Donnerstag, 30. Juli 2015

Traum und Untergang der Wehrsportgruppe Hoffmann VIII: Phantom Hepp



Mitte Juni 1981, Frankfurt am Main


Am Flughafen Frankfurt am Main wird Karl Heinz Hoffmann festgenommen. Seine Kampfgruppe im Libanon hatte kurz zuvor Auflösungserscheinungen gezeigt: Der sympathische Postler Behle war mit seinem späteren frei drehenden Zeugen Mainka aus dem Lager der Fatah zu den Falangisten abgehauen, und die Gruppe um Odfried Hepp hatte sich (wieder einmal) in die deutsche Botschaft abgesetzt. Man hindert Hoffmann daran, in den Libanon zurückzukehren und bringt die Gruppe um Hepp zurück in die BRD, um sie ebenfalls am Flughafen zu verhaften.


Nach der Festnahme der so genannten Rechtsextremisten, die ja mit der eher links orientierten Fatah zusammen gearbeitet hatten, zerbricht sich die Justiz den Kopf darüber, wie man Hoffmanns Kampfgruppe einzuordnen habe. Teile der Justiz und der politischen Eliten in der BRD wünschen eine Einordnung als terroristische Vereinigung mit Strafbarkeit im Geltungsbereich der Gesetze des Landes. Allerdings lässt sich der Bundesgerichtshof nicht dreinreden und verneint eine Strafbarkeit der Gründung der WSG Ausland nach § 239. Generalbundesanwalt Rebmann muss die Sache an ein Nürnberger Gericht abgeben.


Die Gruppe um Hepp sagt in der Haft gegen Hoffmann aus. Neben einer Reihe von schrecklichen Vorwürfen, die später teilweise fallen gelassen werden, Hoffmann aber auf Jahre ins Gefängnis bringen werden, gibt Hans Peter Fraas den Behörden einen Tipp zu jenem Sprengstoff, den er einst Hoffmann im September 1980 „vorbeigebracht“ hatte. Woher das BKA von den gefälschten Dollarnoten weiß, die Hoffmann in den Libanon gebracht haben soll, das mag in diesem Sommer 1981 vielleicht Udo Albrecht wissen.


Es kommt dick für Hoffmann. Seine Leute, genau jene, denen er auch die Desertion verziehen hat, sagen mit voller Wucht gegen ihn aus, teilweise wahrheitswidrig, wie zu vermuten ist und wie sich später vor Gericht zeigen wird. Trotz der Ablehnung einer Strafbarkeit nach dem berüchtigten § 239 ist die Lage verzweifelt.


Die gefangenen Männer um Hepp, jene Gruppe, die vor 1980 bereits im Schwarzwald eine Art Kameradschaft gebildet und im Libanon dann bei diversen Gelegenheiten gemeinsame Sache gemacht hatte, werden auch zum Oktoberfestattentat befragt. Die einschlägigen Befragungen scheinen auf jenen Fund von Köhlers Adresse zurückzugehen, der angeblich bei Hepp gemacht worden sein soll. Das scheint aber nur so.


Die „Gruppe Hepp“, wie Rechtsanwalt Dietrich das Grüppchen aus dem Ortenaukreis noch 2015 beim Schwätzen am Podium nennen sollte, war ein regulärer Teil der WSG Ausland gewesen. Noch 2015 sollte diese Gruppe als eine große Unbekannte im Spiel um das Oktoberfestattentat mystifiziert werden. Tatsächlich hatte man die vier jungen Männer seit 1980 scharf im Blick; insbesondere das Bundesamt für Verfassungsschutz fertigte regelmäßig Lagebilder zur „Gruppe Hepp“ an. Im Gegensatz zu den hauptberuflichen Desinformanten des Jahres 2015 wissen das BfV, aber auch der BND und das BKA sehr genau über den Aufenthaltsort der Männer um Hepp Bescheid.


