frage unweigerlich zu den wahren Hintergründen. Beim „NSU“ ist das nicht anders. Den Nazis nutzt der „NSU“ ganz sicher nicht, so viel dürfte wohl jeder begriffen haben, der nicht total unterbelichtet ist. Dem Staat hingegen nützt der „NSU“ sehr, wie die Auswirkungen von der Medienkampagne bis zur Verschärfung der Repression deutlich zeigen. Damit ist auch klar, daß jeglicher Versuch, ein Konstrukt zwischen Staat und Nazis zu erfinden, lächerlich ist. Entlarvend ist, daß diese Versuche ausgerechnet von jenen kommen, die selbst zu den Nutznießern des „NSU“ gehören.  Linke, Demokraten und andere Nazi-Gegner sind also als „Aufklärer“ in Sachen „NSU“ höchst ungeeignet, weil definitiv befangen. Sie sollten lieber ihr Schandmaul halten und sich tunlichst daran erinnern, wie es damals mit dem RAF-Phantom gewesen war. War es da denn etwa eine „große Verschwörung“ zwischen Staat und Linken?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen