Sonntag, 4. Oktober 2015

Die historische Lüge des 3. Oktober



Haben Sie gestern den Jahrestag der „deutschen Einheit“ gefeiert? Oder ging es Ihnen eher so wie vielen anderen Deutschen, die auch nie so recht einen Bezug zu diesem seltsamen Staatsfeiertag am 3. Oktober entwickeln konnten?

Politiker und Medien feiern an diesem Tage vor allem sich selbst. Das war schon vom ersten Tage an der Fall, als die historische Lüge des 3. Oktober im Jahre 1990 begann. Die Spätgeborenen unter Ihnen sollten die damaligen Ereignisse grundsätzlich kritisch hinterfragen, gerade weil Sie es nicht selbst erlebt haben. Alles, was uns seit 1945 über die politischen Geschehnisse in Deutschland serviert wird, ist mit höchster Vorsicht zu genießen, weil wir eben kein freies Land mehr sind und bekanntlich die Sieger die Geschichte schreiben. Sollten Sie den Mauerfall selbst erlebt haben, dann dürfte Ihnen der 3. Oktober wohl erst recht befremdlich erscheinen und Sie spüren aus eigenem Erleben, warum das so ist.

Die Geschichte der Sieger hörte auch 1990 nicht auf. Weder mit den „Zwei-Plus-Vier-Verträgen“ noch mit dem so genannten „Einigungsvertrag“ zwischen der DDR und der BRD. Was immer da am 3. Oktober von Politikern und Medien gefeiert werden mag – die deutsche Einheit ist es ganz sicher nicht. Das ist schon mal die erste große Lüge dieses Staatsfeiertages. Rein sachlich betrachtet haben sich 1990 lediglich zwei Teilgebiete des ehemaligen deutschen Reiches, genau gesagt zwei Besatzerkonstrukte, formal wieder zusammengeschlossen. Es handelte sich also nur um eine Teilwiedervereinigung, denn weitere Teilgebiete Deutschlands befanden sich nach wie vor in Feindeshand, obgleich sie uns völkerrechtlich sehr wohl zugestanden hätten. Die Rede ist hier von den deutschen Ostgebieten, aber auch von anderen deutschen Gebietsteilen wie z.B. Elsaß-Lothringen.

Politiker und Medien riefen aber damals schon im Zuge der Einigungsverhandlungen den irreführenden Propagandabegriff der „Deutschen Einheit“ ins Leben, um zu suggerieren, daß nach dem Anschluß der DDR die Wiedervereinigung aller nach dem Kriege auseinandergerissenen Teile Deutschlands wieder hergestellt sei. Dem war aber nachweislich nicht so. Die Einheit Deutschlands bis heute nicht hergestellt. Schlimmer noch, sie wurde ausgerechnet von denen verschenkt, die sich vor der Geschichte als Väter der „Einheit“ feiern lassen. Insbesondere Kohls Adlatus Wolfgang Schäuble spielte dabei eine unrühmliche Rolle, die eher der eines Hochverräters denn eines Einheitsschaffers entsprach.

Die Lüge von der angeblichen „Einheit“ setzte sich logisch fort bei der Auswahl des Datums für den gesetzlichen Staatsfeiertag. Für jeden Deutschen, der den historischen Mauerfall vom 9. November 1989 miterlebte, kann es keinen Zweifel darüber geben, welcher Tag mit der Überwindung der innerdeutschen Grenze verbunden ist und somit auch als wahrer Feiertag des Volkes in die Geschichte einzugehen hat. Der 9. November – nicht zum ersten Mal ein deutscher Schicksalstag.

Doch es konnte nicht sein, was nicht sein durfte. Der lange Arm eines gewissen Zentralrats dürfte dafür gesorgt haben, daß das deutsche Volk diesen 9. November nicht zu seinem Feiertag machen durfte. Erinnerungen an eine „Reichskristallnacht“ liegen immer noch wie Blei auf der fremdbestimmten, alles andere als souveränen Politik im Nachkriegsdeutschland. Und so wurde uns der wahre Tag des Volkes geraubt und durch ein rein willkürlich festgelegtes Datum ersetzt. Viele glauben, daß der „Einigungsvertrag“ zwischen BRD und DDR an jenem 3. Oktober 1990 unterzeichnet worden sei, doch dem ist nicht so. Diese Unterzeichnung erfolgte schon am 31. August 1990. Es wurden banale Formalitäten vorgeschoben, die rechtfertigen sollten, warum ausgerechnet der 3. Oktober als neuer Staatsfeiertag erkoren wurde. Nebensächliches Gedöns, nicht von Bedeutung.

Fakt ist: Der Tag des Volkes und der Überwindung der deutschen Teilung zwischen West- und Mitteldeutschland war der 9. November 1989. Das ist er auch bis heute in den Herzen der Menschen geblieben. Aber von der Politik wurde uns dieser Tag geraubt und alle Medien deckten diesen Schwindel von Anfang an.

