Freitag, 21. August 2015

Egon Bahr - Kalter Krieger der Alliierten



Endlich hat er das Zeitliche gesegnet, der umtriebige Deutschenhasser Egon Bahr. Von den Leitmedien wird er als "Architekt der deutschen Einheit" posthum geehrt. Angesichts seines tatsächlichen Wirkens und Wollens können wir Deutschen das nur als eine unverschämte Frechheit zurückweisen. Egon Bahr, Sohn einer jüdischen Mutter, war alles Mögliche, aber ganz sicher keiner, der die Wiedervereinigung der beiden deutschen Nachkriegsteilstaaten gewollt hat. Ganz im Gegenteil. Bahr hat immer wieder mit schlimmster Rabulistik gegen die Wiedervereinigung gehetzt.

Schon 1963 machte sich der enge Berater des damaligen Bundeskanzlers Herbert Frahm (Künstlername "Willy Brandt") einen unrühmlichen Namen bei der Entwicklung des Konzepts vom "Wandel durch Annäherung". Offiziell wurden damit Phrasen wie "Entspannungspolitik" und "Friedenssicherung" verbunden, aber faktisch lief es auf eine endgültige Anerkennung der deutschen Teilung in zwei Besatzerkonstrukte hinaus.

Das manifestierten Bahr und sein Bundeskanzler dann auch in den berüchtigten Ostverträgen, mit denen nicht nur die Anerkennung der DDR, sondern auch der Verzicht auf unsere deutschen Ostgebiete besiegelt wurde. Egon Bahr war dabei als "Anwalt Diabolo" unterwegs, als Kalter Krieger für die Interessen der Amis und Russen gleichermaßen. Bahr hatte überall enge Kontakte zur Machtelite. Sowohl im Westen über die Bilderberger oder seine Arbeit bei RIAS, als auch im Osten zur SED-Führung und Väterchen Moskau. Nur für eine Interessenlage war Bahr niemals aktiv: Für deutsche Interessen.

Wenn Bahr zuletzt darüber schwadronierte, dass auch die Amis ihn nicht an seiner Politik der Annäherung an die DDR gehindert hätten, so ist das keineswegs so verwunderlich, wie Bahr uns glauben machen wollte. Es war vielmehr eine langfristig geplante Strategie zwischen US-Machtelite und Gorbatschow schon seit Ende der 70er Jahre, dass die Mauer verschwinden müsse, um den Ziel der globalen Weltherrschaft näher zu kommen. Und dies führte, da waren sich Kissinger von der "heimlichen Regierung Amerikas" (dem Council on Foreign Relations) und Gorbatschow einig, nur über ein vereintes Europa ohne Grenzen. Also auch ohne Mauern und ohne DDR.

Ob Bahr als Bilderberger dieses Ziel teilte, darüber kann nur spekuliert werden. Oftmals erweckte er eher den Eindruck, als versuche er vielmehr krampfhaft die Teilung Deutschlands um jeden Preis aufrecht zu erhalten. Schon 1979 hatte Bahr in einer Westberliner Diskussion die Frage der deutschen Einheit als der Friedensfrage nachgeordnet bezeichnet. In seinen weiteren Äußerungen (1988/1989) hielt Egon Bahr an seiner Haltung zu "zwei Friedensverträgen" sowie der These von der "Lebenslüge der Bundesrepublik" im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung fest.

Für Bahrs umtriebige Beteiligung als Architekt an einer Überwindung Deutschlands durch die Schaffung des von den Alliierten gewünschten EU-Superstaates spricht allerdings der verräterische Titel seines Buches: "Sicherheit für und VOR Deutschland. Vom Wandel durch Annäherung zur Europäischen Sicherheitsgemeinschaft". Offenbar plagte Bahr auf dem Weg zu seinen wirklichen Zielen doch die Angst, dass die Wende ein neues "Großdeutschland" zur Folge haben könnte, welches die globalen Pläne der Alliierten durchkreuzt und sich seine Souveränität zurückholt.

Diese Ängste und seine durch und durch antideutsche Gesinnung veranlassten Egon Bahr immer wieder zu üblen Haßtiraden gegen die Wiedervereinigung. Während eines Besuches einer Delegation des ZK der SED (unter Leitung von Egon Krenz) am 7./8. Juni 1989 bei den von Lafontaine organisierten "Saarbrücker Gesprächen" hielt der DDR-Bericht fest:

"Bahr unterstützte nachträglich die Feststellung, daß Träumereien über eine sogenannte Wiedervereinigung am Kamin oder unter Mainzer Dächern Vertrauen nicht fördern, sondern Mißtrauen zwischen den europäischen Völkern säen. Es gehe - so Bahr - bei der Wiedervereinigung um eine gefährliche Störaktion gegen weiteren Fortschritt zu Abrüstung und Entspannung. Solche Fortschritte seien nur bei Stabilität möglich. Störaktionen dagegen destabilisieren die Lage".

In einer Aussprache im Bundestag am 1.12.1988 machte Eduard Lintner (CDU/CSU) darauf aufmerksam, was Bahr zum Thema Deutsche Einheit von sich gab:

"So spricht zum Beispiel Egon Bahr von der 'Illusion der Wiedervereinigung'. Er tut sie örtlich als 'Quatsch' ab, nennt sie 'objektiv und subjektiv Lüge', 'Heuchelei, die uns und andere vergiftet', 'politische Umweltverschmutzung'. Das sind alles wörtliche Zitate aus den letzten Tagen."

Als die Teilwiedervereinigung zwischen BRD und DDR partout nicht mehr aufzuhalten war, mache Egon Bahr aus seiner Enttäuschung gegenüber den Genossen in Moskau keinen Hehl. In dem Buch von Manfred Uschner ("Die Ostpolitik der SPD, Sieg oder Niederlage einer Strategie") heißt es:

"Für 'peanuts', so der enttäuschte Egon Bahr, gab dann Gorbatschow in Shelesnowodsk die selbstständige Existenz der DDR engdültig preis. Das geschah ohne Rücksichtnahme auf die langjährigen verdienstvollen ostpolitischen Verhandlungspartner der deutschen Sozialdemokratie"

Egon Bahr geht für uns in die Geschichte ein als willfähriger Handlanger der Alliierten und Helfershelfer fremder Machtinteressen. Mit seinen Ostverträgen ist er der Hauptverantwortliche für die Politik des Verzichts auf unsere deutschen Ostgebiete. In jedem anderen Land wäre er dafür als Landesverräter auf die Anklagebank gekommen - in dieser Republik jedoch wird er bis nach seinem Tode von Medien und Politik dafür geehrt. Damit ist nicht nur über Bahr, sondern auch über den Zustand in diesem Lande ein klares Urteil gesprochen.

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