So weiß man natürlich auch, dass Hepp und seine Kameraden zum Zeitpunkt des Anschlags in Haft sind, und zwar in einem Gefängnis der Fatah. Der zuständige Abteilungsleiter beim BfV besitzt sogar eine Lagekarte, einen Stadtplan von Beirut, in den er die mutmaßlichen Aufenthaltsorte von Hepp und Anhang einzeichnet.


Wenn Aktenfex Rechtsanwalt Dietrich noch 2015 innere Erlebnisse beim Studium der Akten zu Hepp feiert, so hätte ihm doch nach halbwegs seriösem Studium der Unterlagen auffallen müssen, dass sein Tatverdacht gegen den Mann aus Achern absurd ist.


Ähnlich erging es der SOKO Teresienwiese, die bereits kurz nach dem Attentat beim BKA, beim BfV sowie beim BND nachfragte, wo denn Hepp abgeblieben sei. Schließlich hatte man nach Köhlers NADIS-Eintrag zur WSG sowie dem angeblichen Fund von Köhlers Adresse bei Hepp Ermittlungsbedarf. Dass dieser Ermittlungsbedarf freilich mit Problemen verbunden war, ergibt sich schon aus der Tatsache, dass Hepp offenkundig nur unter Beanspruchung „ausländischer Quellen“, also Spitzeln bei der Fatah, auszukundschaften war.


Noch 2015 wird Rechtsanwalt Dietrich, eine historisch vollkommen unbedeutende Figur und doch bedeutend als Steller dummer Fragen, die Frage stellen, wieso denn die Protokolle jener Gespräche, mit denen man den Verdacht gegen Hepp mündlich endgültig ausräumte, aus den Akten verschwunden seien. Allein die Sperrfrist jener verschlossenen Akten (bis 2060) zeigt recht deutlich, dass man es hier nicht mit inländischem Informantenschutz zu tun hat. Vielmehr werden offensichtlich die Interessen des israelischen Geheimdienstes geschützt, der die Fatah unterwandert hatte.


Mittwoch, 29. Juli 2015

Asyl, Einwanderung, Ausländerhass? Lesen Sie, was BILD wirklich propagiert!



Das Atlantikbrücken-Blatt mit den vier Buchstaben ist das zentrale Propagandablatt der Machtelite und soll deren Politik an den „Kleinen Mann“ verkaufen, der ja bekanntlich nicht selber denken kann, sondern eine Meinung geBILDet bekommen muss. Das sehen wir besonders deutlich beim Thema Asylanten und Überfremdung. Heute trat BILD mit einem Forderungskatalog auf, was sich mit Blick auf Asylanten und Einwanderung „jetzt sofort ändern“ solle.




Eigentlich eine leicht durchschaubare Überfremdungspropaganda mit ein paar geschickt gesetzten Sprüchen, die so manchem einfach gestrickten Leser auf den ersten Blick gefallen könnten, obwohl etwas ganz anderes dahintersteckt. Was also propagiert die BILD-Zeitung mit ihren „Forderungen“ wirklich?



BILD propagiert:

Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz!

Deutschland braucht in den nächsten Jahren Tausende zusätzliche Arbeitskräfte (vor allem Facharbeiter, Pfleger und Ingenieure) aus dem Ausland. Bis 2030 fehlen bei uns 1,4 Millionen Arbeitskräfte, warnt das Bundesarbeitsministerium! Dazu brauchen wir ein Gesetz, das den Zuzug regelt: Wer gut ausgebildet ist und gut Deutsch spricht, kommt leichter nach Deutschland. Wer zu uns kommt, um sich Sozialleistungen zu erschleichen, muss zurück in sein Herkunftsland – und zwar schnell!



Nein, wir brauchen kein Einwanderungsgesetz, denn damit würde unser Land de facto zum Einwanderungsland erklärt und jeder Fremde aus aller Welt hätte ein Anrecht darauf, seine Einwanderung zu beantragen und einzuklagen. Das wäre das Ende Deutschlands, denn das deutsche Volk wäre dann dem ungehinderten Zuzug von Fremden noch schutzloser ausgeliefert, als bisher.



Nein, wir brauchen keine zusätzlichen Arbeitskräfte aus dem Ausland. Wir haben schon Millionen deutsche Arbeitslose und durch den Zuzug von fremden Arbeitsnomaden werden künftig noch mehr Deutsche einem noch größeren Konkurrenzdruck auf dem Arbeitsmarkt ausgesetzt. Folge: Noch mehr Deutsche drohen arbeitslos zu werden und die Löhne sinken durch den Konkurrenzdruck weiter nach unten. Wir werden zum Billiglohnland, unsere sozialen Absicherungen sind nicht mehr finanzierbar, wir bekommen Armutszustände wie in den USA.



Wir Deutschen müssen uns endlich wieder auf uns selbst konzentrieren. Wir brauchen keine Fremden, die unser Land in Beschlag nehmen. Wir brauchen endlich wieder viel mehr eigene Kinder, um unsere Zukunft zu sichern.




BILD propagiert:

Gerechte Verteilung von Flüchtlingen!

Es könne nicht sein, „dass drei Viertel aller Asylbewerber auf fünf Mitgliedsstaaten entfallen“, klagt Kanzlerin Merkel. Tatsache: Würden die Flüchtlinge in der EU gerecht (nach Bevölkerung, Wirtschaftskraft) verteilt, müsste Frankreich 30 000 mehr aufnehmen, Großbritannien sogar 60 000 zusätzlich – und Deutschland 80 000 weniger. Dieses Prinzip gilt in Deutschland. Dennoch: Bayern leidet am meisten unter der Zuwanderung; allein letzte Woche reisten über die österreichisch-deutsche Grenze fast 6000 Ausländer illegal ein.



Schwachsinn, wir brauchen keine „gerechte Verteilung“, sondern gar keine Verteilung. Das Recht auf Asyl muss schleunigst aus dem Grundgesetz verschwinden, der Zuzug von Asylanten muss gestoppt werden. Zumal über 95% der Asylsuchenden sowieso nicht politisch verfolgt werden, sondern nur deshalb kommen, weil sie wissen, dass sie bei uns besser leben können als in ihrer Heimat. Das ist aber der falsche Weg. Wir müssen endlich aufhören, Asyl zu gewähren, sonst ändert sich in den Heimatländern der Asylanten nie etwas.


BILD propagiert:

Schnellere Verfahren für Flüchtlinge und Asylbewerber!

Derzeit dauert ein Asylverfahren im Schnitt knapp sechs Monate. BILD sagt: viel zu lange! Zuständig ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg (BAMF) mit 2800 Mitarbeitern in 48 Regionalbüros. Problem: „Antragsteller, deren Chance auf Anerkennung fast null ist, binden Ressourcen“, sagt BAMF-Chef Manfred Schmidt. Gemeint: Asylbewerber vom Balkan (z. B. Kosovo), die in Deutschland praktisch nie Asyl bekommen. Hinzu kommt Personalmangel. Die Mainzer Regierungschefin Malu Dreyer (54, SPD): „Die Bundesregierung hat uns 2000 zusätzliche Stellen zugesagt – nur wenige wurden geschaffen.“



Wir brauchen keine schnelleren Verfahren, sondern gar keine Verfahren. Dazu müssen wir nur endlich das Asylrecht abschaffen, das seit Bestehen des Grundgesetzes – es wurde von den Alliierten dort hineingetrickst – die Ursache allen Übels ist.


BILD propagiert:

Schlepper und Schleuser entschiedener bekämpfen!

Ein Schleuser-Ticket in die EU kostet derzeit zwischen 1000 Dollar (Boots-Überfahrt von Libyen nach Italien und 5000 Dollar („Syrien-Trail“: vom türkischen Hafen Mersin nach Italien). Die Rechnung der Schleuser: 1000 Passagiere à 5000 Dollar macht 5 Millionen pro Überfahrt – abzüglich maximal einer Million Dollar Kosten (fürs Schiff) macht 4 Millionen Reingewinn. BILD fordert: Europa muss Schleppern und Schleusern den Krieg erklären, sie noch stärker vor Ort bekämpfen, ihre Strukturen zerstören.



Warum das Pferd von hinten aufzäumen? Schlepper und Schleuser sind nicht die Ursache. Die Ursache ist, dass Länder wie Deutschland, Frankreich u.a. grundsätzlich aufnahmebereit gegenüber Ausländern sind. Sei es durch Asylgesetze, Einwanderungsparagraphen oder ähnliches. Wenn klar ist, dass diese von den Machteliten gewünschte Massenüberfremdung nicht mehr gewollt ist, dann gibt es auch nichts mehr zu schleppen und schleusen. Aber diese eingängige Logik darf man von BILD nicht erwarten, denn BILD versucht uns ja im Namen der Machtelite das Gegenteil zu verkaufen, und sei es noch so schädlich für uns. Die schlimmsten Schlepper und Schleuser sitzen in der Regierung, in Berlin, in Brüssel, in Washington. Diese Asylmafia muß endlich ausgetrocknet werden!

Montag, 27. Juli 2015

Wenn Sprengstoff im Spiel ist...



Im sächsischen Freital kocht die Volksseele schon seit längerem hoch, weil die Einheimischen gegen ihren Willen ein Asylantenheim vor die Nase gesetzt bekamen und immer mehr Scheinasylanten dorthin verfrachtet werden. Dagegen regte sich öffentlicher Protest – im ganz legalen Rahmen. Zu Reibereien kam es bislang nur mit Befürwortern der Asylflut. Das allerdings auch nur beim unmittelbaren Aufeinandertreffen anläßlich von Protesten und Gegenprotesten. Alles noch recht harmlos und keineswegs so dramatisch, wie von manchen Massenmedien dargestellt.

Unbekannte Täter oder Kreise scheinen nun aber richtig Öl ins Feuer gießen zu wollen, denn in der Nacht zum heutigen Montag brannte das Auto eines gewissen Michael Richter, der für die SED-Nachfolgepartei im Freitaler Stadtrat sitzt. Richter soll vor Ort als Mitveranstalter von Pro-Asyl-Aktionen bekannt sein. Nachts habe es dann einen sehr lauten Knall vor seiner Haustür gegeben und anschließend hätte Richter eine schwarze Wolke über seinem Golf gesehen.

In den Medien wird bereits schlagzeilenträchtig von einem Sprengstoffanschlag gesprochen, obwohl noch nicht klar ist, ob es sich wirklich um Sprengstoff, also z.B. militärischen Sprengstoff o.ä., handelte. Sollte dem aber so sein, dann könnte das interessante Rückschlüsse vor allem auf mögliche Anstifter im Hintergrund zulassen. Denn immer wenn Sprengstoff im Spiel ist, dann sind VS-Agenten und Geheimdienste bekanntlich nicht weit. Das war schon bei der RAF so oder auch beim Oktoberfestattentat. Sprengstoff ist ein ziemlich sicheres Indiz dafür, daß nichts so ist, wie es scheint.

Wie es scheinen soll, das liegt wohl auf der Hand, denn wenn ein Linker betroffen ist, dann soll der Anschlag natürlich Rechten in die Schuhe geschoben werden. Prompt tauchte ein paar Stunden danach auch schon ein passender Kommentar anonym im Internet auf, daß man sich über einen „Racheakt“ nicht wundern müsse. Das kann die Dummheit eines einzelnen Trottel sein, aber auch Teil einer geplanten Operation, mit der bestimmte Kreise den rechtmäßigen Protest gegen die Asylflut in Mißkredit bringen wollen. In Zeiten eines NSU-Phantoms, wo der Staat mit Null Fakten eine ganze Mordserie vermeintlichen Rechten zuschiebt, ist nichts mehr abwegig genug, als daß es nicht in Betracht gezogen werden muß.

Antifaschistische Kreise wissen natürlich, wie der Ball versenkt werden muß, wenn sie einen solchen Elfmeter wie jetzt in Freital geschenkt bekommen. Herr Richter faselte sofort von einer „Abschussliste“, auf der er „ganz oben“ stehe, weil er ja so furchtbar wichtig ist. Er hat zwar null Belege für die Existenz einer wirklichen „Abschussliste“, aber in den Medien läßt sich dieser bedrohlich klingende Terminus gut verkaufen, um den politischen Gegner unter Verdacht zu stellen. Das bietet sich besonders an, wenn einem die sachlichen Argumente in der politischen Auseinandersetzung ausgegangen sind.

Nicht jede strafbare Handlung im Zusammenhang mit Asylantenunterkünften muß automatisch von Geheimdiensten gelenkt sein, das wäre etwas zu einfach. Aber die Häufung in der letzten Zeit ist schon sehr verdächtig. Vor allem wenn es dort passiert, wo die Asylgegner – wie in Freital – eine starke Basis im Volk haben. Der Protest gegen die Ayslflut ist richtig und wichtig, und genau deshalb muß er auch legal bleiben. Schauen Sie genau hin, wo Provokateure agieren und Dinge passieren, die den rechtmäßigen Protest ins Unrecht setzen. Denken Sie daran: Bis heute ist nicht geklärt, welche Rolle Geheimdienste und Agenten damals in Rostock-Lichtenhagen etc. gespielt haben. Aber die Auswirkungen kann jeder sehen: Schon damals haben Brandsätze das Gegenteil von dem erreicht, was das Volk erreichen wollte.

Samstag, 25. Juli 2015

Schämen für die "Flüchtlingshasser"



eine Glosse von Dr. Schambein

Hallo, ich bin der Til das Bürgersöhnchen aus gutem Hause. Oh Mann, ich hab echt keine Ahnung woher der ganze Wohlstand kommt, in dem ich aufgewachsen bin, darum finde ich auch, daß ruhig alle Welt was davon abhaben soll. Ob das funktioniert und was dann von unseren sozialen Errungenschaften übrigbleibt, da hab ich keine Ahnung von, aber unser Land soll ja so reich sein, heißt es immer und dann wird das schon stimmen. Bei mir stimmt das ja auch, ich bin vom kleinen Porno-Stöhner zum großen Kinostar geworden. Gut, das Niveau meiner Filme ist meist kaum größer als ein Küken oder ein paar Hasenöhrchen, aber was soll`s? Den Leuten gefällt`s und ich bin damit reich und berühmt geworden.

Als Promi hab ich das Gefühl, ganz wichtig zu sein und deshalb mische ich mich auch gerne in Dinge ein, die öffentlich debattiert werden. Ich versteh zwar nix von Politik und was aus meinem Volk wird, geht mir auch am Arsch vorbei, aber als angepaßter Gutmensch aus der Upperclass schwimme ich gerne mit dem Mainstream mit, den die Medien verbreiten. Und der Mainstream verlangt eben Solidarität mit Flüchtlingen, also ist es meine Pflicht, nicht groß nachzudenken, sondern mitzumachen.

Mir geht`s ja so gut, ich kann`s mir gerade noch leisten, meine ollen Schlüpper oder die abgenudelte Zahnbürste zu spenden und mich dafür feiern zu lassen. Ne, im Ernst, ich kann auch richtig Kohle locker machen, bin ja gestopft genug! Meine große Beliebtheit bei den Fans mißbrauche ich einfach mal, um die offizielle Flüchtlings-Propaganda zu unterstützen. Das machen viele Promis, da darf ich ja nicht fehlen. Bin ja voll menschlich, so mit Albert dem Schweitzer und so. Hab ich mal kurz gegoogelt, aber tolles Zitat, ne? Manche sagen vielleicht, ich könne mir das ja auch leisten, denn ich hätte ja nicht unter den Folgen der Massenzuwanderung zu leiden – ich mit meiner großen Villa am Elbestrand. Mir würden sie ja keine Containerdörfer vor die Nase setzen und wenn doch, dann könnte ich jederzeit woanders ein neues Luxusdomizil kaufen.

