Sonntag, 24. Mai 2015

Warum der "NSU" erschaffen werden musste



Die Geschichte um den „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) entpuppt sich trotz vermeintlich klarer Sachlage und eines abgekarteten Scheinprozesses vor dem OLG München als größte geheimdienstliche Operation gegen politische Oppositionelle in der Geschichte der Bundesrepublik. Größer noch als das geheimdienstliche Einwirken auf die Entwicklung des „linken Terrors“ durch die RAF scheint das Interesse der Machtelite zu sein, die oppositionelle Bewegung von rechts mit geheimdienstlichen Methoden durch die Inszenierung eines „rechten Terrors“ zu diskreditieren.

Dazu muß man wissen, daß es bislang definitiv keinen realen, also politisch motivierten und von nachweislich politisch aktiven Leuten betriebenen Terrorismus von rechts gegeben hat. Anders als bei der RAF ließen sich politische Aktivisten aus nationalen Kreisen nicht so leicht zum Bombenbau oder Mordanschlägen anstiften, wie es die Machtelite gerne gehabt hätte. Die Gründe dafür mögen vielschichtig sein, z.B. das Terrorismus von volkstreuen Menschen generell eher als feige und unehrenhaft angesehen wird. Auch das Bewußtsein, daß wir das Volk mit kriminellen Methoden niemals für uns gewinnen könnten, ist sicherlich tief in sehr vielen nationalgesinnten Deutschen verankert.

Die Machtelite hatte es also schon recht schwer, mit geheimdienstlichen und geheimpolizeilichen Mitteln immer wieder Dumme zu finden, die sich zu „Rechtsterroristen“ instrumentalisieren ließen. Hier und da wurden die Dienste natürlich auch fündig, aber das blieben Einzelfälle. Ein regelrechtes „Netzwerk des braunen Terrors“, also der feuchte Traum aller Staatsdienste von VS bis Antifa, ließ sich aber trotz aller Bemühungen nie etablieren. Genau das brauchte die Machtelite aber, um insbesondere den jungen, aktiven Teil der nationalen Opposition diskreditieren zu können.

Bis zur Teilwiedervereinigung im Jahre 1990 waren nationale Kreise im Westen klein und unbedeutend. Zwar war es für die Leitmedien ein gefundenes Fressen, sich z.B. auf Michael Kühnen und seine inzwischen verbotene „Aktionsfront nationale Sozialisten“ zu stürzen, aber im Ergebnis waren radikale Nationale von „ANS“ bis „FAP“ ein kleines Lager, für den Gang der politischen Dinge völlig unwichtig, ohne jeglichen Einfluß und Lichtjahre davon entfernt, eine Massenbewegung zu werden.

Das änderte sich durch den Zusammenschluß mit Mitteldeutschland schlagartig. Denn dort hatten die jungen Leute die Schnauze voll vom staatlich anerzogenen Antifaschismus und schlugen ins genaue Gegenteil um. Die Bewegung von rechts erfuhr – nun auch im Westen – einen bis dahin nie gekannten Zulauf. Aus Kleinversammlungen wurden plötzlich Demonstrationen mit tausend oder sogar bis zu zweieinhalbtausend jungen Leuten, die sich offen zum Nationalismus bekannten.

Da wuchs auf einmal wie aus dem Nichts eine politische Opposition heran, die der Machtelite durchaus irgendwann hätte gefährlich werden können. Gerade in den ersten Jahren nach dem Mauerfall, wo vieles im Umbruch war, wo die Erfolge der Montagsdemos noch in frischer Erinnerung waren, da hätte die Geschichte durchaus auch einen anderen Verlauf nehmen können, als es die 2+4-Mächtigen wollten.

Es folgte eine massive Verbotswelle gegen viele nationale Gruppen und Vereine. Gleichzeitig begannen erste geheimdienstliche Diskreditierungsversuche, die u.a. zu den bis heute nie wirklich aufgeklärten „Anschlägen“ von Mölln und Solingen führten, mit denen die junge Bewegung vom Volk isoliert und ausgegrenzt werden sollte. Das Lichterkettengedöns wurde zwar maßgeblich von den üblichen Staatsantifaschisten organisiert, aber in den Mainstream-Medien wirkte es so, als würden allerorten die Volksmassen gegen rechts protestieren. Doch damit ließ sich der wiederbelebte nationale Gedanke in der Jugend nicht aufhalten. Die Zahl der Anhänger wuchs weiter und manifestierte sich schließlich im März 1997 zu einem regelrechten Fanal: Anläßlich einer Protestdemonstration gegen die sog. „Wehrmachtsausstellung“ kamen trotz Verboten und zunehmender Verfolgung wie aus dem Nichts über 5.000 Nationalisten zusammen, und zwar größtenteils junge aktive Leute.

