Freitag, 22. Mai 2015

NSA, BND & Co.: Skandale, die keine sind



Finden Sie es skandalös, daß Ihre Ausflüge ins Internet oder Ihre Telefonate von Geheimdiensten überwacht werden? Warum eigentlich? Warum überhaupt? Sie stellen doch sowieso Ihr ganzes Privatleben im Internet öffentlich zur Schau. Ganz freiwillig. Jeden Tag. In allen möglichen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Instagram und sonstwo. Wenn Sie es wirklich so skandalös fänden, wie ihre Privatsphäre ausgespäht werden kann, dann würden Sie all das nicht tun, richtig?

Natürlich ist das Ausspähen von Lieschen Müller auf den ersten Blick scheinbar nicht halb so schlimm wie das Ausspähen im geschäftlichen, politischen oder militärischen Bereich. Aber kann uns das denn wirklich überraschen, daß wir seit 1945 von den Besatzungsmächten komplett observiert und ausgeforscht werden und daß die Vasallen der BRD-Dienste ihnen dabei behilflich sind?

Die Existenz von Geheimdiensten dürfte den meisten Menschen in unserem Land doch auch schon vor den Enthüllungen gewisser „Whistleblower“ bekannt gewesen sein. Ebenso wie deren Sinn und Zweck. Oder haben Sie bis vor kurzem etwa noch an das Märchen vom guten „Verfassungsschutz“ geglaubt, der nur ganz böse „Extremisten“ beobachtet, um die vermeintliche Demokratie vor ihnen zu schützen? Ausgerechnet jene Demokratie, die uns die Weltpolizisten und Oberschnüffler aus Amerika mitgebracht haben?

Für Leute mit gesundem Menschenverstand dürfte es absolut unverständlich sein, warum die Massenbespitzelung durch Geheimdienste derzeit so auffallend von den etablierten Leitmedien skandalisiert wird. Was genau soll denn bitte der Skandal daran sein? Etwa, daß die Geheimdienste das tun, wofür sie geschaffen wurden?

So naiv kann man doch kaum sein, daß man glaubt, daß ausgerechnet Geheimdienste nicht immer schon alle Mittel und Möglichkeiten genutzt hätten, um die Mächtigen vor Umstürzen jeglicher Art zu sichern. Das nämlich ist die wahre Aufgabe von Geheimdiensten, egal ob BND, NSA, CIA oder wer auch immer. Staatliche Geheimdienste sichern den Machterhalt des staatlichen Gewaltmonopols zugunsten der Machtelite, die das Volk beherrscht. Das war nie anders und ist heute vielleicht sogar schlimmer denn je, gerade weil es durch die Internetsucht der Massen leichter denn je geworden ist, schnell und ohne großen Aufwand in die Seele des Volkes zu blicken.

Die meisten Leute sind sich dieser Problematik auch durchaus bewußt, aber sie fühlen sich nicht davon bedroht, weil sie meinen, sie hätten ja nichts zu verbergen. Und warum glauben die Leute das? Weil die Massenmedien uns seit Jahrzehnten Tag für Tag einreden, daß Geheimdienste wie z.B. der „Verfassungsschutz“ nur Gutes im Schilde führen und unser Land vor bösen Neonazis, Kommunisten oder Islamisten schützen. Da denken viele Leute sehr naiv, sie seien ja nicht betroffen, denn sie wären ja schließlich keine von diesen „Extremisten“. Sie vergessen dabei nur, daß nicht sie selbst, sondern die Geheimdienste darüber befinden, wer ein „Extremist“ ist und wer nicht.

Es ist also zwingend logisch, daß Geheimdienste alles und jeden überwachen müssen, wenn sie unliebsame Oppositionelle (Neusprech: „Extremisten“ bzw. „Terroristen“) frühzeitig ausfindig und unschädlich machen wollen, wie es die Machtelite von ihnen verlangt. Das ist  nun wirklich keine überraschende Erkenntnis, auf die nicht jeder halbwegs klardenkende Mensch von ganz alleine kommen kann. Insofern ist es auch kein Skandal, daß NSA, BND & Co. genau das machen.

Gerade die NSA tut im Grunde nichts anderes, als ihr ganz legitimes Recht als Geheimdienst einer Besatzungsmacht auszuüben. Vielen Bürgern ist das bloß einfach nicht klar, weil Politiker und Massenmedien das verschweigen. In der BRD gilt bis heute nach wie vor Besatzungsrecht. Wir unterliegen immer noch der Feindstaatenklausel der UN aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, wir sind also immer noch ein Feindstaat aus Sicht der Alliierten. Viele Richtlinien aus der aktiven Besatzungszeit von 1945 bis zur Gründung der BRD sind später VON UNSEREN POLITIKERN in deutsches Recht übernommen worden, damit das Volk nicht merkt, daß unser Land auch weiterhin von den Besatzern beherrscht wird.

Formal gibt es zwar demokratisch gewählte Parlamente und eine von gewählten Parteien installierte Regierung, aber im Ernstfall haben die Amis hier immer noch die oberste Befehlsgewalt. Wir sind von denen abhängig, nicht die von uns. Die Amis haben aus ihrer Befehlsgewalt und der daraus resultierenden Totalüberwachung auch nie einen Hehl gemacht. Ihre Überwachungsstationen wie z.B. in Bad Aibling waren öffentlich zu sehen für jeden, der es sehen wollte. Das wollte aber offenbar nicht jeder. Schon gar nicht die Leitmedien, die im Auftrag der Machtelite den Mantel des Schweigens über diese Machenschaften unserer „Freunde“ legten.

Nun schreien sie plötzlich ganz laut „Skandal“, wenn es um eben diese Machenschaften geht, von denen sie die ganze Zeit schon wußten. Warum schreien sie jetzt plötzlich „Skandal“? Doch wohl sicher nicht, weil sie durch das Beispiel von Edward Snowden auf einmal mutig und aufrecht geworden sind. Nein, sie wissen bloß nicht, wie sie sonst reagieren und die peinlichen Enthüllungen deckeln sollen, ohne dabei endgültig das allerletzte bißchen Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Mit ihrem inszenierten Geschrei versuchen sie aber schon wieder den eigentlichen Skandal zu vertuschen, nämlich daß der Skandal gar kein Skandal ist, sondern ganz normal: Wir leben in einer Enklave der USA, wir sind immer noch besetzt und die NSA kann hier tun und lassen was sie will. BRD-Geheimdienste wie der BND sind von den Besatzern nur geduldet und daher nichts anderes, als deren Handlanger. Ebenso wie eine Bundeskanzlerin, die nur solange „regieren“ darf, wie sie nicht aus der „Neuen Weltordnung“ ihrer US-NATO-Partner auszuscheren versucht.

Das ist das, was Medien und Politiker dem Volk sagen müßten. Gerade jetzt. Sie tun es aber nicht und daran sehen wir, auf wessen Seite sie stehen.

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