Aber das sähe ja nach Flucht aus... Und außerdem: Platz genug hätte ich in meiner Villa ja, da könnten tatsächlich ein paar arme Flüchtlinge einziehen. Aber ich bin ja so bescheiden und trau mich gar nicht, einen solchen Vorschlag von selbst zu machen. Könnten Sie das nicht für mich tun? Einfach mal bei der Behörde anrufen und sagen: Oh Mann, der Til ist sooo ein guter Mensch, der würde sich super freuen, wenn das Asylantencamp vom Jenfelder Moorpark zu ihm aufs Grundstück umziehen würde. Und die Anwohner in Jenfeld würden sich dann auch ganz dolle freuen und mich dafür lieben…

Obwohl…? Ne, Moment mal, jetzt schnall ich das erst: Das wären dann ja richtige Flüchtlingshasser, für die ich mich ja schämen müßte. Schämen klappt in Deutschland immer gut. Das ist aber auch ein empathieloses Pack, diese Deutschen da, die sollen doch gefälligst mit Hartz IV zufrieden sein… und mit ihrer gesetzlichen Krankenversicherung… und überhaupt können die doch froh sein, daß die Amis uns nicht nur kaputt gebombt haben, sondern danach auch Milliarden in unser Land gepumpt haben. Deutsche waren ja auch mal Flüchtlinge, hab ich gehört, so nach dem Krieg und so, als die von Deutschland aus geflüchtet sind… nach Deutschland… hm, irgendwie komisch, ne also das war irgendwie was anderes… aber da komm ich jetzt nicht hinter… aber Frieden, Frieden haben wir doch und alle sind reich oder sowas...

In den Flüchtlingscamps, da ist es ganz ganz schlimm. So mit Angst und Belastung und so. Ich weiß auch nicht woher ich das weiß, ich war ja noch nie da drin. Hat wahrscheinlich in der Zeitung gestanden. Aber ich könnte ja mal eines besuchen und die BILD-Zeitung begleitet mich dabei. Das gibt bestimmt wieder einen tollen Shitstorm auf meiner Fanpage, von wegen ob ich jetzt `nen Dschungelcamp für Arme mache und ob ich nicht merken würde, das da keine armen verfolgten Menschenkinder rumlaufen, sondern fröhliche kräftige Männer, die unser Sozialsystem mißbrauchen.

Ja, und dann wird mir schon wieder schlecht, denn mit Kritik kann ich echt gar nicht umgehen, obwohl ich ja an und für sich der Meinung bin, daß jeder seine Meinung sagen darf, aber eine andere Meinung als meine will ich auf meiner Seite dann lieber doch nicht hören, sonst fängt noch jemand an, darüber nachzudenken… 

Sonntag, 19. Juli 2015

Das Ende der Internet-Revolution



Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit, da kannten die meisten Leute noch nichts vom Internet und seinen Möglichkeiten. Eigentlich ist das Internet erst seit ca. Mitte der 90er Jahre bekannt, bei der Masse sogar erst seit Anfang der 2000er. Damals noch im Schneckentempo und längst nicht so ausgereift, wie es heute fast jedes kleine Kind wie selbstverständlich kennt.

Aber es war damals eine mediale Revolution, denn: Volkes Meinungen fanden bis dahin so gut wie gar keinen Eingang in die klassischen Massenmedien und damit in die Öffentlichkeit. Vielmehr war es so, daß die Massenmedien vom Nato-„Spiegel“ bis zur „Bild“-Zeitung die öffentliche Meinungsmache beherrschten und dem Volk vorgaben, was es zu denken hatte. Kritische Meinungen konnten nur schwierig und in sehr begrenztem Wirkungskreis Verbreitung finden. Insofern unterschied sich die Medienmacht in westlichen „Demokratien“ kaum von der in China oder Rußland. Es war genau genommen sogar noch viel hinterhältiger, weil dem Volk im Westen Meinungsvielfalt vorgegaukelt wurde, obwohl alles Relevante fein säuberlich durch Politik und Geheimdienste gesteuert war.