Der 3. Oktober ist eine historische Lüge. Ebenso wie das Gerede von der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung, die unser Volk seit diesem Tage vor 25 Jahren wieder erlangt haben soll. Das mag zwar in den „Zwei-Plus-Vier-Verträgen“ geschrieben stehen, aber dort standen auch ganz andere Dinge, die in der Öffentlichkeit mit Hilfe der Medien falsch dargestellt worden sind. Die „Zwei-Plus-Vier-Verträge“ waren bekanntlich das Ergebnis der Verhandlungen der beiden Besatzerkonstrukte BRD und DDR mit den vier alliierten Siegermächten, die einer Teilwiedervereinigung nur unter bestimmten Voraussetzungen zustimmten.

Der in der Öffentlichkeit kaum verwendete tatsächliche Name des „Zwei-Plus-Vier-Vertrages“ lautet "Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland". Das „abschließend“ bezog sich vor allem auf die künftigen Grenzen Deutschlands, die von den Alliierten manifestiert wurden. Auch das ist Teil der historischen Lüge des 3. Oktober, denn hinter dieser erschwindelten „Einheit“ verbirgt sich eine knallharte Erpressung. Und unsere Politiker haben sich erpressen lassen. Sie haben den Verzicht auf alle deutschen Gebiete außerhalb von BRD und DDR anerkannt und unterschrieben. „Verzicht ist Verrat“, hatten etablierte Parteien von CDU bis SPD noch in den 50er Jahren getönt. Doch schon in den 70ern unter KGB-Spion Herbert Frahm alias Willy Brandt war alles vergessen und dieser Ungeist setzte sich auch im Zuge der Teilwiedervereinigungsverhandlungen fort.

Und der Verrat auf unsere völkerrechtlich bis dahin immer noch gültigen Gebietsansprüche war noch nicht alles. Die beiden deutschen Teilgebiete BRD und DDR sollten künftig nur noch als Teile eines vereinten Europas existieren dürfen. Auch das war eine zwingende Voraussetzung seitens der Alliierten, die von Bundeskanzler und Bilderberger Helmut Kohl bereitwillig akzeptiert wurde. Andere Teile des Vertragswerkes hingegen sind bis heute nicht erfüllt worden. Auf die Beendigung der alliierten Rechte in Deutschland (Artikel 7) warten wir immer noch vergebens. Nach wie vor sind US-Streitkräfte bei uns stationiert und führen von deutschem Boden aus ihre Angriffskriege. Nach wie vor kontrollieren US-Behörden wie die NSA sämtlichen Datenverkehr in Deutschland unter Berufung auf ihre Besatzungsstatuten. Die Feindstaatenklausel der „Vereinten Nationen“ aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges gilt nach wie vor, obgleich Deutschland angeblich wieder ein „gleichberechtigtes“ Mitglied sein soll.

Die historische Lüge des 3. Oktober besteht darin, daß uns Deutschen eine Einheit und eine Selbstbestimmtheit Deutschlands vorgegaukelt wird, die es de facto bis heute nicht gibt. Getragen wird diese Lüge von denen, die tagtäglich gegen unser Volk agitieren und es am liebsten vom Erdboden verschwinden sehen wollen. Es sind dieselben, die das Zusammenwachsen unseres Volkes seit 25 Jahren mit einer groß angelegten „Ossi-Wessi“-Hetzkampagne behindert haben. Es sind dieselben, die den Nationalismus bekämpfen, aber die alten Stasi-Schergen nach der Wende als PDS-Linkspartei einfach weiter machen ließen. Es sind dieselben, die unsere Frontsoldaten aus dem Kriege noch im hohen Alter als "Nazi-Verbrecher" vor die Gerichte zerren, aber die Mauermörder des SED-Regimes laufen lassen. Es sind dieselben, die das Volksvermögen in der ehemaligen DDR über ihre Treuhandganoven verscherbelten und anschließend unsere D-Mark abschafften. Es sind dieselben, denen das Wohl unseres Volkes am Arsch vorbeigeht und die gleichzeitig Millionen Fremde in unser Land holen.

Deutschland befindet sich unter dem Hammer. Die Einheit ist eine Illusion. So wie der Tag, an dem sie gefeiert wird. Vergessen Sie dieses Gedöns. Es hat mit unserem Volk und unsere Zukunft nichts zu tun. Hören Sie lieber auf Ihr Bauchgefühl, denken Sie an den 9. November. Das ist der Tag, an dem uns warm ums Herz werden sollte und der immer wieder unser Schicksal ist. Von der Feldherrnhalle bis zum Mauerfall ist es nur ein ganz kleiner Schritt. Der Schritt in die Freiheit. Der Schritt, der über den Aufstand des Volkes zu einem wirklich neuen Anfang führen kann.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen