Montag, 19. Oktober 2015

Kölner Trugspuren



Kölns neue Oberbürgermeisterin heißt Henriette Rekers. Nachdem Sie am Sonnabend von einem „verwirrten Mann“ (Kölner Stadtanzeiger) mit dem Messer angegriffen worden war, dürfte das Ergebnis keine Überraschung sein. Die Wahlbeteiligung an sich blieb dennoch mit rund 40 Prozent extrem schwach. Die Mehrheit der Wahlberechtigten ließ sich auch nach der Attacke auf Frau Rekers von den Medien nicht mehr zum Urnengang instrumentalisieren.

Nach wie vor versuchen Behörden und Medien allerdings ein „rechtsextremes“ Motiv für die Tat zu konstruieren. Obwohl der Kontakt des Tatverdächtigen zum damaligen FAP-Umfeld in Bonn schon zwanzig Jahre her ist, soll krampfhaft eine Aktualität in längst Vergangenes eingehaucht werden. Einmal Nazi, immer Nazi. Auch die Antifa-Zuträger unterstützen die Behörden tatkräftig dabei. Ob Frank Steffen damals überhaupt „Nazi“ war oder bloß einer von vielen belanglosen, meist völlig unpolitischen Szenemitläufern, vielleicht sogar ein V-Mann wie der damalige Bonner FAP-Chef, ist völlig unklar.

Polizei und Staatsanwaltschaft sprechen von Einlassungen des Tatverdächtigen nach seiner Festnahme, die eine fremdenfeindliche Gesinnung „vermuten“ lassen. Vermutungen sind jedoch keine Beweise. Wenn die Polizei bloß „vermutet“, dann heißt das auf gut deutsch: Der Tatverdächtige hat nichts Konkretes geäußert und es wird sich etwas zusammengereimt. Seine Vergangenheit soll der Tatverdächtige laut Polizei nicht verschwiegen haben, aber es ist eben Vergangenheit, nicht Gegenwart.

Der „Express“ aus Köln greift jedoch die „Vermutungen“ der Polizei ungeprüft auf, um sich an der Konstruktion eines „fremdenfeindlichen“ Motivs zu beteiligen. Dabei versucht der „Express“ auch ganz gezielt, bekannte nationale Oppositionelle aus der Region mit dem Tatverdächtigen in Verbindung zu bringen und Trugspuren zu legen. Null Belege, aber viel dummes Gedöns. So wird beispielsweise der Militaria-Handel eines Bonner Aktivisten ins Spiel gebracht, der u.a. auch Messer verkaufen würde. Natürlich kann der Tatverdächtige sein Messer nirgendwo anders gekauft haben…

Ein gefundenes Fressen ist der ganze Vorfall natürlich für NRW-Innenminister Ralf Jäger, den Mann mit dem leicht pathologischen Linksdrall. Jäger hat keine Ahnung und keine Belege, holt aber sofort zum verbalen Rundumschlag gegen alles Nationale aus. Am besten gleich alle Rechten verhaften und erschießen…

Neben allen Vermutungen und Kaffeesatzlesereien steht bislang nur so viel fest: Die Tat ist aus politisch nationaler Sicht völlig kontraproduktiv, somit schließt sich ein politisches Motiv in dieser Richtung von selber aus. Der Täter ist zweifellos wirr und krank im Kopf. Daraus ergeben sich zwei mögliche Varianten: Der Täter hat sich selbst zu dieser wirren Tat entschlossen oder er wurde gezielt darauf angesetzt, weil jemand erkannt hat, daß der Mann aufgrund seines Dachschadens leicht dafür zu manipulieren war. Mehr Möglichkeiten gibt es nicht. Offene Fragen hingegen noch sehr viele.

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