Mit dem Beginn der Massentauglichkeit des Internets änderte sich das schlagartig. Plötzlich konnte jeder mit einem kleinen bißchen technischen Verständnis seine eigene Homepage ins World Wide Web stellen und an einer ganz neuen Form der öffentlichen Meinungsäußerung teilhaben. Kosten und Aufwand waren gering, der Nutzen hingegen sehr groß und effektiv. Es war eine echte Revolution in Sachen Meinungsfreiheit, der die Machteliten mit ihrer gelenkten Journaille zunächst hilflos gegenüber standen. Politisch unliebsame Meinungen konnten plötzlich nicht mehr so einfach unterdrückt, verschwiegen oder verzerrt werden – die Antwort kam prompt online für alle Welt sofort sichtbar.

Doch wie jede revolutionäre Sache trug auch das Internet den Keim der Selbstzerstörung bereits in sich. Wenn die Masse den Wert dieser „Waffe“ nicht begreift, weil der Spießer trotz modernster Technik immer instinktlos bleibt, dann haben die Mächtigen leichtes Spiel, auch das Internet für sich zurückzuerobern. Der Schlüssel dazu sind ausgerechnet die „sozialen Netzwerke“ wie Facebook, WhatsApp o.ä., die uns grenzenlose freie Kommunikation suggerieren sollen.

Tatsächlich aber befindet sich diese scheinbar freie Kommunikation von Millionen Menschen unter der Kontrolle weniger mächtiger Konzerne, die „rein zufällig“ alle ihren Sitz in den USA haben. Hinter diesen Konzernen steht ganz automatisch der mächtigste Überwachungsapparat der Welt – CIA, NSA, FBI. Die Konzerne kooperieren bereitwillig mit den US-Behörden, aber es wäre auch ohnehin nicht anders möglich. Sämtlicher Datenverkehr in den Netzen wird komplett überwacht und nach unliebsamen, kritischen, oppositionellen Ansichten durchforstet. Behörden und Ämter auch bei uns in Deutschland partizipieren davon, denn sie sind nun einmal die Vasallen der USA, da beißt keine Maus den Faden ab.

Auch Bundesbürger müssen also mit ganz realen Konsequenzen rechnen, wenn die globale Überwachungsmiliz auf vermeintlich verdächtige Dinge in ihrem „digitalen Leben“ stößt. Was verdächtig ist und was nicht, obliegt dabei ganz der Willkür und Phantasie der Herrschenden, die ihre Macht mit allen Mitteln schützen wollen. Seit dem 11. September 2001 tun sie es unter dem äußerst pauschalen Vorwand des weltweiten „Kampfes gegen den Terror“, der ihnen auch für das Internet unbeschränkte Möglichkeiten der Überwachung und Sanktionierung einräumt. In der Bundesrepublik wurde der Überwachungsstaat ganz besonders im Hinblick auf nationale Oppositionelle zusätzlich weiter ausgedehnt. Hier genügen also auch schon unliebsame Netzinitiativen gegen Asylantenheime oder generelle Kritik an der antideutschen Politik der Mächtigen, um ins Visier von Geheimdiensten, BKA und Bundesanwaltschaft zu geraten. Das geht schneller, als so mancher gutgläubige Bürger sich das vorstellen kann, wenn er „nur mal seine Meinung“ twittert oder auf Facebook den Daumen für eine Seite hebt, die ihm gefällt.

Es ist schwierig geworden, sich im Internet der Kontrolle des Überwachungsstaates zu entziehen und seine Meinung so zu verbreiten, daß man nicht auf der Anklagebank des Justizapparates landen kann, falls die Meinung den Regierenden ein Dorn im Auge ist. Die Machteliten schränken das Internet Stück für Stück weiter ein und die Dummheit der Masse ist ihr bester Helfer. Die Masse tummelt sich in den Netzwerken, in denen sie sich tummeln soll, ohne zu erkennen, daß sie es soll und wer das wirklich kontrolliert.