Die bisherigen Maßnahmen, Verbote und Verfolgungsdruck, erwiesen sich also als Schlag ins Kontor. Der Haß des Establishments war für die nationale Jugend ein Ansporn. Die Zahl der nationalen Demonstranten auf der Straße hatte sich nicht verringert, sondern ganz erheblich vergrößert. Nur ein Jahr später, am 1.Mai 1998 in Leipzig, stellte sich unter Beweis, daß München kein Zufall war. Auch hier kamen abermals über 5.000 überwiegend junge Nationalisten zusammen.

Was also mußte passieren, wenn die Machtelite diese höchst unliebsame Oppositionsbewegung zu Fall bringen wollte?

Wo selbst Verbote und Verfolgungsdruck nicht fruchten, da bleiben nur noch kriminelle Methoden. Das hatte schon bei der RAF funktioniert und auch bei vereinzelten kleinen Gruppen wie z.B. der „Wehrsportgruppe Hoffmann“, die nicht nur verboten wurde, sondern zusätzlich noch das Oktoberfestattentat von 1980 in München angehängt bekommen sollte. Nun war die „WSG“ eine zahlenmäßig überschaubare Organisation und zudem auch nicht politisch ambitioniert, aber offenbar für die Politik doch ein gewisses Ärgernis, welches erledigt werden sollte und nebenbei einen guten „Testkandidaten“ abgab.

Es waren Geheimdienste, die bei der Geburt der RAF Pate standen und den ersten Sprengstoff beschafften, wie wir u.a. von „Bommi“ Baumann wissen. Es waren Geheimdienste, die eine erstaunliche Anzahl V-Leute im Umfeld von Karl-Heinz Hoffmann plazierten und einen kriminellen Sumpf schaffen wollten, in dem die verhaßte „Wehrsportgruppe“ untergehen sollte.  Nicht anders verfuhren die Geheimdienste schließlich ab den 90er Jahren mit der nationalen Opposition. Wie wir heute anhand der bislang bekannt gewordenen Fakten aus den Ermittlungsakten in Sachen „NSU“ wissen, wimmelte es ab den 90er Jahren nur so von V-Leuten und bezahlten Provokateuren in der rechten Szene. Das betraf besonders Mitteldeutschland, ganz einfach, weil die Zahl der Anhänger dort deutlich größer war und den Geheimdiensten viel mehr Möglichkeiten zum Einwirken bot.

Der Verfasser dieser Zeilen erinnert sich daran, daß aber auch im Westen zunehmend Leute in der rechten Szene auftauchten bzw. teilweise dort schon aktiv waren, die vom „bewaffneten Kampf gegen das System“ faselten oder vom sicher bald kommenden „Bürgerkrieg“ fabulierten, auf den die Szene vorbereitet sein müsse. Auch die zweifelhaften Ideen dubioser Organisationen wie „Combat 18“ oder die hirnrissigen „Turner“-Tagebücher begannen sich in den Köpfen einiger Leute zu verfestigen bzw. wurden von diesen propagiert. Sicherlich auch gegen gute Bezahlung, denn diese Leute verschwanden immer recht schnell wieder von der Bildfläche, wenn sie Gegenwind bekamen und merkten, daß sie mit ihrem Waffenmist bei der ganz großen Masse der Aktivisten nicht landen konnten.

Geschickte Aufrührer konnte aber leider auch vereinzelte Erfolge erzielen, wie uns das Beispiel des CIA-Mannes Henry Fiebig zeigt, der in Königswusterhausen offenbar mit Erfolg einige Leute, darunter den späteren V-Mann Piatto, anstiften konnte. Insgesamt war in den späten 90er Jahren innerhalb der rechten Szene ganz deutlich ein Einfluß spürbar, der die Szene offenbar dazu bringen sollte, ihre legale Schiene zu verlassen und die Wut auf das System mit Waffengewalt und Anschlägen auszudrücken. Es wurde damals schon vermutet, daß dahinter Geheimdienste stecken, die eine Art „Braune Armee Fraktion“ stricken wollten. Der Begriff wurde damals auch genau so in die Szene hineingetragen, wohl in der Hoffnung, daß sich da etwas festigen würde.

Doch bei aller tendenziellen Wut und Aggressivität gerader junger, engagierter Leute verfing die geheimdienstliche Wühlarbeit nicht wie gewünscht. Die Geheimdienste griffen daher zu einem bewährten Mittel: Sie erschufen einfach selbst, was sie gerne haben wollten. Parallel zur politischen Szene konstruierten sie aus ihrem großen Reservoir an V-Leuten ein eigenes Netzwerk an staatlich bezahlten Trotteln, das sie in jede gewünschte Richtung lenken konnten. Das Raffinierte an diesem Konstrukt war, daß es tatsächlich Überschneidungen mit der ahnungslosen, politischen rechten Szene gab, weil die V-Leute in der Regel aus diesen szenischen Zusammenhängen stammten. So gelang den Geheimdiensten eine Unterwanderung der politischen Szene mit V-Leuten, die gleichzeitig auch für die kriminellen Vorhaben des tiefen Staates zur Verfügung standen. Auch wenn vielen dieser V-Leute das damals selbst vielleicht gar nicht so bewußt gewesen sein mag.

Die Parole vom „Rechtsterrorismus“ ist seit den 90er Jahren sehr oft von Politik und Medien strapaziert worden, um dieses Neusprech fest im Bewußtsein der Öffentlichkeit zu verankern. Fast immer erwiesen sich diese Terrorismus-Vorwürfe im Zusammenhang mit Verboten von Gruppen oder medienwirksamen Großrazzien der Polit-Polizei als völlig substanzlos. Immer wieder mußte kleinlaut zurückgerudert werden, weil an den Vorwürfen wieder mal nichts dran war. Selbst die Geheimdienste mußten offiziell immer wieder zugeben, daß es immer noch keine wirklich terroristischen Strukturen in der rechten Szene gäbe.

Doch dann kam der November 2011, auf den die Machtelite nicht nur gewartet, sondern über ihre Geheimdienste seit Jahren auch gezielt hingearbeitet hatte. Die Medien verkündeten das Auffliegen einer angeblichen rechtsterroristischen Gruppe namens „Nationalsozialistischer Untergrund“, die eine ganze Mordserie begangen haben soll. Der ersehnte Rechtsterrorismus schien endlich geboren zu sein. Und er ließ sich auch sogleich mit Namen und Gesichtern in Verbindung bringen, die ähnlich den RAF-Fahndungsplakaten medienwirksam verbreitet wurden.

Nun gut, es war etwas dumm, daß zwei der drei „Terroristen“ bereits tot waren und sich zu nichts mehr bekennen konnten. Aber die Legende klang erst mal gut, wurde von den Medien publik gemacht, vom Bundestag abgesegnet und damit der Rechtsterrorismus Marke „NSU“ als Tatsache hingestellt. Die Mainstream-Medien spielten dabei die entscheidende Rolle. Was sie verbreiten, wird vom normalen Bürger gemeinhin als Fakt aufgenommen und bleibt immer hängen, egal wie viele Widersprüche später auftauchen oder was überhaupt bewiesen werden kann.

Mit unserem heutigen Wissenstand können wir zweifelsfrei feststellen, daß der „NSU“ ein reines Geheimdienstprodukt sein muß. Zu groß ist die Zahl der V-Leute im direkten oder mittelbaren Umfeld dieses dubiosen Konstrukts, als daß man hier an Zufälle glauben mag. Eigentlich haben wir es fast nur mit V-Leuten zu tun, wenn wir in den Akten über Leute stolpern, die im Zusammenhang mit dem „NSU“ genannt werden. Auch die beiden toten Uwes stehen ebenso wie Beate Zschäpe unter dem dringenden Verdacht, selbst V-Leute gewesen zu sein. Ob die beiden Uwes zu Lebzeiten aber jemals etwas vom „NSU“ gehört hatten oder ob ihnen das Ganze erst posthum untergeschoben wurde, ist dabei noch völlig offen. Auch dafür, daß die mafiöse Mordserie auf das Konto der Uwes gehen soll, fehlen bislang trotz eines seit über zwei Jahren laufenden Gerichtsverfahrens jegliche Beweise.

Dennoch hat die Machtelite ihr Ziel durchaus erreicht. Sie brauchte einen Terror von rechts wie sie damals einen Terror von links brauchte. Den hat sie nun bekommen. Von ihren Geheimdiensten persönlich arrangiert. Für Wissende ist dieses Konstrukt leicht zu erkennen, aber für den normalen deutschen Schlafbürger eben nicht. Bei dem ist der Rechtsterrorismus jetzt im Kopf verankert. Die Folgen davon bekommt die nationale Opposition seit November 2011 auch durchaus zu spüren, denn die Zahl der Aktivisten, vor allem der Neuzugänge aus der Jugend, ist sichtlich eingebrochen. Ebenso wie die Akzeptanz von Normalbürgern, die mit potentiellen Bombenbauern verständlicherweise lieber nichts zu tun haben wollen.

Um so erstaunlicher ist es, das gerade nationale Kreise verhältnismäßig wenig Interesse an der Aufklärung der ganzen NSU-Thematik zeigen. Nicht selten bekommt man von dort zu hören, es sei ja klar, daß es kein rechter Terror war, also müsse man sich damit auch nicht weiter befassen. Da fehlt es offenbar vielen Nationalen am nötigen Weitblick und an der Fähigkeit zu erkennen, warum dieses „NSU“-Phantom überhaupt erschaffen wurde.

1 Kommentar:

  1. Guter Kommentar so und nicht anders war es. Die uwes wurden gekillt der Rest der "Darsteller" schwachsinnig ala Guantánamo gemacht.

    AntwortenLöschen