Die meisten Bürger beruhigen sich (und andere) dann gerne mit dem Argument, daß sie ja sowieso nur Kaffeklatsch halten und nichts zu verbergen hätten. Genau damit fängt jedoch die Schere im Kopf und der Beginn orwell`scher Verhältnisse an: Man unterläßt ganz bewußt Äußerungen, von denen man glaubt, daß sie vielleicht auf Mißfallen der Herrschenden stoßen könnten. Eine Selbstzensur wie zu Zeiten mittelalterlicher Kirchenmacht. Damit werden der Sinn und die Möglichkeiten des Internets in ihr Gegenteil verkehrt – das Ende einer Revolution.

Freitag, 17. Juli 2015

Die auslandshörigen Ja-Sager



Wie nicht anders zu erwarten, hat die große Mehrheit des Bundestages heute ein weiteres Banken… äh, „Griechenland“-Rettungspaket in Milliardenhöhe abgesegnet. Formal ging es zwar noch nicht um die konkrete Kreditvergabe, aber die Bereitschaft dazu wurde heute manifestiert. Damit erweisen sich die meisten Abgeordneten wieder einmal als auslandshörige Ja-Sager, die unsere Steuergelder ohne Skrupel in alle Welt hinaus für fremde Interessen verschleudern. Klar, es geht ja auch nicht an ihren Geldbeutel, im Gegenteil, diese Maden im Parlamentsspeck liegen uns ja noch zusätzlich auf der Tasche – und zwar schon viel länger und teurer als irgendein Grieche.

Im griechischen Parlament sitzen allerdings genau die gleichen Pfeifen wie bei uns. Scheint ein typisches Zeichen von „Demokratie“ zu sein, daß man immer genau das Gegenteil von dem macht, was das Volk will. Hatte nicht erst vor ein paar Tagen das griechische Volk mit großer Mehrheit gegen eine weitere Erpressung durch die „internationalen Geldgeber“ und deren “Rettungspakete“ gestimmt? Das „Nein“ war doch laut und deutlich genug zu vernehmen. Doch Ministerpräsident Tsipras scheint wohl taub zu sein, denn er ignoriert Volkes Stimme mindestens genau so tapfer wie seine „deutsche“ Polit-Agitations-Genossin Merkel.

Tsipras setzte sich einfach über das Referendumsergebnis hinweg und machte aus dem „Nein“ sein „Ja“ zu den Erpressungen der EU-US-Bankenmafia. Er stimmte jetzt einem „Sparkurs“ zu, der noch viel ausbeuterischer sein wird, als das, was Gegenstand des Referendums war. Damit erweist sich auch Tsipras als auslandshöriger Ja-Sager, der seinem Volk und dessen Zukunft in den Rücken fällt. Wahrscheinlich ist Finanzminister Varoufakis deshalb sofort nach dem Referendum zurückgetreten, weil er schon wußte, daß seine Regierung das Referendum sowieso mit Füßen treten wird.

Merkel und Tsipras haben beide Völker verarscht. Das griechische Volk genauso wie das deutsche. Die transatlantischen Netzwerke der Bankenmafia setzen sich über jeden Volkswillen hinweg und es finden sich immer genügend gewählte Polit-Zuhälter, die ihre Bütteldienste mit Freuden für fremde Interessen verrichten. Die Zeche zahlt immer das arbeitende, steuerzahlende Volk. Hüben wie drüben.

Wie lange wollen uns Politiker und Medien noch vorGAUCKeln, dass diese Rettungspakete Griechenland zu gute kämen, obwohl sie in Wahrheit in den Taschen der internationalen Geldhaie von Rockefeller bis EZB landen?

Wie lange wollen wir diese auslandshörigen Ja-Sager noch über unser Geld und unsere Zukunft entscheiden lassen, bevor wir endlich erbitterten Widerstand leisten?